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Mit mehr Arbeitserprobungen Jobs schaffen und Arbeits- bzw. Fachkräftemangel lindern

WK-Bezirksobmann Prechtl: Wichtige Initiative für den oö. Arbeitsmarkt

WKO-Obmann Christian Prechtl, Michael Mimra und AMS-Leiterin Silke Aistleitner
© A. Mairinger WKO-Obmann Christian Prechtl, Michael Mimra und AMS-Leiterin Silke Aistleitner

Verzweifelt sind viele oberösterreichische Betriebe, die in der aktuell schwierigen Zeit händeringend nach Fach- und Arbeitskräften suchen, aber trotz der stark gestiegenen Arbeitslosigkeit niemand finden. Das betrifft insbesondere auch dringend benötigte Hilfskräfte, die trotz zahlreicher Stellenangebote oftmals lieber im Status der Arbeitslosigkeit zu bleiben scheinen.

Die WKOÖ sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Auch der stärkere Einsatz des AMS-Instruments der Arbeitserprobung würde in dieser Situation viel Sinn machen, zumal es ja am Ende nur Gewinner gibt: Die Arbeitslosen, die wieder einen Job haben, und die Betriebe, die Aufträge aufgrund fehlenden Personals nicht mehr ablehnen müssen. Für die Ausweitung der Arbeitserprobungen spricht auch, dass jeder zweite Arbeitssuchende danach vom Unternehmen einen unbefristeten Dienstvertrag erhält.

Ein Beispiel von vielen ist eine erfolgreich durchgeführte Arbeitserprobung bei der Firma Obermoser in Alkoven/Straß, Bezirk Eferding. Der erfolgreiche Unternehmer Michael Mimra hat hier über das regionale AMS mit dem Arbeitssuchenden Ivan Kyselica eine Arbeitserprobung vereinbart, die Anfang Mai in ein festes Dienstverhältnis mündete. Mimra: „In Zeiten, in denen wir händeringend nach Betriebsschlossern, Produktionsmitarbeitern und diversen Lehrlingen suchen, ein Lichtblick. Denn der akute Mangel an Arbeits- und Fachkräften im Bezirk Eferding macht uns wirklich schon enorm zu schaffen.“

WK-Bezirksobmann Christian Prechtl: „Mit der österreichweit zweitniedrigsten Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent haben wir im Bezirk Eferding bereits wieder den Stand wie vor der COVID-Krise. Ein Zeichen für den gelungenen Neustart und die hohe Lebensqualität im Eferdinger Land. Eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent ist Vollbeschäftigung. Gerade deswegen ringen viele Unternehmen nach den dringend benötigten Arbeitskräften. Die Arbeitserprobung ist ein Instrument, mit dem noch weitere Arbeitnehmer und Arbeitgeber zueinander finden werden.“
 
Genauso sieht die Lage die AMS-Geschäftsstellenleiterin in Eferding, Silke Aistleitner: „Die Arbeitserprobung ist ein wirklich tolles Instrument, das wir anbieten können, wenn Unsicherheiten zur fachlichen oder auch persönlichen Eignung bestehen. Hier können wirklich beide Seiten, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sehen, ob Betrieb und Person zueinander passen. Es ist ein gegenseitiges Kennenlernen ohne Risiko. Es soll ja am Schluss die richtige Person am richtigen Arbeitsplatz sein.“

Die WKOÖ fordert daher, die Möglichkeiten zur Arbeitserprobung durch folgende Maßnahmen auszuweiten:
 

  • Die mögliche Dauer eine Arbeitserprobung soll generell bis zu 4 Wochen ausgeweitet werden. Nur über diesen Zeitraum ist – zumindest für bestimmte Tätigkeiten – eine seriöse Beurteilung des Arbeitssuchenden bzw. des Betriebs möglich.  
  • Vom AMS und dem Betrieb für sinnvoll erachtete Arbeitserprobungen sollten zukünftig zumindest für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte verpflichtend sein. Schließlich sind in Zeiten wie diesen alle Möglichkeiten zu nutzen, Arbeitslosen ohne Perspektive über eine reguläre Beschäftigung wieder Chancen für ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.


Eine gesetzliche Verankerung der Einbeziehung des Probanden in die Sozialversicherung reduziert die Bürokratie und ermöglicht die Durchführung zusätzlicher Arbeitserprobungen. Verwaltungstechnisch sind nämlich Arbeitserprobungen als „Förderfall“ ein nicht unbeträchtlicher Aufwand.