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Fachkräfte als bestimmendes Thema

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer präsentiert beim Herbstempfang der Schärdinger Wirtschaft den Masterplan für den Standort Oberösterreich

„Mit dem Masterplan für den Standort Oberösterreich haben wir fünf Stellschrauben identifiziert, an denen wir arbeiten müssen, eine davon sind die Fachkräfte“, sagte WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer beim Herbstempfang der WKO Schärding vor rund 100 Wirtschaftstreibenden aus dem Bezirk. „Hier haben wir bereits die Initiative ergriffen“, verwies sie auf die Duale Akademie, der Bildungsinnovation made in OÖ, mit der Maturanten und Studienabbrecher ausgezeichnete Berufs- und Karriereperspektiven eröffnet werden. Obwohl erst im August gestartet, sind schon 17 Teilnehmer dabei, 37 auf der Warteliste und das Wirtschaftsministerium hat sie bereits als innovatives Modellprojekt anerkannt. Hummer warb für die Duale Akademie, denn hier könnten junge Leute, das erwerben, was sie im Berufsleben brauchen, nämlich auf der einen Seite Fachkompetenzen und auf der anderen die wichtigen reflexiven, sozialen und personalen Schlüsselkompetenzen.
 
Es brauche zur Linderung des Fachkräfteengpasses aber noch weitere Maßnahmen. Hummer trat hier für mehr Mobilität am Arbeitsmarkt ein. Während in OÖ 30.000 Fachkräfte fehlen, gebe es in Ostösterreich immer noch sehr viele Arbeitslose. Weiters plädierte sie zur leichteren Zuwanderung notwendiger Schlüsselkräften für eine vereinfachte Rot-Weiß-Rot-Card. Johann Froschauer, Obmann der WKOÖ-Bezirksstelle Schärding, sagte, dass der Mangel an Fachkräften auch in Schärding bereits spürbar sei. Gegenwärtig fehlen mindestens 1000 qualifizierte Kräfte. Man setze hier u.a. auf die Lehrlingsmesse und auch darauf, Ältere länger in der Erwerbstätigkeit zu halten. Auch gehe es darum, junge Menschen, die zur höheren Ausbildung in die Ballungsräume abwandern, wieder zurück in den Bezirk zu holen. Hier unterstützt die WKO Schärding eine entsprechende Initiative von HotSpot Innviertel.
 
„Wir sind in vielen Bereichen gut, aber wir wollen zulegen und wir müssen breiter werden. Wir müssen uns heute stark aufstellen, damit die nächsten Jahre mit wieder geringerem Wirtschaftswachstum gut laufen“, so Hummer. Deshalb habe man neben dem Thema Fachkräfte vier weitere Schwerpunkte im Standort-Masterplan. Beim Export will man die Zahl der Exporteure von 10.000 auf 12.000 erhöhen. Entlastung und Entbürokratisierung werden vorangetrieben und Kooperationen gefördert. Im Bereich Innovation und Digitalisierung gelte es, im Digitalisierungszug dabei zu sein und die Innovationsdynamik vor allem in den KMU zu stärken, so Hummer.
 
Arbeitswelt im Zeichen der Digitalisierung
Wie sich die Digitalisierung auf die Arbeitswelt von morgen auswirkt und wie sich Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung verändern werden, erläuterte in einem launigen Vortrag Univ.-Prof. Reinhold Popp. Von den neuen digitalen Technologien und der Beschleunigung werden große Umwälzungen ausgehen bzw. gehen schon aus. Popp sieht die Digitalisierung als evolutionäre, kontinuierliche Entwicklung und nicht als revolutionären Umbruch. Prognosen über Massenarbeitslosigkeit, wie sie von selbsternannten Untergangspropheten immer wieder verbreitet werden, hält Poop nichts. Sie seien völlig unbegründet.
 
Natürlich müsse man als Wirtschaftstreibender die Folgen beobachten und sich darauf vorbereiten. Bisher habe aber noch jede technologische Revolution mehr Wohlstand und mehr Jobs — aber eben andere und vor allem höherwertige — gebracht. So werde auch dieses Mal die digitale Transformation Verbesserungen bringen, etwa bei den Arbeitsbedingungen. „Sie wird uns lästige, administrative Arbeiten abnehmen und uns so mehr Zeit für die Schlüsselkompetenzen der Zukunft, wie Kreativität und Intuition verschaffen“, zeigte sich Popp überzeugt.


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