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Wirtschaftsempfang in Ried: Lebens- und Standortqualität im Fokus

Fachkräfte ganz oben auf dem Standortradar

„3700 Unternehmen, 20.500 gewerblich Beschäftigte, davon 1100 Lehrlinge und eine niedrige Arbeitslosigkeit — der Bezirk Ried ist eine prosperierende, lebenswerte Region. Das Wirtschaftsmagazin ,Trend‘ hat das Innviertel nicht zuletzt deshalb kürzlich als ,Boomregion‘ bezeichnet“, eröffnete Josef Heißbauer, Obmann der Wirtschaftskammer Ried, den Wirtschaftsempfang Ried mit WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. Dennoch gebe es Problembereiche, die der Rieder Wirtschaft unter den Nägeln brennen. Vor rund 150 Unternehmerinnen und Unternehmern nannte Heißbauer als große Themen die Lehrlinge und Fachkräfte — hier regte Heißbauer eine praktikable Lösung bei Asylwerbern als Lehrlinge an —, die weitere Attraktivierung der Region und der Handelsstadt Ried sowie Verkehrsinfrastruktur und Breitbandausbau.
 

In der Region setzt man auf weiche Faktoren, wie die Imageverstärkung als Arbeits- und Lebensraum. „Daran arbeiten wir auf breiter Basis im ,HotSpot Innviertel‘ zusammen. 180 Institutionen und Unternehmen sind hier schon dabei“, so Heißbauer. Ein Ergebnis ist ein Bildungskatalog mit dem Ziel, Schüler und Unternehmen viel stärker zu vernetzen. „Jeder Schüler soll bis zum Ende seiner Schulzeit mit mindestens acht Unternehmen Kontakt gehabt haben“, so Heißbauer. Die Arbeitsgruppe „Coming Home“ konzentriert sich darauf, junge Leute, die die Region zur Ausbildung verlassen haben, wieder zum Arbeiten und Leben zurückzuholen.  
Die Fachkräftefrage steht auch für Präsidentin Hummer ganz oben auf dem Standortradar: „Noch vor einem Jahr hatten Arbeitszeitflexibilisierung und Entbürokratisierung Priorität für die Unternehmen, jetzt sind Fachkräfte das Thema Nummer 1. Letztes Jahr konnten 1000 Lehrplätze nicht besetzt werden.“ Um dem entgegenzuwirken, setzt die Wirtschaftskammer OÖ ihren Masterplan mit den Eckpfeilern Fachkräfte, Export, Digitalisierung, Innovation und Entbürokratisierung/Entlastung konsequent um. Ziel ist immer, den Boden aufzubereiten und den Unternehmen die Steine aus dem Weg zu räumen. Dazu zählt auch das neue WKOÖ-Unternehmerschutzpaket mit der kostenlosen Rund-um-die-Uhr-Hotline. Mit der optimistischen Grundstimmung und der guten Konjunktur im Rücken sowie einem klaren Bekenntnis der Bundesregierung zu Standort und Wirtschaft sollte Oberösterreich in die Top-Regionen Europas zurückkehren können. Die Wirtschaftskammer wird jedenfalls dahinter sein, dass die Bundesregierung ihre angekündigten Reformen, etwa im Bereich Arbeitszeitflexibilisierung oder Entbürokratisierung auch tatsächlich angeht.
 
Dem Spannungsfeld Online- versus stationärer Handel widmete sich Prof. Harald Kindermann von der FH OÖ, Campus Steyr. „Mit dem Online-Einkauf muss der stationäre Handel leben lernen“, ist er überzeugt. Er sieht viele Chancen für den stationären Handel, sofern Beratungsqualität, individuelle Betreuung und Erlebnis stimmen. „Der Trend geht eindeutig zum Einkauf auf Genussebene, zum Einkaufen als Erlebnis. Was die stationären Händler allerdings brauchen, ist eine digitale Sichtbarkeit. Sie müssen die unterschiedlichen Vertriebskanäle miteinander verknüpfen, dann entsteht ein klarer Vorteil gegenüber reinen Online-Händlern“, so Kindermann.

Wirtschaftsempfang
© Hirnschrodt Präsidentin Doris Hummer präsentierte das WKOÖ Standortprogramm