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So kann Integration funktionieren

Zwei junge Afghanen machen Doppellehre bei Linzer Unternehmen

12. Juli 2017
Zwei junge Asylwerber aus Afghanistan, Qorban Rahimi und Mustafa Noori, haben jetzt die Doppellehre Reinigungstechnik und Bürokaufmann bei der Fa. TopRein in Linz gestartet. Ein Beispiel, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Christian Mastny, Geschäftsführer der Firma TopRein Gebäudereinigungs- und HandelsGmbH: „Die Zukunft unserer Unternehmen liegt in der Jugend, die Lehrlinge von heute sind die Führungskräfte von morgen. Bisher war es uns unmöglich, Jugendliche für das Doppellehrangebot ,Reinigungstechnik und Bürokaufmann bzw.-frau‘ zu finden. Anfang Mai lernte ich zwei asylwerbende Jugendliche aus Afghanistan kennen, zwei intelligente, engagierte und integrationswillige Burschen, die die Chance ihres Lebens nutzen wollen. Auch Lehrlingsbeauftragter und Personalchefin waren sich einig, dass wir mit ihnen noch viel Freude haben werden. Deshalb haben wir beim AMS Linz Anträge auf Beschäftigungsbewilligung für sie gestellt. Am 19. Juni hat dann das vierjährige Doppellehrverhältnis begonnen. Dass Lehrlinge diese Doppellehre Reinigungstechnik und Bürokaufmann machen, ist einzigartig in ganz Österreich. Wir wollen ihnen nicht nur eine profunde Berufsausbildung bieten, sondern auch die bei TopRein gelebten Werte, wie z.B. Ehrlichkeit, Zusammenhalt und Verlässlichkeit vermitteln. Ich glaube, Qorban Rahimi und Mustafa Noori werden uns und unserer Gesellschaft in naher Zukunft ein Vielfaches zurückgeben. Die noch laufende Ausbildung zum Rettungssanitäter sollte ein erster Beleg dafür sein.“

Stefan Holzner, Lehrlingsbeauftragter: „Ich bin sehr erfreut, zwei so tolle nette junge Herren bei uns im Team begrüßen zu dürfen. Ein schönes Zeichen, wie Integration funktionieren kann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und respektvoll voneinander lernen. Mit der Doppellehre sind wir sehr stolz, hochqualifizierte Mitarbeiter für diese Branche auszubilden.“ Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt: „Dank der guten Zusammenarbeit mit AMS-Linz-Leiterin Elisabeth Wolfsegger und Martin Undesser, Abteilungsleiter Service für Unternehmen, konnte der Antrag auf Beschäftigungsbewilligung rasch erledigt werden. Es gilt für die Zukunft, alle Potenziale auszuschöpfen, damit die demografische Entwicklung und daraus resultierende fehlende Fachkräfte nicht zur Wachstumsbremse für die Unternehmen werden. Dabei können auch Migranten unterstützt durch passgenaue Qualifizierung ein wichtiges Fachkräftereservoir sein.“

Thomas Denk, Leiter der WKO Linz-Stadt: „Seit Mai 2015 sind die beiden Jugendlichen in Oberösterreich. Mein Lionsclub Linz 2000 hat die beiden Jugendlichen bisher finanziell unterstützt. Obwohl sie in ihrem Heimatland kaum die Schule besuchen und nur wenig lesen und schreiben konnten, haben sie in zwei Jahren so gut Deutsch gelernt, dass sie in die Brückenklassen von Linzer Pflichtschulen aufgenommen und sprachlich fit für den Arbeitsmarkt wurden.“