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Braunaus Wirtschaft fordert bessere Straßen

Infrastrukturausbau hinkt Wirtschaftsentwicklung im Bezirk hinterher

„Erbärmlich“, „katastrophal“, „Ausbau der Straßen hält mit wirtschaftlicher Entwicklung des Bezirks nicht Schritt.“ Das sind nur drei Kommentare, die in einer Online-Befragung der WKO Braunau bei rund 1400 Arbeitgeberbetriebe abgegeben wurden. „Das höherrangige Straßennetz im Bezirk hinkt der Wirtschaftsentwicklung hinterher“, klagt auch Klemens Steidl, Obmann der WKO Braunau. So gibt es mit 6300 doppelt so viele Unternehmen wie im Jahr 2000, die Beschäftigung in der gewerblichen Wirtschaft ist im selben Zeitraum um 12.000 auf 31.700 Personen gewachsen und die Wohnbevölkerung ist auf knapp 104.000 Personen (+10 Prozent) gestiegen. „All diese Erfolge haben dazu beigetragen, dass die Straßeninfrastruktur in unserer Region längst an ihren Grenzen ist und den privaten wie unternehmerischen Mobilitätserfordernissen in keinster Weise mehr gerecht wird“, so Steidl. Deshalb fordert er rasch bessere Straßen. Oberste Priorität haben u. a.:

  • Umfahrungen an der B 147: Mattighofen, Friedburg-Heiligenstatt, Uttendorf, Burgkirchen,
  • Begradigungen, Fahrbahnverbreiterungen, Umfahrungen an der B 156: Handenberg, Eggelsberg, Moosdorf,
  • Fertigstellung der Umfahrung Lengau,
  • Neuerrichtung der Salzachbrücke bei Tittmoning,
  • Innovative, unternehmensübergreifend vernetzte Mobilitätskonzepte im Pendlerverkehr.

Diese Ausbauprojekte sind höchst an der Zeit, auch mit Blick auf Bayern, wo mit der Fertigstellung der A 94 nach München bzw. Passau mit verstärktem Verkehrsaufkommen von und nach Deutschland zu rechnen ist. Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Verkehrszunahme überwiegend hausgemacht ist. Mehr und erfolgreiche Unternehmen bedeuten mehr Mitarbeiter, mehr Wirtschaftsleistung und mehr Verkehr! Deshalb sind eine neuerlich diskutierte Lkw-Transitsperre oder Tonnagebeschränkungen äußerst fragwürdige und unzureichende Antworten.

Spürbare Verbesserungen bringen leistungsfähige Straßen. Etwa die seit bald 50 Jahren geforderte Umfahrung Mattighofen, wo noch immer nicht begonnen wurde. Wie notwendig der B147-Ausbau ist, verdeutlicht eine von WKO-Leiter Klaus Berer durchgeführte Feldstudie auf der 35 km langen Strecke von Braunau bis Straßwalchen. Einmal abgesehen von der österreichweit wohl engsten Passage einer Bundesstraße, dem Nadelöhr Friedburg-Heiligenstatt, gibt es auf 83 Prozent Tempolimits oder Überholverbote, nur auf 17 Prozent oder 6 von 35 km gibt es keine Beschränkungen. Eine solche Bundesstraße wird einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort mit zahlreichen großen Leitbetrieben nicht gerecht. Steidl: „Denn leistungsfähige Straßen-, Schienen-, Energie- oder Datenleitungen sie Fundamente und Säulen zugleich, damit sich ein Standort weiterentwickeln und verbessern kann und attraktiv für Betriebe, Beschäftigte und Bewohner gleichermaßen bleibt.“