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Änderung der EU-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen

Die aktuelle Anpassung (EU) 2016/918 der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ("CLP-Verordnung") setzt im Wesentlichen Änderungen in den weltweit harmonisierten Vorschriften für die Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Güter ("GHS-Globally Harmonized System") um. Ein Teil der Änderungen ist eher formaler Natur (leicht geänderte Formulierungen), andere Änderungen sind inhaltlicher Natur (z.B. geänderte Einstufungsvorschriften).

Die Änderungen betreffen vor allem folgende Bereiche:

  • Für die Einstufung von oxidierenden Feststoffen wird ein alternatives Verfahren zugelassen
  • Die Bestimmungen über die Einstufung und Kennzeichnung explosiver Stoffe und Gemische, entzündbarer Gase einschließlich chemischer instabiler Gase, von Aerosolen, von selbstzersetzlichen Stoffen und Gemischen, von pyrophoren Flüssigkeiten und Feststoffen, von selbsterhitzungsfähigen Stoffen und Gemischen, von Stoffen und Gemischen, die in Berührung mit Wasser entzündliche Gase entwickeln, von oxidierenden Flüssigkeiten, von oxidierenden Feststoffen, und von organischen Peroxiden werden teilweise geändert.
  • Die Bestimmungen über die Einstufung und Kennzeichnung hinsichtlich Ätzwirkung auf die Haut bzw. Hautreizung wird vollständig neu formuliert. In diesem Zusammenhang werden auch Kriterien für die Kategorie 1 neu eingeführt.
  • Die Bestimmungen über schwere Augenschädigung bzw. Augenreizung werden vollständig neu formuliert.
  • Die Kriterien für die Verwendung bestimmter Sicherheitshinweise werden ergänzt bzw. präzisiert.
  • Einzelne Sicherheitshinweise (P-Sätze) werden ersatzlos gestrichen, einige kombinierte P-Sätze werden neu aufgenommen.
  • Einige P-Sätze erhalten zur Klarstellung leicht geänderte Formulierungen

Darüber hinaus gibt es im Text noch weitere Klarstellungen und Präzisierungen.

Die Änderungen betreffen Unternehmen, die für die Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Gemische verantwortlich sind.

Die Verordnung tritt am 4. Juli 2016 in Kraft. Die Änderungen gelten grundsätzlich ab 1. Februar 2018. Stoffe und Gemische dürfen auch schon vor dem 1. Februar 2018 nach den geänderten Bestimmungen eingestuft, gekennzeichnet und verpackt werden. Stoffe und Gemische, die vor dem 1. Februar 2018 in Verkehr gebracht werden und zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens den Bestimmungen der CLP-Verordnung entsprochen haben, müssen bis 1. Februar 2020 nicht neu gekennzeichnet und verpackt werden.

Informationen zur CLP-Verordnung auf wko.at
Informationen zur CLP-Verordnung auf der Internetseite der Europäischen Chemikalienagentur