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Begutachtung Hochwasserrisikomanagementplan 2021

416 Hochwasserrisikogebiete für Österreich ausgewiesen und Maßnahmen dafür

Das BMLRT hat Dokumente zur Begutachtung des Hochwasserrisikomanagementplans 2021 veröffentlicht.

Der vorliegende Entwurf des zweiten nationalen Hochwasserrisikomanagementplans wurde auf Grundlage der Vorgaben der EU-Hochwasserrisiken-Richtlinie 2007/60/EG erstellt. Die Richtlinie wurde im Wasserrechtsgesetz (WRG 1959) umgesetzt und sieht drei Arbeitsschritte vor:

  1. Durchführung einer vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos (Termin Dezember 2018 - Ergebnisse)
  2. Erstellung von Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten (Termin Dezember 2019 - Ergebnisse)
  3. Erstellung eines Hochwasserrisikomanagementplans (Termin 22. Dezember 2021)

Im ersten Arbeitsschritt wurden, ausgehend vom gesamten Bundesgebiet, Gebiete mit potenziell signifikantem Hochwasserrisiko („Risikogebiete“) auf Basis einer vorläufigen Risikobewertung ausgewiesen. Insbesondere Gemeinden mit mehr als 500 potenziell von Hochwasser Betroffenen werden als signifikant festgelegt. In Österreich wurden 416 Risikogebiete (Anlage 3) ausgewiesen, die entlang von 3.000 Flusskilometern verlaufen und 772 Gemeinden beziehungsweise Wiener Gemeindebezirke umfassen (Kapitel 3.1-3.3). Hochwasser in Gebieten, die nicht das Signifikanzkriterium erreichen, werden über regionale und lokale Planungsinstrumente (zB www.doris.ooe.gv.at > Naturgefahren > Hochwasser) bewertet und sind nicht Bestandteil des nationalen Hochwasserrisikomanagementplans.

Als zweiter Arbeitsschritt wurden für die 416 Risikogebiete (aber auch darüber hinaus gehend) Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt (Kapitel 3.4-3.5). Die Karten beziehen sich auf Hochwasserereignisse mit unterschiedlichen Auftretenswahrscheinlichkeiten (30, 100 und 300-jährliches Hochwasser) und weisen Überflutungsflächen, Wassertiefen, Fließgeschwindigkeiten sowie die betroffenen Gebäude, Landnutzung und kritische Infrastruktur aus. Die Karten bilden eine wesentliche Grundlage für die Erstellung des Hochwasserrisikomanagementplans (RMP2021).

Der dritte Arbeitsschritt, der Hochwasserrisikomanagementplan und die darin enthaltenen Maßnahmenprogramme für die einzelnen Risikogebiete, haben gemäß Wasserrechtsgesetz Maßnahmen zur Erreichung der angemessenen Ziele für das Hochwasserrisikomanagement (siehe Kapitel 4) zu enthalten. Die Maßnahmen umfassen sowohl bauliche Maßnahmen wie Hochwasserschutzdämme und Rückhaltebecken, aber in vielen Bereichen auch nicht-bauliche Maßnahmen der Planung (Raumordnung, Bauordnung, Katastrophenschutz), Bewirtschaftung (Land- und Forstwirtschaft) und die Bewusstseinsbildung. Der Hochwasserrisikomanagementplan beschreibt diese Maßnahmen, erläutert den Prozess zur Umsetzung und gibt Handlungsempfehlungen. Eine Budgetplanung zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen findet im Rahmen des Hochwasserrisikomanagementplans nicht statt.

Alle drei Arbeitsschritte sind im sechs Jahreszyklus zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren, um Erfahrungswerte, veränderte Rahmenbedingungen und neue Datengrundlagen im Gesamtprozess berücksichtigen zu können. Aus diesem Grund kann es auch zu Änderungen in der Risikogebietskulisse gegenüber dem letzten RMP kommen.

Zum Entwurf des RMP 2021, Entwurf Maßnahmenpläne, den Faktenblättern Oberösterreich sowie zum Kartenwerk zu den insgesamt 416 Risikogebieten können Sie Ihre allfällige Stellungnahme bis 20. Mai 2021 an Fr. Gabriele Kovacsik (E gabriele.kovacsik@wkooe.at) übermitteln, damit diese im Rahmen des laufenden Begutachtungsverfahren berücksichtigt werden kann.

Weitere Informationen zum Thema Hochwasserrisiko sind auf der Homepage des BMLRT unter folgendem Link www.bmlrt.gv.at/wasser/wisa/hochwasserrisiko.html  abrufbar. 

Stand: