th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

EU-Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken für die Nichteisenmetallindustrie (2016/1032)

Festlegung der Emissionsgrenzwerte gemäß den BVT-Schlussfolgerungen

Die Schlussfolgerungen (EU) 2016/1032 fassen die Dokumentation zu den besten verfügbaren Techniken für IPPC-Anlagen der Nichteisenmetallindustrie zusammen. Davon erfasst sind folgende industrielle Tätigkeiten:

  • Die Primär- und Sekundärerzeugung von Nichteisenmetallen
  • Die Erzeugung von Zinkoxid aus Dämpfen, die bei der Erzeugung anderer Metalle entstehen
  • Die Erzeugung von Nickelverbindungen aus Laugen, die bei der Erzeugung eines Metalls entstehen
  • Die Erzeugung von Calcium-Silicium und Silicium im selben Ofen wie Ferrosilicium
  • Die Erzeugung von Aluminiumoxid aus Bauxit vor der Erzeugung von Primäraluminium, wenn diese ein integraler Bestandteil der Metallerzeugung ist
  • Das Recycling von Aluminiumsalzschlacke
  • Die Erzeugung von Kohlenstoff- und/oder Graphitelektroden


Neben allgemeinen Ausführungen (Anwendungsbereich, Begriffsbestimmungen etc.) enthalten die Schlussfolgerungen Ausführungen zu folgenden Themen:

  • Umwelt- und Energiemanagement
  • Prozesssteuerung
  • Diffuse Emissionen
  • Überwachung von Emissionen in die Luft und in Wasser
  • Mit den besten verfügbaren Techniken bei bestimmten Tätigkeiten erreichbare Emissionen bestimmter Schadstoffe ins Wasser
  • Minderung von Lärm- und Geruchsemissionen
  • Spezielle Anforderungen an bestimmte Tätigkeiten im Bereich der Nichteisenmetallindustrie


Weiters enthält die Schlussfolgerung eine Beschreibung von Techniken zur Minderung von Emissionen in die Luft oder in Wasser. Betreiber von IPPC-Anlagen, die in den Anwendungsbereich dieser Schlussfolgerungen fallen, müssen der Behörde innerhalb eines Jahres (bis 29.6.2017) mitteilen, ob sich der Stand der Technik für ihre Anlagen durch die BVT-Schlussfolgerungen geändert hat. Anlagen, für die dies zutrifft, müssen innerhalb von maximal 4 Jahren nach Veröffentlichung der Schlussfolgerung (bis 29.6.2020) an die besten verfügbaren Techniken im Sinn der Schlussfolgerungen angepasst werden. Details zum Anpassungsverfahren sind für gewerbliche Betriebsanlagen im § 81b der Gewerbeordnung geregelt.

Von der Schlussfolgerung sind Unternehmen, die IPPC-Anlagen im Bereich der Nichteisenmetallindustrie betreiben betroffen.

Der Durchführungsbeschluss wurde am 30. Juni 2016 im Amtsblatt der Europäischen Union kundgemacht und gilt grundsätzlich ohne Übergangsfrist. Eine allfällig erforderliche Anpassung an die besten verfügbaren Techniken muss der Behörde innerhalb eines Jahres mitgeteilt und innerhalb von 4 Jahren (bis 29. Juni 2020) abgeschlossen werden.

Weitere Informationen:
Industrieemissions-Richtlinie (2010/75/EU)
Informationen zur Industrieemissionsrichtlinie auf der Internetseite des BMWFW