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EU-Verordnung zur umweltgerechten Gestaltung von Luftheizungsprodukten, Kühlungsprodukten, Prozesskühlern mit hoher Betriebstemperatur und Gebläsekonvektoren

Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie

Die Verordnung (EU) 2016/2281 dient zur Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG). Sie gilt für

  • Luftheizungsprodukte mit einer Nennwärmeleistung bis 1 MW
  • Kühlungsprodukte und Prozesskühler mit hoher Betriebstemperatur mit einer Nennkühlleistung bis 2 MW und
  • Gebläsekonvektoren.

Vom Geltungsbereich ausgenommen sind insbesondere Produkte für feste Brennstoffe. In den Anwendungsbereich fallen beispielsweise Luftheizungsprodukte auf Basis von Wärmepumpen, bestimmte Raumklimageräte oder Vorrichtungen zur Umwälzung der Raumluft mit dem Ziel der Heizung, Kühlung, Entfeuchtung und/oder Filterung.

Die Verordnung legt einen Zeitplan fest, nach dem die geregelten Geräte bestimmten Ökodesign-Anforderungen entsprechen müssen. Diese betreffen insbesondere die Energieeffizienz (ausgedrückt als Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad, Raumkühlungs-Jahresnutzungsgrad bzw. Jahresarbeitszahl) sowie die Stickoxidemissionen von Geräten, die mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden.

Die Verordnung legt auch Anforderungen an die Produktinformationen für die verschiedenen Geräte sowie Verfahren zur Berechnung der relevanten Kenngrößen fest. Schließlich enthält sie zur Information auch unverbindliche Referenzwerte für die Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz und Stickoxidemissionen, die derzeit mit den effizientesten am Markt erhältlichen Geräten erzielbar sind.

Die Erfüllung der Anforderungen ist durch eine CE-Kennzeichnung zu dokumentieren. Als Verfahren zur Konformitätsbewertung kommen dabei eine interne Entwurfskontrolle oder ein Managementsystem in Frage.

Von der Verordnung betroffen sind Unternehmen, die entsprechende Geräte herstellen oder aus dem Nicht-EU-Raum importieren.

Die Regelungen zur Produktinformation gelten ab dem 1.1.2018. Die Anforderungen an die Energieeffizienz gelten ebenfalls ab 1.1.2018 und werden mit 1.1.2021 weiter verschärft. Die Anforderungen bezüglich der Emissionen von Stickoxiden gelten ab 26. September 2018 und werden mit 1.1.2021 weiter verschärft. Bis zum Inkrafttreten der jeweiligen Anforderungen können die Mitgliedstaaten die nationalen Anforderungen beibehalten, die zum Zeitpunkt der Verabschiedung der Verordnung gelten.