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Energietag 2019 – Die Energiewelt in Bewegung

Präsentationen und Medienberichte der Veranstaltung vom 13.11.2019

 Mag.a Doris Hummer, Präsidentin der WKO Oberösterreich
© Martin Wiesler Mag.a Doris Hummer, Präsidentin der WKO Oberösterreich

„Oberösterreich braucht als energieintensivstes Bundesland langfristige Planungssicherheit sowie eine leistbare und sichere Energieversorgung, um seine Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und internationaler Ebene weiter auszubauen“ stellte WKOÖ Präsidentin Mag.a Doris Hummer bei der Eröffnung des Energie-Tages 2019 klar.

Der Energietag ist das Event der WKO Oberösterreich zum Thema Energie und Klima und war in der nunmehr 19. Auflage mit knapp 280 Teilnehmern wieder ein fixer Treffpunkt von hochrangigen Vertretern aus der Energiewirtschaft, der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Verwaltung und von energierelevanten Institutionen.

Da knapp 50 Prozent des oö. Endenergieverbrauchs in die Produktion und in Dienstleistungen fließen, verwies Hummer auf die weitere Verbesserung der Energieeffizienz und einen geordneten und planbaren Umstieg auf erneuerbare Energieträger als entscheidende Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort. Allerdings muss der Ausbau der Erneuerbaren im Einklang mit dem Ausbau der Energieinfrastruktur, insbesondere bei Netzen und Speichern stehen.

„Wir brauchen uns vor Klimaschutz nicht fürchten. Denn: richtig verstanden ist die Umstellung des Energiesystems auf nachhaltige Ressourcen ein gigantischer Innovationsmotor“, so Hummer abschließend.

 DI Günter Rübig, Obmann sparte.industrie CR-Stv. Mag. Dietmar Mascher, OÖN und Mag. Erich Frommwald, Energiesprecher sparte.industrie
© Martin Wiesler DI Günter Rübig, Obmann sparte.industrie CR-Stv. Mag. Dietmar Mascher, OÖN und Mag. Erich Frommwald, Energiesprecher sparte.industrie

Der Obmann der sparte.industrie, DI Günter Rübig verwies darauf, dass durch den massiven Ausbau der Erneuerbaren insbesondere in Deutschland unsere Netze zunehmend instabil werden. Um die Erzeugungsschwankungen bei Wind und Sonne auszugleichen und damit die gewohnt hohe Versorgungsqualität auch in Zukunft zu sichern trat Rübig für eine möglichst rasche eine zweckmäßige Integration der Erneuerbaren durch großtechnische Anlagen wie etwa Pumpspeicher oder Power to X-Technologien ein, um die in Österreich reichlich vorhandenen Gasspeicher kostengünstig in Energiesystem einzubinden.

Positiv anzumerken ist die Vorsorge der OÖ Betriebe. In einer Umfrage der sparte.industrie haben 2/3 der befragten Unternehmen angegeben Überlegungen oder Vorbereitungen für einen Stromausfall oder einen Blackout getätigt zu haben. Hier werden wir als sparte.industrie gemeinsam mit den oö Stromversorgern konsequent weiterarbeiten.

Rübig verwies auch darauf, dass der Ausbau des nationalen und europäischen Übertragungsnetzes langfristig das effektivste und effizienteste Mittel zur Stabilisierung der Stromversorgung ist. Um dies rasch zu gewährleisten, müssen auch die Genehmigungsverfahren entsprechend adaptiert werden.

Der Vorsitzende der Strategiegruppe Energie in der sparte.industrie, Mag. Erich Frommwald appellierte an die neue Bundesregierung bei der grundlegenden Neukonzeption der Ökostromförderung auf eine hohe Fördereffizienz und hohe CO2-Einsparungspotenziale zu achten. So könnte auch die Industrie wertvolle Beiträge wie etwa die Nutzung bestehender hocheffizienter Anlagen und Standorte leisten.

Für ein exportorientiertes Bundesland wie Oberösterreich, mit einem hohen Anteil an energieintensiver Produktion sieht es Frommwald als unerlässlich, beim Neubau und bei der Revitalisierung von Wasserkraftanlagen, als langfristig wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Stromerzeugung, auf eine ausgewogene Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zu achten.

 Markus Achleitner, Wirtschafts- und Energielandesrat für Oberösterreich
© Martin Wiesler Markus Achleitner, Wirtschafts- und Energielandesrat für Oberösterreich

 „Oberösterreich ist schon jetzt im Bundesländervergleich bei allen erneuerbaren Energieträgern – einzige Ausnahme ist die Windkraft – die Nummer 1, was deren Nutzung anbelangt. Wir wollen aber noch besser werden und das werden wir nur schaffen, wenn wir unsere Hausaufgaben machen und diese sind, alle möglichen Potenziale an erneuerbaren Energieträgern bestmöglich auszuschöpfen. Gerade auch für oberösterreichische Technologienanbieter ist das eine große Chance, wir haben viele Technologieführer im Bereich Energiewirtschaft. Seitens der Politik werden wir alles tun, um den Standort nicht zu gefährden“, betonte Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

Den Ausbau des Stromnetzes im Zentralraum mit einer Investitionssumme von rund 1 Mrd. Euro strich Achleitner als wichtige Maßnahme für den Erhalt der Versorgungssicherheit hervor.

 Dr. Barbara Schmidt, oesterreichs energie
© Martin Wiesler Dr. Barbara Schmidt, oesterreichs energie

„Der Umbau des Energiesystems ist das größte Infrastrukturprojekt des 21. Jahrhunderts, aber es ist auch ein Konjunkturprogramm. Dafür braucht es eine neue Gründerzeit und breite Unterstützung. Die E-Wirtschaft weiß, was zu tun ist, aber es geht nur mit allen gemeinsam und wir müssen jetzt aufhören, über Ziele zu diskutieren, sondern endlich mit der Umsetzung anfangen und Strom auch künftig sauber, sicher und leistbar zur Verfügung stellen.  Man kann nicht immer nur für den Klimaschutz protestieren, aber gleichzeitig auch gegen eine vernünftige und sichere Infrastruktur sein“, so Hauptreferentin Barbara Schmidt, Generalsekretärin von oesterreichs energie. 

Österreichs E-Wirtschaft garantiert mit 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine sichere, saubere und leistbare Versorgung für die 8,8 Mio. Einwohner und 525.000 Unternehmen mit elektrischer Energie als wichtige Grundlage für den Wohlstand und die Entwicklung unseres Landes. 

„Um das Ziel einer vollständigen erneuerbaren Stromversorgung bis 2030 zu erreichen, müssen wir den Sommer in den Winter bringen“, argumentierte die Generalsekretärin von oesterreichs energie, Dr. Barbara Schmidt für einen raschen Ausbau von Erzeugungsanlagen, Netzen und Speichern. 

Weiters forderte sie ein zeitgemäßes Energierecht mit gezielten Förderungen für erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz durch effektive Anreize anstatt bürokratischer Verpflichtungen beim Energieeffizienzgesetz, ein umfassendes Bekenntnis zu Maßnahmen für eine langfristig garantierte Versorgungssicherheit, eine faire CO2-Bepreisung sowie eine Wärme- und Verkehrswende.

 KommR Ing. DDr. Werner Steinecker MBA, Generaldirektor der Energie AG OÖ
© Martin Wiesler KommR Ing. DDr. Werner Steinecker MBA, Generaldirektor der Energie AG OÖ

Werner Steinecker, Generaldirektor der Energie AG, und Josef Siligan, Vorstandsdirektor der Linz AG, berichteten über „Aktuelle Projekte der oö. Energiewirtschaft“. Die Energie AG sorgt beispielsweise bereits jetzt dafür, dass sie die Mitarbeiter der Zukunft habe, und dies seien hauptsächlich Informatiker, während für die Linz AG die 220-KV-Einspeisung im Zentralraum Linz ein aktuelles Großprojekt sei. 

Steinecker wies auf den Aufholbedarf Europas im Wissen hinsichtlich der Nutzung von Wasserstofftechnologie im internationalen Vergleich hin.

 Mag. DI Josef Siligan, Vorstandsdirektor der Linz AG
© Martin Wiesler Mag. DI Josef Siligan, Vorstandsdirektor der Linz AG

Für Josef Siligan ist wichtig, dass sich für die Netzbetreiber Investitionen in die Infrastruktur rechnen müssen, und das auf lange Sicht. Er unterstrich nochmals, dass Energiepolitik gleichbedeutend mit Europapolitik ist.

© Martin Wiesler

Die Träger des Energie-Tages 2019: Josef Siligan, LINZ AG, Günter Rübig, Obmann sparte.industrie, Doris Hummer, Präsidentin der WKOÖ, Markus Achleitner, Energie-Landesrat, Barbara Schmidt, oesterreichs energie, Erich Frommwald, Energiesprecher sparte.industrie und Werner Steinecker, Energie AG Oberösterreich