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Überarbeitung der EU-Batterienverordnung geplant

Initiative der Europäischen Kommission zu nachhaltiger Wiederverwendung und Recycling von Batteien

Die Europäische Kommission (EK) hat in Form einer Roadmap eine Initiative zu einem neuen Batterie-Verordnungsvorschlag zur nachstehenden Überarbeitung der Batterie-Richtlinie aus dem Jahr 2006 veröffentlicht.

Die Roadmap ist als PDF (engl.) ist hier abrufbar.

Die Frist Ihrer Rückmeldung/Eingabe direkt an die Europäische Kommission ist mit 9. Juli 2020 vorgesehen.

Sie können jedoch auch Ihren Beitrag in WKO-Rückmeldung einfließen lassen. Der Termin dafür wäre Mittwoch, 1. Juli 2020. Senden Sie Ihren Beitrag an das Umweltservice (E gabriele.kovacsik@wkooe.at).

Aus der Initiative heraus soll eine wettbewerbsfähige, zirkuläre, nachhaltige und sichere Wertschöpfungskette für alle Batterien, die im Rahmen der Kreislaufwirtschaft auf dem Unionsmarkt in Verkehr gebracht werden, gewährleistet werden. Gleichzeitig sollen die schädlichen Auswirkungen der Batterien auf die Umwelt minimiert werden. Die Regeln decken den gesamten Lebenszyklus von Batterien ab, von Design, Produktion bis zu Wiederverwendung bzw. Recycling.


Wichtigste Aussagen der Roadmap:

  • Alle Batterien (auch für E-Fahrzeuge) sollen nachhaltig hergestellt (dh mit geringem Ressourcenverbrauch und wenig Abfall) und leicht recycelt werden können.
  • Batterien (für Unterhaltungselektronik, Kommunikationsgeräte, Verbrennungsmotoren, Industriebatterien für EV & Energiespeicherung) werden eine wesentliche Rolle für die Erreichung der Klimaneutralität spielen.
  • Batterien werden die Elektrifizierung des Straßenverkehrs (CO2-Reduktion), die Dezentralisierung der Energiebereitstellung sowie die Speicherung erneuerbarer Energie unterstützen.
  • Die Anzahl der Batterien wird steigen (EU-Nachfrage 2030 schätzungsweise 500 GWh; 2050 1.500 GWh).
  • Die EU soll zweitgrößter Produzent von Lithium-Ionen-Batterien nach China werden.
  • Die Initiative zielt darauf ab, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der (gesamten) Wertschöpfungskette von Batterien im Rahmen des Circular Economy Action Plans sicherzustellen.
  • Einschränkungen: Sammlung von Altbatterien und Effizienz bei der Rückgewinnung von Materialien, kein Mechanismus zur Einbeziehung technologischer Neuerungen 

Probleme, die es anzugehen gilt, sind Gefährliche Substanzen, THG-Emissionen, Nutzung von Ressourcen (Produktion und langer Verbleib im Wirtschaftskreislauf) sowie verantwortungsvolles Sourcing (Beschaffung).

 

Potenzielle Maßnahmen:

  • Aktualisierung bestehender Konzepte und Definitionen (zB Lebensdauer, gefährliche Stoffe)
  • Festlegung von Nachhaltigkeitsanforderungen für Batterien, die am EU-Markt gehandelt werden sollen, einschließlich der Beschaffung von Rohstoffen, gefährlichen Stoffen, Kohlenstoff-Fußabdrucks, obligatorische Recyclinganteil, Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit und der Bedingungen für die Recyclingfähigkeit
  • Festlegung von Zielen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sammlung, Behandlung und des Recyclings zur Gewährleistung der Materialrückgewinnung
  • Zurückdrängen von nicht-wiederaufladbaren Batterien wo es Alternativen gibt
  • Festlegung von Informations- und Kennzeichnungsanforderungen
  • Erweiterte Produzentenverantwortung (EPR) und Anforderungen für den Betrieb von nationalen Systemen.
  • Regulierung von Batterien über ihren gesamten Lebenszyklus
  • (Nachhaltigkeits-)Maßnahmen erhöhen potenziell die Kosten für die Produzenten. Dies soll durch Größenvorteile im Binnenmarkt, zuverlässige Beschaffungs- und Lieferketten sowie einem gestärkten EU-Sekundärrohstoffmarkt kompensiert werden.
  • Mehr Klarheit soll trotz erhöhter Zertifizierungs-/Verifizierungskosten geschaffen werden.
Stand: