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Land OÖ fördert Wärmepumpen, Solarthermie und Fernwärme im Sanierungsbereich

Neues EXCEL-Tool zur Berechnung der Schallimmissionen für Luftwärmepumpen

Für die neue Oö. Energiestrategie gibt es ein klares Ziel: Oberösterreich soll sich über den Hebel der Energieeffizienz und mit neuen Ökoenergie-Technologien bis 2050 zur Energie-Leitregion entwickeln. Ergänzend zur Neuausrichtung der Energieförderungen für Klein- und Mittelbetriebe, gibt es daher seit 3. Juli wieder eine Landesförderung für private Ökoenergie-Projekte. Gefördert wird die erstmalige Installation von Wärmepumpen, Fernwärmeanschlüssen sowie von thermischen Solaranlagen in bzw. auf bestehenden Wohngebäuden mit bis zu drei Wohneinheiten. Die bisherige Förderung über die OÖ Energiespar-Verordnung 2008 war Ende April 2017 ausgelaufen.

Umso erfreulicher ist, dass LH-Stv. Michael Strugl mit der neu aufgelegten Förderschiene einen Vorschlag der WKO Oberösterreich aufgegriffen hat. Als Vertreter der gesamten Ökoenergiebranche setzt sich die Kammer seit jeher für einen fairen Wettbewerb zwischen den einzelnen Ökoenergietechnologien wie Wärmepumpen, Solarthermie, Photovoltaik, Pellets, Hackgut oder Fernwärme ein. Dies umso mehr, als die gesamte Ökoenergiebranche durch den derzeit niedrigen Energiepreis massiv unter Druck gesetzt wird. 

Was wird gefördert?

Luft-Wasser-Wärmepumpen werden mit 100.- Euro/kW Nennwärmeleistung, maximal jedoch mit 1.700.- Euro gefördert. Für Wärmepumpen auf Basis Erdwärme-, Grundwasser oder mit Tiefenbohrung gibt es, je nach Raumheizungs-Energieeffizienz 100.- oder 170.- Euro/kW Nennwärmeleistung, maximal 1.700.- oder 2.800.- Euro. Förderungsfähig sind die Wärmepumpe, die Wärmequellenanlage (Erdwärmekollektor, Grundwasserbrunnen oder Tiefenbohrung), ein Pufferspeicher sowie die Montagekosten. Die Wärmepumpen müssen eine Reihe von technischen Kriterien wie etwa zu Energieeffizienz, Lärm, Wärmemengenerfassung oder Ökoenergienutzung erfüllen. Zusätzlich müssen sie die Mindestanforderungen gemäß EU-Umweltzeichen einhalten oder über ein nationales Wärmepumpen-Gütesiegel verfügen.

Thermische Solaranlagen mit einer Bruttokollektorfläche von 4 bis 10 m² werden pauschal mit 2.000.-  Euro gefördert. Anlagen zwischen 11 und 19 m² erhalten zusätzlich 200.- Euro je m². Anlagen über 20 m² werden pauschal mit 4.000.- Euro subventioniert. Förderfähig sind der Solarkollektor samt Verrohrung, Pumpengruppe, Wärmespeicher und Solarregelung sowie die Montagekosten. Auch bei thermischen Solaranlagen müssen technische Kriterien wie etwa eine Mindestgröße von 4 m2 Bruttokollektorfläche, gültiges Solar Keymark Zertifikat oder die Erfassung des solaren Ertrages erfüllt werden.

Der Anschluss an Fern- bzw. Nahwärme wird mit 140.- Euro/kW Anschlussleistung laut Wärmeliefervertrag, maximal jedoch mit 2.800.- Euro belohnt. Förderungsfähig sind die Übergabestation samt Einbindung ins Heizungssystem, Rohrleitungen, Pumpen, Ventile, und Wärmespeicher, Grabungsarbeiten, Anschlussgebühren sowie die Montagekosten. Die technischen Kriterien beschränken sich beim Fernwärmeanschluss auf ein wassergetragenes Heizsystem sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs. Neu installierte Heizungsumwälzpumpen müssen einen Energieeffizienzindex von mindestens 0,23 aufweisen.

Die Landesförderung ist in jedem Einzelfall mit 50 Prozent der förderungsfähigen Nettokosten begrenzt! Details zur neuen Energieförderung samt Einreichung unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/190718.htm.


Die Förderkriterien im Detail

Errichtung einer thermischen Solaranlage bei nachträglichem Einbau

  • Förderhöhe:
    • 4-10 m² Bruttokollektorfläche: pauschal 2.000 Euro
    • 11-19 m² Bruttokollektorfläche: 200 Euro pro m²
    • ab 20 m² Bruttokollektorfläche: pauschal 4.000 Euro
    • max. 50 % der förderfähigen Kosten

  • Förderkriterien:
    • Vorliegen einer "Solar Keymark"-Produktzertifizierung für den Kollektor
    • Förderung kann unabhängig vom bestehenden Heizsystem beantragt werden.
    • Mindestgröße: 4 m² Bruttokollektorfläche, der solare Ertrag muss erfasst und angezeigt werden.

Austausch eines fossilen Wärmeerzeugers gegen eine elektrisch betriebene Heizungs-Wärmepumpe

  • Förderhöhe:
    • Luft-Wasser-WP: 100 Euro/kW Nennwärmeleistung (maximal 1.700 Euro), gültig bei einer jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienz (ηs) ≥ 150 % (35 °C) bzw. ≥ 125 % (55 °C), Schallemissionsanforderungen sind einzuhalten
    • Erdwärme- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe bzw. bei einer Tiefenbohrung (Erdwärmesonde):
      • 170 Euro/kW Nennwärmeleistung (maximal 2.800 Euro), gültig bei einer jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienz (ηs) ≥ 170 % (35 °C) bzw. ≥ 150 % (55 °C)
      • 100 Euro/kW Nennwärmeleistung (maximal 1.700 Euro), gültig bei einer jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienz (ηs) ≥ 150 % und < 170 % (35 °C) bzw. ≥ 125 % und < 150 % (55 °C)
    • jeweils max. 50 % der förderfähigen Kosten

  • Förderbedingungen:
    • Die Wärmepumpe muss eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz (ηs) bei mittlerem Klima von mindestens 125 % (55° C) und 150 % (35° C) aufweisen.
    • Die Wärmepumpe muss den EU-Umweltzeichenkriterien entsprechen und das nationale Wärmepumpen-Gütesiegel haben.
    • Es muss erneuerbarer Strom bezogen werden oder eine 5 kW PV-Anlage oder 8 m2 Solarwärme-Anlage installiert sein.

Ersatz eines fossilen Wärmeerzeugers durch Anschluss an ein bestehendes Fernwärmenetz

  • Förderhöhe:
    • 140 Euro/kW Anschlussleistung laut Wärmeliefervertrag (maximal 2.800 Euro)
    • max. 50 % der förderfähigen Kosten

  • Förderbedingungen: Die Wärme muss ganz oder teilweise (zumindest 80 %) aus erneuerbaren Energiequellen oder aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder sonstiger Abwärme stammen.


Antragstellung & weitere Kriterien:

  • Förderkriterien: Im Falle einer Förderung für Wärmepumpe und Fernwärmeanschluss sind alle vorhandenen fossilen alten Heizkessel nachweislich zu demontieren.
  • Weitere Kriterien: www.land-oberoesterreich.gv.at/190718.htm
  • Antragstellung: nach Durchführung der Maßnahmen, spätestens jedoch 6 Monate nach Ausstellung der Rechnung online (mittels elektronischem Antragsformular inkl. Technischem Datenblatt als Upload)
  • Nähere Information: Land OÖ, Abteilung Umweltschutz, T: 0732-7720-14501


Neues EXCEL-Tool zur Berechnung der Schallimmissionen für Luftwärmepumpen

Damit Planer und ausführende Unternehmen überprüfen bzw. bestätigen können, dass die Lärmschutz-Anforderungen des Landes Oberösterreich gemäß den Förderrichtlinien eingehalten werden, bietet die WKO Oberösterreich im Downloadbereich ein neues EXCEL-Tool zur Berechnung der Schallimmissionen für Luftwärmepumpen gemäß dem Datenblatt Berechnung der Schallimmissionen bei Luftwärmepumpen - Datenblatt (UWD-US/E-73d) an.

 

Wie funktionierts? 

1. EXCEL-Tool downloaden und öffnen

  • Bei Bedarf die Meldung „Bearbeitung aktivieren“ bestätigen

2. Dateneingabe

  • Geben Sie bitte Name und Anschrift des/der FörderwerberIn ein.
  • Geben Sie den Schallleistungspegel der Luftwärmepumpe Lw,A in das vorgesehene Datenfeld (I17) ein.
  • Wählen Sie im Auswahlfeld (G19) aus, ob ein Nachweis oder Herstellerangaben vorliegen, dass die Wärmepumpe keine tieffrequenten Geräusche abgibt.
  • Wählen Sie im Auswahlfeld (G21) aus, ob die Wärmepumpe frei, vor einer Hausmauer oder in einer Hausecke aufgestellt ist.
  • Geben Sie den Abstand d zur nächstgelegenen Grundstückgrenze in das vorgesehene Datenfeld (I23) ein. 
  • Der spezifische Beurteilungspegel an der Grundgrenze wird berechnet. Das Ergebnis ist grün hinterlegt, wenn die Kriterien gemäß  
    Datenblatt UWD-US/E-73d der OÖ Förderrichtlinien eingehalten werden.


3. Berechnung und Speicherung

  • Durch Drücken der Schaltfläche „Berechnen und als PDF speichern“ wird ein PDF-Dokument generiert, das Sie abspeichern und gemeinsam mit den weiteren unterschriebenen Dokumenten des Förderansuchens online an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at weiterleiten können.