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Land OÖ forciert Kleinwasserkraftwerke

Beratungsaktion zu Revitalisierung und Neubau gestartet

Kleinwasserkraftwerke sind ein wichtiger Bestandteil der oberösterreichischen Stromaufbringung. Über 650 Kleinwasserkraftwerke mit einer Engpassleistung von mehr als 150 MW erzeugen jährlich etwa 700 Mio. kWh Ökostrom und sichern damit rund 5 Prozent des oberösterreichischen Gesamtstrombedarfes.

Kleinwasserkraftwerke stoßen auf eine breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit und sind aus mehreren Gründen auch in der regionalen Wirtschaft fest verankert:

 
  • Strom aus Kleinwasserkraft zählt nach wie vor zu den kostengünstigsten Formen der Ökostromerzeugung
  • Wasserkraft steht jahresdurchgängig sehr gleichmäßig zur Verfügung und verursacht daher nur geringe Ausgleichsenergiekosten
  • Kleinwasserkraftwerke liefern damit einen wichtigen Beitrag, um die Vorgaben hinsichtlich Ökoenergie- und Klima-Zielen zu erreichen


Das Land Oberösterreich fördert daher seit mehreren Jahren die Neuerrichtung sowie die Revitalisierung von Kleinwasserkraftanlagen. Mit der Adaptierung der Energieförderungen im heurigen Frühjahr wurde die maximale Förderung für Kleinwasserkraftanlagen von 50.000 Euro auf 200.000 Euro erhöht.

 

Zusätzlich zur aufgestockten Landesförderung soll dieses Ökostrom-Potenzial mit einer kostenlosen, individuellen und produktneutralen Beratungsaktion durch den OÖ. Energiesparverband noch besser ausgeschöpft werden. Anlagenbetreiber erhalten konkrete Hilfestellung bei der Wirtschaftlichkeit von geplanten Maßnahmen, neuen Technologien zur Wasserkraftnutzung, den Anforderungen zur Genehmigung bis hin zur Erlangung der neuen Landesförderung. Bei der Errichtung von Neuanlagen wird eine Standortberatung durchgeführt. Insgesamt stehen für die Beratungsaktion 25.000 Euro an Landesgeldern zur Verfügung.

 

Sowohl bei bestehenden aktiven Anlagen als auch bei ehemals genutzten und zwischenzeitlich stillgelegten Anlagen existiert ein beträchtliches Modernisierungspotential. Die 2015 veröffentlichte Oö. Wasserkraftpotentialanalyse zeigt für Oberösterreich ein kumuliertes Ausbau- und Steigerungspotential von 488 Mio. kWh, wobei sich 66 % des Gesamtpotentials vor allem durch die Optimierung von bestehenden Wasserkraftanlagen an Traun, Ager, Alm, Enns und Donau ergeben.

 

Als zusätzliches Service wurde auch ein Behördenleitfaden erarbeitet, der Kraftwerksbetreibern einen Überblick in Sachen Genehmigung und Förderung bietet, so dass die formalen Erfordernisse rasch und unkompliziert abgewickelt werden können.