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Neue Energieförderungen für Unternehmen

Seit März 2017 setzen Bund und Land Oberösterreich neue Impulse bei den Förderungen für Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger und Elektromobilität

Die Energie- und Umweltförderungen haben sich in den letzten 20 Jahren als wichtiges Bindeglied zwischen Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum einerseits und dem Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen anderseits etabliert. So hat die langfristige Schwerpunktsetzung auf Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien, Elektromobilität und Klimaschutz nicht nur zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen beigetragen, sondern die österreichischen Energie- und Umwelttechnologie-Unternehmen vielfach auch zur Technologieführerschaft in diesen Bereichen und damit zu neuen Marktchancen geführt. 

Auf Bundesebene werden betriebliche Investitionen, die zu einer Verringerung der Umweltbelastung, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger führen, durch die Kommunalkredit Public Consulting und den Klima- und Energiefonds gefördert. Die Förderungen werden meist in Form eines nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschusses vergeben. Die Förderungsberechnung und die Förderhöhe sind abhängig vom Projekt. Der Förderbetrag wird entweder mit einem Prozentsatz auf die förderungsfähigen Investitionskosten berechnet oder als Pauschale ausbezahlt. Detailinformationen und Einreichung unter http://www.umweltfoerderung.at/ und http://www.klimafonds.gv.at/.

Neue Förderschwerpunkte auf Bundesebene

Auf Bundesebene wurden Anfang März eine Reihe neuer Förderinitiativen gestartet. So bietet etwa die Sanierungsoffensive 2017 einen verstärkten Anreiz für qualitativ hochwertige Sanierungen von Betriebsgebäuden und den Einsatz neuer, innovativer Technologien. Die Förderung ist abhängig von der Sanierungsqualität und beträgt bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Einzelmaßnahmen werden pauschal anhand der Größe der sanierten Bauteile gefördert. So beträgt der Pauschalsatz für den Austausch von Fenstern 50 Euro pro m² oder für die Dämmung der obersten Geschossdecke 6 Euro pro m². Abgerundet wird das Programm durch neue Angebote für die Klimatisierung von betrieblich genutzten Gebäuden und für Anlagen zur Bereitstellung von Prozesskälte. Gefördert werden auch energieeffiziente und umweltfreundliche Kühl- und Gefriergeräte für den gewerblichen Gebrauch.

Im Bereich der E-Mobilität konnten 2016 durch die steuerliche Begünstigung und das zusätzliche Förderregime der europaweit höchste prozentuelle Zuwachs an Neuzulassungen verzeichnet werden. Seit März 2017 sind mehr als 10.000 Elektroautos auf österreichs Straßen unterwegs. Um diese dynamische Entwicklung weiter voranzutreiben, wurde auch für 2017 und 2018 ein neues, attraktives Förderpaket geschnürt. Das Maßnahmenpaket umfasst Anreize für den Kauf von Elektro-Fahrzeugen und den Aufbau von E-Ladestationen. 

Die Förderungspauschalen liegen bei Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeugen bei 3.000 Euro und betragen 1.500 Euro für Plug-In Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender. Ein neues Förderungsangebot gibt es auch für E-Zweiräder und leichte E-Fahrzeuge. E-Mopeds und E-Motorräder werden mit 375 Euro, leichte E-Fahrzeuge mit 1.000 Euro gefördert. Bei Kleinbussen und leichten Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb beträgt die Förderung bis zu 20.000 Euro. Förderungsvoraussetzung ist jeweils der Einsatz von 100 Prozent Ökostrom.

Auch der Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur wird 2017 und 2018 fortgeführt. Die Pauschalbeträge für öffentlich zugängliche Ladestationen bewegen sich in einem Spektrum von 200 Euro für Standsäulen oder Wallboxen bis 3,7 kW Ladeleistung und von 10.000 Euro für Schnelllade-Systeme mit Wechselstrom über 43 kW oder Gleichstrom über 50 kW. 

Land Oberösterreich unterstützt zusätzlich

Mit dem am 1. März 2017 gestarteten neuen „Marktimpulsprogramm Energie“ gibt es auch auf Landesebene eine Reihe von interessanten Förderangeboten. Durch die neue Energiestrategie "Energie-Leitregion OÖ 2050" wurden die Energieförderungen neu gestaltet und auf die adaptierten Zielsetzungen abgestimmt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt im neuen Förderprogramm liegt in der verstärkten Unterstützung von KMUs. Ein besonderer Fokus wird auf die effiziente Energienutzung in Unternehmen gelegt. Dadurch sollen Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz gehoben und gezielte Marktimpulse zum Austausch ineffizienter Altanlagen gesetzt werden.

Im Förderschwerpunkt „Erneuerbare Energiegewinnungsanlagen“ werden unter anderem klassische Förderthemen wie Biomasseheizungen, Fernwärmeanschlüsse, thermische Solaranlagen, Kleinwasserkraftwerke, Wärmepumpen oder Fernkälteanwendungen aus Landesmitteln unterstützt.

Der Förderschwerpunkt „Effiziente Energienutzung“ forciert Energieeffizienzmaßnahmen bei Produktionsanlagen und Produktionsprozessen etwa durch die Auskopplung industrieller Abwärme oder die Wärmerückgewinnung bei Kälte- und Lüftungsanlagen.

Neben den bestehenden Förderschwerpunkten sollen kurzfristige Sonderaktionen neue Energiethemen anstoßen und neue Möglichkeiten aufzeigen. Dazu zählt etwa die Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken für KMUs zur Einführung eines Energiemanagementsystems oder die freiwillige Optimierung von bestehenden erneuerbaren Energiegewinnungsanlagen.

Gleichzeitig wurden auf Landesebene die Möglichkeiten der elektronischen Einreichung weiter ausgebaut. So wird die Antragszusammenfassung des Bundes auch als Antrag für die Anschlussförderung des Landes OÖ anerkannt. Damit entfällt das zweimalige Ausfüllen von Anträgen. Es muss lediglich die von der Bundesförderstelle elektronisch erhaltene Zusammenfassung des Online Antrages an die Landesförderstelle weitergeleitet werden. Detailinformationen und Einreichung unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/12846.htm


Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung

 
  •  Informationsunterlagen im Detail studieren
    Die Informationsblätter zu den einzelnen Förderangeboten sind der Schlüssel einer erfolgreichen Antragstellung. Sie klären die wichtigsten Fragen: Wer kann für welche Maßnahme einreichen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?  Wie hoch ist die Förderung? Die Informationsblätter dienen zur ersten Einschätzung der Förderungsmöglichkeiten. Die integrierte Checkliste hilft beim Zusammenstellen der Antragsunterlagen.
  • Unbedingt zum richtigen Zeitpunkt einreichen
    Bei den meisten Förderschwerpunkten, wie etwa bei der thermischen Gebäudesanierung oder umfassenden Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz muss die Antragstellung vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung erfolgen. Nur bei Pauschalförderungen – etwa für LED Leuchten oder bei den Schwerpunkten der Elektromobilität - ist die Antragstellung bis sechs Monate nach Rechnungslegung möglich. Die Details zum richtigen Zeitpunkt der Antragstellung finden Sie im jeweiligen Informationsblatt.
 
  • Eine saubere nachvollziehbare Datenaufbereitung spart Zeit
    Verständliche, vollständige und inhaltlich konsistente Unterlagen sorgen für eine rasche Förderungsabwicklung. Dies beginnt mit einer detaillierten Projektbeschreibung und endet bei der Prüfung, ob Planung und Ausführung auch tatsächlich übereinstimmen. Gehen Sie unbedingt die Checkliste im Informationsblatt durch und bearbeiten sie allfällige Nachforderungen von Dokumenten sofort. Ansonsten wird die Genehmigung oder die Auszahlung oft unnötig verzögert.
 
  • Anforderungen der Endabrechnung exakt einhalten
    Nichts ist schlimmer, als wenn am Schluss notwendige Unterlagen für die Endabrechnung fehlen. Im Idealfall sollten bereits von Beginn an alle Angebote, Rechnungen oder Dokumentationen gesammelt und den einzelnen Projektbereichen zugeordnet werden. So kann das Förderprojekt rascher, unkomplizierter und effizienter abgeschlossen werden.