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Neue Vorschriften zur Prüfberechtigung bei Heizungsanlagen

Änderungen speziell bei Gasfeuerungen

Das Land OÖ hat neue Vorschriften zur Prüfberechtigung bei Heizungsanlagen und sonstigen Gasanlagen erlassen (Oö. LuftREnTG – Überprüfungsberechtigungsverordnung LGBl. Nr. 20/2017).

Die Verordnung regelt die Voraussetzungen für die Berechtigung zur

  • Abnahme von Heizungsanlagen und wiederkehrenden Prüfung von Feuerungsanlagen zur Raumheizung
  • Abnahme und wiederkehrenden Prüfung sonstiger Gasanlagen (zB Biogasanlagen)
  • wiederkehrenden Inspektion von Heizungsanlagen hinsichtlich Energieeffizienz.

Die Verordnung legt die beruflichen Berechtigungen fest, mit denen eine Prüfberechtigung beim Land Oberösterreich beantragt werden kann. Bei der Überprüfung von Heizungsanlagen, die mit festen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden, gibt es keine wesentlichen Änderungen zur der bisherigen Rechtslage.

Bei Heizungsanlagen, die mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und sonstigen Gasanlagen wurde der mögliche Kreis der Überprüfungsberechtigten jedoch wesentlich erweitert. Beispielsweise dürfen jetzt auch Überprüfungs- und Wartungsfirmen, Rauchfangkehrer oder bestimmte Ingenieurbüros wiederkehrende Überprüfungen von gasbefeuerten Heizungsanlagen durchführen. Die sicherheitstechnische Überprüfung von Gas-Inneninstallationen ist jedoch weiterhin nur Gas- und Sanitärtechnikern sowie Ziviltechnikern für Gas- und Feuerungstechnik erlaubt.

Neu im Gasbereich ist auch der Entfall einer speziellen Berechtigung für die prüfenden Personen („Gasorgane“). Es genügt die Prüfberechtigung des Unternehmens, das diese Person beschäftigt.

Neu sind umfassendere Anforderungen an die Berechtigung zur Abnahme von Feuerungsanlagen für nicht standardisierte biogene Brennstoffe (fest, flüssig oder gasförmig) oder für Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung über 400 kW. In diesen Fällen sind auch die Voraussetzungen an Sachverständige im Sinn des Emissionsschutzgesetzes für Kesselanlagen zu erfüllen (mindestens einjährige Erfahrung mit entsprechenden Messungen, Qualitätssicherung, ausschließliche Verwendung validierter Messmethoden etc.). Das gilt auch für die umfassende wiederkehrende Überprüfung von Feuerungsanlagen mit einer Brennstoffwärmeleistung ab 1 MW.

Wenn ein Unternehmen die Überprüfungen von fachlich geeigneten Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmern durchführen lässt, müssen diese zumindest alle fünf Jahre einschlägige Fortbildungen absolvieren. Fortbildungsnachweise sind im Unternehmen aufzubewahren und der Behörde auf Verlangen vorzulegen.

Die neuen Regelungen sind am 1. März 2017 in Kraft getreten. Gleichzeitig wurden die bisher geltenden Vorschriften in der Oö. Heizungsanlagen- und Brennstoffverordnung und in der Oö. Gasverordnung 2006 aufgehoben.

Nach der bisher geltenden Rechtslage erteilte Berechtigungen bzw. die zugeteilten Prüfnummern gelten weiter. Neue Berechtigungen können beim Land Oberösterreich, Abteilung Anlagen-, Umwelt- und Wasserrecht beantragt werden (T 0732/77 20-125 99, E auwr.post@ooe.gv.at).

Stand: