th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Neuerungen bei der Förderung von Photovoltaik-Anlagen

2018/2019

Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher starten am 12. März 2018

Mit der Novellierung des Ökostromgesetzes gibt es ab 2018 zwei Möglichkeiten für die Förderung von Photovoltaik-Anlagen: Zusätzlich zur bestehenden Unterstützung über geförderte Einspeisetarife gemäß § 12 Ökostromgesetz (ÖSG), gibt es ab 2018 auch Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und deren Kombination mit Stromspeichern gemäß § 27 a ÖSG.

Damit sollen zum einen private Investoren und Unternehmen dabei unterstützt werden, den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen. Zum anderen werden erneuerbare Energietechnologien besser in das gesamte Energiesystem integriert. 

OeMAG-Tarifförderung für Photovoltaikanlagen

Für die Tarifförderung der OeMAG, der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG von PV-Anlagen zwischen 5 und 200 kW peakstand 2018 ein Förderbudget von 8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung geregelt. Die Einspeisetarif-VO 2018 sieht bei Antragstellung und Vertragsabschluss im Jahr 2018 eine Vergütung von 7,91 Cent/kWh und bei Einreichung 2019 einen Tarif von 7,67 Cent/kWh vor. Zusätzlich wird ein Investitionszuschuss von 30% der Errichtungskosten - bezogen auf die Engpassleistung der Anlage - höchstens jedoch ein Betrag in Höhe von 250.- Euro/kW peak gewährt. 

Anträge auf Tarifförderung konnten bis zum 16. Jänner 2018 über die Homepage der OeMAG eingebracht werden.  Bereits in den ersten 5 Minuten ab Start der Förderung wurden von der OeMAG 3.000 Antragsteller registriert. Die Vergabe der Fördermittel erfolgte heuer erstmals nach der Höhe des, bei der Antragstellung angegebenen Eigenversorgungsanteils. Anlagen mit einem hohen Eigenversorgungsgrad wurden entsprechend vorgezogen.

OeMAG Investitionsförderung 2018/2019

Das neue Konzept der „Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher“ unterstützt die Errichtung und die Kombination von neuen oder bestehenden PV-Anlagen mit einem Stromspeicher.

Die Antragstellung für Investitionszuschüsse gemäß § 27a ÖSG für PV-Anlagen und Stromspeicher beginnt am 12.03.2018, 17:00 Uhr MEZ. Auch hier darf zum Zeitpunkt der Einreichung für den Erhalt der Förderwürdigkeit weder mit dem Bau begonnen noch eine rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Anlagenteilen getätigt worden sein!

Wie hoch ist der Investitionszuschuss?

  • Für PV-Anlagen: Der Investitionszuschuss für die PV-Anlage beträgt maximal 30% der unmittelbar für die Errichtung der PV-Anlage erforderlichen Investitionen, maximal jedoch:
  • 250.- Euro pro kW peak bei einer Leistung der PV-Anlage bis 100 kW peak
  • 200.- Euro pro kW peak bei einer Leistung der PV-Anlage von mehr als 100 kW peak bis 500 kW peak 
  • Für Stromspeicher: Wird bei einer PV-Anlage eine Speicherkapazität im Ausmaß von mindestens 0,5 kWh pro kW peak installiert oder eine bestehende Speicherkapazität erweitert, kann zusätzlich ein Investitionszuschuss von 500.- Euro pro kWh gewährt werden. Gefördert werden Stromspeicher bis max. 10 kWh pro kW peak.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Die PV-Anlage befindet sich ausschließlich auf oder an einem Gebäude, einer baulichen Anlage (z.B. Carport) oder auf einer Betriebsfläche (z.B. Lagerplätze, Werksgelände, Parkplätze; ausgenommen Grünflächen).
  • Die PV-Anlage ist bzw. wird an das öffentliche Netz angeschlossen.
  • Für die Errichtung oder Erweiterung wird keine Einspeisetarifförderung gemäß § 12 ÖSG, keine Förderung durch den Klima- und Energiefonds oder eine Landesförderung bezogen.

Wie kann ein Investitionszuschuss beantragt werden?

  • Für 2018 und 2019 stehen jeweils 15 Mio. Euro an Investitionszuschüssen für PV-Anlagen und Stromspeicher zur Verfügung. Davon werden pro Jahr mindestens 9 Mio. Euro für die Errichtung oder Erweiterung von PV-Anlagen verwendet.
  • Der Förderantrag ist vor der ersten rechtsverbindlichen Verpflichtung zur Bestellung von Anlagenteilen oder vor Beginn der Bauarbeiten einzureichen, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist.
  • Der Antrag muss über das elektronische Antragssystem der Abwicklungsstelle eingebracht werden.
  • Nach Errichtung oder Erweiterung müssen die Rechnungen und Zahlungsbelege zum Nachweis des Investitionsvolumens ebenfalls elektronisch der OeMAG vorgelegt werden.

Wann müssen die PV-Anlage bzw. die Erweiterung der Speicherkapazität in Betrieb genommen werden?

  • Die PV-Anlage bzw. die Erweiterung der Speicherkapazität muss spätestens innerhalb eines Jahres nach Zusicherung des Investitionszuschusses in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme ist durch eine Bestätigung des Netzbetreibers der OeMAG nachzuweisen.
  • Erfolgt die Inbetriebnahme nicht innerhalb eines Jahres nach Zusicherung des Investitionszuschusses, kann der Investitionszuschuss nicht in Anspruch genommen werden. Diese Frist kann im Falle von „berücksichtigungswürdigen Gründen“ von der OeMAG einmalig um weitere sechs Monate verlängert werden.

Konkrete Details zur Einreichung werden erst mit der Veröffentlichung der Förderrichtlinien verfügbar sein. Einen ersten Überblick finden Sie in der aktuellen Broschüre des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft "Mehr Sonnenstrom für Österreich".

Steuerliche Beurteilung von Photovoltaikanlagen
Die aktuellen Regelungen des Bundesministeriums für Finanzen über die steuerliche Beurteilung von Photovoltaikanlagen sind im Erlass des BMF vom 24.02.2014, BMF-010219/0488-VI/4/2013, BMF-AV Nr. 8/2014 veröffentlicht.

Das BMF unterscheidet bei der Ermittlung der Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer von Photovoltaikanlagen zwischen drei verschiedenen Nutzungstypen:

Beim Volleinspeiser wird die gesamte erzeugte Energie direkt in das Ortsnetz eingespeist und an ein Energieversorgungsunternehmen oder die OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom Österreich) verkauft. Der für den Eigenbedarf benötigte Strom wird zur Gänze von einem Energieversorgungsunternehmen aus dem Ortsnetz bezogen.

Beim Überschusseinspeiser wird die erzeugte Energie für den Eigenbedarf verwendet. Der Anteil am erzeugten Strom, der den momentanen Eigenbedarf übersteigt, wird in das Ortsnetz eingespeist und an ein Energieversorgungsunternehmen oder die OeMAG verkauft. Falls in Zeiten des Spitzenverbrauchs die selbst erzeugte Energie für den Eigenbedarf nicht ausreicht, wird der zusätzlich benötigte Strom aus dem Ortsnetz bezogen, das heißt von einem Energieversorgungsunternehmen eingekauft.

Der Inselbetrieb ist nur für die Eigenbedarfsdeckung vorgesehen, der Überschuss wird in Batterien gespeichert. Diese Form findet man etwa auf Schutzhütten, wo eine Stromversorgung durch das öffentliche Stromnetz nicht möglich ist.

PV-Tools
Einen ersten Überblick über die optimale Nutzung der solaren Stromerzeugung bietet die Broschüre „Photovoltaik-Strom aus der Sonne“ des Oö. Energiesparverbandes.

Bei optimaler Ausrichtung der Solarpanele wird in Österreich mit einer durchschnittlichen Stromerzeugung von rund 1.000 kWh pro kW peak gerechnet. Der effektive Solarertrag bezogen auf den Standort kann online unter http://www.pvaustria.at/pv-tools/ oder http://www.klimaaktiv.at/service/tools/erneuerbare/pv_rechner.html abgeschätzt werden.