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Stichtag für die zweite Runde der Energieaudits naht

§ 9 Energieeffizienz-Gesetz (EEffG) verpflichtet große Unternehmen, rund um den 1.12.2019 die Durchführung des zweiten Audits bei der Monitoringstelle nachzuweisen.

Ausgehend vom Abschlussdatum des letzten Audits ist vier Jahre später ein Folgeaudit abzuschließen. Die Erkenntnisse des Folgeaudits sind der Monitoringstelle unverzüglich über das Online-Tool „Anwendung zum EEffG“ zu melden.

Die gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung eines Energieaudits kann von den großen Unternehmen auch als Einladung verstanden werden, sich mit dem Energieverbrauch des eigenen Unternehmens intensiv auseinanderzusetzen. Zur Identifikation jener Unternehmensbereiche, die auditiert werden müssen, werden die Energieverbräuche den Bereichen Gebäude, Prozesse und Transport zugeordnet. Alle wesentlichen konzernweiten Verbrauchsbereiche über 10 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs müssen vom Energieaudit erfasst werden.

Das Energieaudit muss auf aktuellen, gemessenen und belegbaren Betriebs- und Energieverbrauchsdaten für alle eingesetzten Energieträger beruhen. In den vergangenen vier Jahren kann es neben einer deutlichen Änderung des Energieverbrauchs auch zu großen strukturellen Veränderungen im Unternehmen gekommen sein. Daher sind eine aktuelle Erhebung der Energieverbräuche und eine Bestimmung der zu auditierenden Unternehmensbereiche elementar für die Durchführung eines korrekten und aussagekräftigen neuerlichen Energieaudits.

Für die zweite Auditrunde bietet sich an, die in der ersten Runde vorgeschlagenen Energieeffizienz­maßnahmen zu evaluieren, Gründe für eine nicht durchgeführte Umsetzung zu erörtern und weitere neue Maßnahmen ausfindig zu machen.

Der Energieauditor kann im Sinne der Kosteneffizienz und Verhältnismäßigkeit bestimmte Unternehmensbereiche wie etwa Standorte, Filialen oder Prozesse, im Rahmen eines Clusters oder stellvertretend für das Gesamtunternehmen, betrachten. Der verwendete Ansatz muss aber nachvollziehbar und für das Audit schlussendlich repräsentativ sein.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung der im Energieauditbericht vorgeschlagenen Energieeffizienzmaßnahmen gibt es nicht. Energieeffizienzmaßnahmen, die umgesetzt wurden und zu einer Endenergieeinsparung führen, können an Energielieferanten übertragen werden.

Die Meldung des Energieaudits erfolgt über die „Anwendung zum EEffG“ im Unternehmens-Service-Portal (USP). Unternehmen brauchen hierfür eine Registrierung sowohl beim USP als auch bei der Monitoringstelle. Details unter www.monitoringstelle.at.