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Werkverkehr

Was ist Werkverkehr? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?


Viele Transporte werden von Firmen mit eigenen Fahrzeugen durchgeführt. Solange nur eigene Güter befördert werden, spricht man von Werkverkehr, der in der Gewerbeordnung ausdrücklich als Nebenrechten von Unternehmen erlaubt ist. Bei LKW über 3,5 t höchstes zulässiges Gesamtgewicht muss der Werkverkehrs in den Zulassungsschein eingetragen werden.

Was ist Werkverkehr?

Unter "Werkverkehr“ fallen Transporte,  die  unter den folgenden fünf Voraussetzungen durchgeführt werden:


  1. Die beförderten Güter müssen im Eigentum des Unternehmens stehen oder vom Unternehmen gekauft, verkauft, vermietet, gemietet, erzeugt, bearbeitet, oder ausgebessert werden.
  2. Die Beförderung der Güter muss der Heranschaffung zum Unternehmen, ihrer Fortschaffung vom Unternehmen oder ihrer Überführung innerhalb oder – zum Eigengebrauch - außerhalb des Unternehmens dienen.
  3. Die verwendeten Fahrzeuge müssen vom eigenen Personal des Unternehmers oder von Leihpersonal gelenkt werden (oder vom Unternehmer selbst).
  4. Die Kraftfahrzeuge müssen dem Unternehmen gehören (auch gemietete oder geleaste Fahrzeuge sowie kurzfristige Ersatzfahrzeuge sind möglich).
  5. Die Beförderung darf nur eine Hilfstätigkeit im Rahmen des gesamten Unternehmens darstellen.


Wenn bei Fahrten regelmäßig Waren oder "eigene Güter“ transportiert werden, empfehlen wir die Eintragung der Verwendungsbestimmung "Werkverkehr“ in den Zulassungsschein.

Obwohl bei Fahrzeugen unter 3,5 t hzG das Fehlen dieser Eintragung nicht strafbar ist, sollte die Eintragung dennoch vorgenommen werden, da sie richtig ist,  keine Nachteile für die Firmen mit sich bringt, und bei einer Kontrolle durch die Exekutive die Kontrollzeit verkürzen kann.

 

Gewerblicher Güterverkehr

Werden Transporte im Rahmen eines Betriebes durchgeführt und liegen nicht (alle) der oben genannten Voraussetzungen des Werkverkehrs vor (zB. es handelt sich um fremde Waren, oder ein Händler will einen Transport direkt vom Erzeuger zum Kunden durchführen, ohne Berührung des eigenen Betriebes/Lagers), so hat der Transport im Rahmen der gewerblichen Güterbeförderung zu erfolgen. Dies ist die Beförderung von Gütern (körperliche, bewegliche Sachen, auch wenn sie keinen Verkehrswert haben) gegen ein Frachtentgelt. Sollten dabei Kraftfahrzeuge eingesetzt werden, die (incl. Anhänger) bis 3,5 t hzG haben, fallen diese unter den Begriff "Kleintransporteur“; dafür benötigt man keine speziellen Voraussetzungen. In Wien gibt es dafür eigene Kennzeichen, die mit "KT“ enden.

Sollte der eingesetzte LKW, LKW mit Anhänger oder das Sattelzugfahrzeug mehr als 3,5 t hzG haben, benötigt der Unternehmer eine Konzession für den innerstaatlichen bzw. grenzüberschreitenden Güterverkehr. Die Erlangung der Konzession ist an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden. In Wien enden diese Kenn¬zeichen mit "GT“.

Nähere Auskünfte geben die Fachgruppen der Güterbeförderung in der jeweiligen Kammer.


Private Transporte

Daneben gibt es auch noch die private Beförderung von Gütern (zB. Umzugsgut, Bootstransport, Heimbringen des Einkaufes), die nicht geregelt ist. Hier gibt es keine besonderen Vorschriften, es kommen aber auch die Bestimmungen des Kraftfahrgesetzes zur Anwendung (zB. Gewichtsgrenzen, Ladungssicherung, Abmessungen und sonstige technische Vorschriften).

Voraussetzungen des Werkverkehrs: Eintragung in den Zulassungsschein bei LKW über 3,5 t hzG

Im Güterbeförderungsgesetz ist festgehalten, dass im Werkverkehr eingesetzte Fahrzeuge nur dann eine entsprechende Eintragung im Zulassungsschein besitzen müssen (Verwendungs¬bestimmung "zur Verwendung für den Werkverkehr bestimmt“), wenn sie über 3,5 t hzG haben (ergibt sich aus § 1 Abs. 1 in Kombination mit § 11).

Wer nachträglich die Verwendungsbestimmung ändern will, kann dies kostenlos bei jeder Zulassungsstelle in eigenen Verwaltungsbezirk (Wien: jede Zulassungsstelle in Wien) tun. Vorzulegen sind:  Zulassungs- und Typenschein des Fahrzeuges sowie der Gewerbeschein.  

Früher: Werkverkehrskarte

An die Stelle der Werkverkehrskarte trat für LKW und Sattelzugfahrzeuge über 3,5 t hzG die Eintragungspflicht des "Werkverkehrs“ in den Zulassungsschein. Alte Werkverkehrskarten hatten nur bis Ende 2001 Gültigkeit, sie werden schon lange nicht mehr benötigt. Wer schweren LKW (über 3,5 t hzG) im Werkverkehr einsetzt und statt der Werkverkehr-Eintragung im Zulassungsschein noch immer eine Werkverkehrskarte besitzt, sollte rasch den Zulassungsschein ändern.


Einsatz von LKW über 3,5 t hzG im Werkverkehr und gewerblichen Güterverkehr

Gewerblichen Güterverkehr über 3,5 t hzG darf nur mit Fahrzeugen durchgeführt werden, die im Zulassungsschein die Verwendungsbestimmung "zur Verwendung für die gewerbliche Güterbeförderung“ eingetragen haben. Weiters dürfen auch Mietfahrzeuge (Mietvertrag und Beschäftigungsvertrag des Lenkers müssen mitgeführt werden) und eigene Fahrzeuge des Werkverkehrs eingesetzt werden. Es darf aber die Anzahl der in der Konzession festgelegten Fahrzeuge nicht überschritten werden. Eine Abschrift der Konzessionsurkunde bzw. die EU-Lizenz ist mitzuführen.

Werkverkehrsunternehmer dürfen Fahrzeuge über 3,5 t hzG nur einsetzen, wenn der Werkverkehr im Zulassungsschein eingetragen ist. Sie dürfen auch Mietfahrzeuge einsetzen (Mietvertrag und Beschäftigungsvertrag des Lenkers müssen mitgeführt werden), aber nicht Fahrzeuge des eigenen Betriebes mit der Verwendungsbestimmung "zur Verwendung für die gewerbliche Güterbeförderung“. Fremde Fahrzeuge mit dieser Verwendungsbestimmung dürfen sie aber anmieten. 

Rechtsgrundlagen:

§§ 1, 6, 10 und 11 Güterbeförderungsgesetz, § 37 Kraftfahrgesetz, § 32 Abs. 1 Ziffer 13 Gewerbeordnung

 


Stand: 08.03.2013

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Güterbeförderungsgesetz 1995

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