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8. Dezember: Beschäftigung rechtzeitig klären

Der 8. Dezember ist ein Feiertag, aber Handels­betriebe dürfen unter bestimmten Auflagen offen halten und auch Mitarbeiter beschäftigen.

Am Feiertag Mariä Empfängnis dürfen Handelsbetriebe Arbeitnehmer und Lehrlinge mit folgenden Tätigkeiten beschäftigen:

* Tätigkeiten zur Beratung und Betreuung von Kunden,
* Tätigkeiten im Warenverkauf,
* Tätigkeiten, die mit diesen in unmittelbarem Zusammenhang stehen
   oder ohne diese nicht durchführbar wären, sowie sonstige
   Tätigkeiten, die vom Arbeitgeber im Zusammenhang mit den
   vorstehenden Tätigkeiten verlangt werden. 

Dabei ist ein bestimmtes Verfahren und eine gesonderte Entlohnung zu beachten:

Handelsbetriebe, die am 8. Dezember ihre Verkaufsstelle geöffnet haben und Mitarbeiter beschäftigen wollen, müssen das bis spätestens Donnerstag, 10. November, dem Mitarbeiter mitteilen.

Der Mitarbeiter hat das Recht, innerhalb einer Woche nach Zugang dieser Aufforderung zur Arbeitsleistung die Beschäftigung am 8. Dezember abzulehnen. Kein Arbeitnehmer darf wegen seiner Weigerung, am 8. Dezember der Beschäftigung nachzugehen, benachteiligt werden.
Die am 8. Dezember geleisteten Arbeitsstunden müssen zusätzlich mit dem Normalstundensatz bezahlt werden. Arbeitet der Arbeitnehmer allerdings mehr als die normalerweise für diesen Wochentag vorgesehene Arbeitszeit, sind das Überstunden. Überstunden am Feiertag sind mit einem Zuschlag von 100% zu vergüten. Für die am 8. Dezember erbrachte Arbeitsleistung ist zusätzliche Freizeit zu gewähren, die auf die wöchentliche Normalarbeitszeit des Arbeitnehmers anzurechnen ist. Der Verbrauch dieser Freizeit ist einvernehmlich unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse sowie unter Bedachtnahme auf persönliche Interessen des Arbeitnehmers zu vereinbaren und bis 31. März des Folgejahres unter Fortzahlung des Entgelts zu verbrauchen. Hat ein Arbeitnehmer bis zu vier Stunden gearbeitet, erhält er vier Stunden Freizeit, hat er mehr als vier Stunden gearbeitet, erhält er dafür acht Stunden Freizeit. Eine Abgeltung in Geld ist bei aufrechtem Dienstverhältnis unzulässig.