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Die häufigsten Irreführungsvarianten

  • Aussendungen an Betriebe sind durch Bezeichnungen wie „Branchenregister“, „Firmenregister“, „Firmenverzeichnis“, „Branchenverzeichnis“, „Gelbes Branchenbuch“, „Gelbe Seiten“ etc. (gewollt) irreführend gestaltet und werden daher oft mit den Gelben Seiten von Herold verwechselt.

  • Gefälschte E-Mails im Namen des Bundesministeriums für Finanzen werden an Unternehmen versendet mit Information, dass die Empfänger aufgrund einer Überzahlung eine Steuerrückerstattung erhalten und zu diesem Zweck den enthaltenen Link aufrufen sollen. Über die dann angegebenen Bankkontodaten erfolgt dann eine Abbuchung.

  • Es wird der kostenlose Eintrag in einen „Firmenkatalog“ angeboten, im weiterführenden Text findet sich dann jedoch der kostenpflichte Bezug dieses sogenannten „Fimenkataloges“, falls man diesen Absatz nicht streicht.

  • Vortäuschung eines offiziell/amtlichen Charakters durch Mitschicken eines Zahlscheins. Symbolik der Zahlungspflicht für Einträge in offizielle Verzeichnisse wie z. B. das Firmenbuch. 

  • Vorhandenen Gratiseinträge, die nicht gekündigt wurden und nun kostenpflichtig weiterlaufen. Hier gibt es verschiedene Varianten:
    • Man erhält ein angebliches Stornofax, das sich jedoch als Neuvertrag entpuppt.
    • Es erfolgt ein Anruf zur telefonischen Vertragsaufnahme, was wiederum zu einem Neuvertrag führt, auf das Vorgespräch wird nicht eingegangen.
    • Das Unternehmen wird zur Korrektur bzw. Ergänzung der schon teilweise angeführten Daten aufgefordert. Das erweckt den Eindruck eines schon bestehenden Eintrages. Meist sind Daten auch noch fehlerhaft, sodass automatisch korrigiert und zurückgesandt wird. Der in aller Regel im Kleingedruckten versteckte Hinweis auf eine Kostenpflicht wird übersehen, da die Opfer davon ausgehen, dass es sich um eine kostenlose Datenüberprüfung handelt. Damit die Kosten im Kleingedruckten nicht leicht erkennbar sind, werden zudem Eurobeträge oft in Worten geschrieben. Korrigiert man somit seine Daten und schickt sie zurück, ist bereits ein Vertrag mit einer oft jahrelangen Laufzeit und teilweise völlig überhöhten Kosten entstanden.

  • Auch Werbeverlage, deren Mitarbeiter persönlich im Betrieb erscheinen, arbeiten mit immer fragwürdigeren Methoden, um zu Inseraten für die unterschiedlichsten Zwecke zu kommen. Diese unseriösen Angebote kommen häufig von Firmen, die ihren Firmensitz im Ausland haben. Diese Tatsache erschwert rechtliche Schritte. Meist geben diese Unternehmen nur eine Faxnummer bekannt, die nach wenigen Tagen entweder abgemeldet oder geändert wird.

    Versender solcher Schreiben, deren Name und Sitz aus den Aussendungen selten hervorgeht, handeln rechtswidrig. Sie verstoßen wegen der unaufgeforderten Faxzusendung gegen das Telekommunikationsgesetz (unzulässige Werbemaßnahme) und gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), da diese Vorgehensweise irreführend und unlauter ist. Das gleiche gilt für unerbetene Anrufe.

    Es gibt leider keine Möglichkeit einer präventiven Bekämpfung dieser Machenschaften. Wer ein solches ‚Angebot’ unterschrieben hat, soll nichts bezahlen, sondern schriftlich die Anfechtung des Vertrags wegen Irrtums erklären. Dabei ist die Wirtschaftskammer Salzburg gerne behilflich. Sollte allerdings schon Geld geflossen sein, ist die Aussicht auf Rückerstattung sehr gering.