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Wirtschaft macht Schule 

NMS Zell am See und NMS Uttendorf starten mit Pinzgauer Betrieben ein neues Schulprojekt. 

Die Idee  

Wie verbindet man Anforderungen von Betrieben mit Lerninhalten in der Schule?Die NMS Zell am See, die NMS Uttendorf und Pinzgauer Betriebe liefern gemeinsam mit Komm-Bleib und BeRG nicht nur eine Antwort sondern eine Initiative: „Wirtschaft macht Schule“. Im Kärntner Lavanttal gibt es bereits seit drei Jahren die Initiative „Wirtschaft trifft Handwerk“, die dort mit großem Erfolg durchgeführt wird. Diese Idee wird nun für den Pinzgau adaptiert, der Impuls dafür kommt vom Verein „BeRG“ und in Kooperation mit „Komm-Bleib“ erfolgt die Umsetzung.

 

Verschmelzung von Theorie und Praxis

Edwin Storfer, Lavanttaler Wirtschaftsverein Müller-Dobnik, Direktorin NMS Maria Loretto Laure Stockinger, Verein BeRG Oswald Gerhard, WK Wolfsberg Karin König-Gassner, Verein Komm-Bleib (v. l.)
© Verein Komm-Bleib Edwin Storfer, Lavanttaler Wirtschaftsverein Müller-Dobnik, Direktorin NMS Maria Loretto Laure Stockinger, Verein BeRG Oswald Gerhard, WK Wolfsberg Karin König-Gassner, Verein Komm-Bleib (v. l.).

Ab dem kommenden Schuljahr wird ein Tag im Monat vollständig einer ausgewählten Wirtschaftssparte gewidmet. An diesen Tagen unterrichten Pädagogen der NMS gemeinsam mit Unternehmern. Dabei geht es um das Kennenlernen von Berufen, Arbeitsstätten und Produkten einzelner Betriebe im Pinzgau.

Unternehmer oder auch Facharbeiter aus den verschiedensten Bereichen wie z.B. Bau, Elektrotechnik, Hotellerie, etc. werden die Schule besuchen und gemeinsam mit Pädagogen je einen Tag praxisnahen Unterricht durchführen. Durch die Abstimmung der Schulen mit den Unternehmen werden die Lerninhalte der einzelnen Fächer anhand der Themen aus dem Unternehmen vermittelt.

Die Schüler sollen nicht nur einen guten Einblick in sämtliche Berufsfelder erhalten, sondern auch in der Verschränkung von Theorie und Praxis in ihrem Lernen profitieren. Die Schüler erkennen ihre Fähigkeiten und Interessen mit Bezug zur späteren Berufswelt und informieren sich über Produkte und Anforderungen seitens der Betriebe.

Im Vordergrund stehen ein kompetenzorientierter fächerübergreifender Unterricht und das Erkennen von persönlichen Talenten und Stärken eines jeden einzelnen Jugendlichen.

 

Durchführung, erste Schritte

Bei der Kick Off Veranstaltung am 31.05.2017 in der Wirtschaftskammer Zell am See durften wir Waltraud Müller-Dobnik (Direktorin NMS Maria Loretto),  Oswald Gerhard (WK Wolfsberg) und  Edwin Storfer (Lavanttaler Wirtschaftsverein) begrüßen. Außerdem waren die NMS Zell am See, die NMS Uttendorf mit Direktorinnen und Lehrern vertreten, sowie neun heimische Unternehmen. Durch den Workshop führte Laura Stockinger von BeRG. Nach einer Präsentation des Lavanttaler Models folgte die Frage- und Diskussionsrunde. Ein zentrales Thema war natürlich der mangelnde Fachkräftenachwuchs sowie der extreme Wettkampf unter den Schulen, der auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Natürlich will keine Schule Lehrkörper abbauen und so wird um jedes Kind gekämpft, mit wenig Rücksicht auf Talente oder Voraussetzungen. Viele Eltern sind der Meinung, nur mit Matura ist ein erfolgreicher Weg im Beruf möglich. Unser duales Ausbildungssystem - also die klassische Lehre, erfährt zu wenig Wertschätzung und ist unpopulär. Es ist zu wenig bewusst, wie groß die Chancen und Möglichkeiten in der Zukunft mit einer fundierten Ausbildung durch eine Lehre sind.

Hannes Schragl, NMS Zell am See Gabriele Schwarz, Direktorin NMS Zell am See Andrea Lechner, Direktorin NMS Uttendorf Christian Ronacher, NMS Zell am See Susanne Buchner, NMS Zell am See.
© Verein Komm-Bleib Hannes Schragl, NMS Zell am See Gabriele Schwarz, Direktorin NMS Zell am See Andrea Lechner, Direktorin NMS Uttendorf Christian Ronacher, NMS Zell am See Susanne Buchner, NMS Zell am See (v. l.).,

Daher waren sich alle einig: „Wirtschaft macht Schule“ ist für die Schüler ein Mehrwert, ein zusätzliches Angebot zum Erwerb von Wirtschaftskompetenz, hier können Stärken und Potentiale von jungen Menschen erkannt werden und eine Wertschätzung für die Unternehmer im Pinzgau aufgebaut werden. Die Kinder begreifen - im wahrsten Sinne des Wortes - den Lehrstoff und lernen „am lebenden Objekt“. Hier wird Wissen über die Region aufgebaut, das Heimatgefühl gestärkt und Berufswünsche werden klarer.

Nun steht der Plan fest, gestartet wird im Herbst mit den ersten Gewerbetagen in den zwei Pilotschulen und zwar in einer dritten Klasse. Geplant sind weitere Klassen in den folgenden Schuljahren. 

Im Oktober wird der Skierzeuger BLIZZARD aus Mittersill die Schüler mitunterrichten und im November die Firma Bernd Gruber (Tischler). Weitere Termine und Firmen sind auf der Website von Komm-Bleib unter „der Verein – Aktivitäten“ zu finden. Ebenso die Infos über den Projektverlauf. Großer Wert wird darauf gelegt, dass die Region als Ganzes gesehen wird. 

Der Verein Komm-Bleib ist stolz auf seine Mitgliedsbetriebe die mit so viel Engagement und Energie an das Projekt herangehen und so einmal mehr Gespür für die Zukunft beweisen. Dafür bedankt sich Komm-Bleib herzlich. Herzlichen Dank auch an die Lehrer aus Zell am See und Uttendorf, die sich bereit erklären, diese Idee gemeinsam mit den Firmen in den Schulen umzusetzen. Nicht zuletzt vielen Dank an die Kärntner Protagonisten, die das Projekt hilfreich begleitet haben. Nähere Infos zum Verein Lavanttaler Wirtschaft gibt es HIER. 

Es haben sich mehrere Schulen für das Projekt interessiert und auch viele Unternehmer. Leider müssen wir einige vertrösten auf die später kommenden Schuljahre. Aber der Pinzgau ist groß – und wir können alle mitgestalten. Es spricht nichts dagegen, solche Pilotprojekte im Mitterpinzgau oder im Unterpinzgau ebenfalls zu installieren. Sobald die Feuerprobe im ersten Schuljahr bestanden haben, wird der Verein seine Fühler weiter ausstrecken. Es bleibt also spannend…

Ansprechpartnerin:
Karin König-Gassner, Verein Komm-Bleib, E-Mail: office@komm-bleib.at