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Vor Jahreswechsel Steuern sparen

Unternehmer können ihren zu versteuernden Gewinn des heurigen Jahres noch senken und damit Geld sparen. Hier einige Möglichkeiten.

Steuern sparen
© WKS
  1. Verschieben von Einnahmen und Vorziehen von Ausgaben
    Unternehmen mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung können z. B. Zahlungen für heuer durchgeführte Instandhaltungen bzw. Reparaturen von Betriebsgebäuden oder Maschinen zur Gänze als Betriebsausgabe absetzen, wenn sie heuer noch geleistet werden. 

    Bei bestimmten Ausgaben (z. B. Beratungs-, Miet-, Vertriebs-, Verwaltungs-, Zinskosten etc.) ist zu beachten, dass lediglich eine Vorauszahlung für das laufende und maximal das folgende Jahr steuerlich sofort abzugsfähig ist. Darüber hinaus ist eine Verteilung erforderlich. Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen oder Ausgaben sind jenem Kalenderjahr zuzurechnen, das sie wirtschaftlich betreffen, wenn sie innerhalb von 15 Tagen vor oder nach dem 31. Dezember zu- oder abfließen.

  2. Vorauszahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen
    Sie werden als Betriebsausgabe anerkannt, wenn sie das laufende Jahr betreffen und der voraussichtlichen Nachforderung der gewerblichen Sozialversicherung entsprechen.

  3. Betriebliche Investitionen
    Bei Investitionen in Anlagegüter, die im zweiten Halbjahr angeschafft wurden, steht eine Halbjahres-AfA (Abschreibung für Anlagen) zu, wenn die tatsächliche Nutzung bzw. Inbetriebnahme noch vor dem Jahresende erfolgt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 400 € können im Jahr der Anschaffung sofort abgesetzt werden.

  4. Gewinnfreibetrag ausnutzen
    Wird ins Unternehmen investiert, sollte der Gewinnfreibetrag ausgeschöpft werden. Er steht allen natürlichen Personen unabhängig von der Gewinnermittlungsart zu und beträgt bis zu 13% des Gewinnes. Er kann bis zu einem Gewinn von 580.000 € geltend gemacht werden. 
    Durch die Staffelung des Prozentsatzes für Gewinne ab 175.000 € beträgt der maximale Gewinnfreibetrag 45.350 € pro Jahr. Bis 30.000 Gewinn steht er jedem Steuerpflichtigen automatisch zu, das ist der sogenannte Grundfreibetrag in Höhe von maximal 3.900 €. Ist der Gewinn höher als 30.000 €, steht ein über den Grundfreibetrag hinausgehender investitionsbedingter Gewinnfreibetrag zu, wenn im betreffenden Jahr Investitionen in bestimmte körperliche Wirtschaftsgüter oder begünstigte Wertpapiere getätigt werden. 

    Für Wirtschaftsjahre, die ab 1. Jänner 2017 beginnen, kommen wieder alle begünstigten Wertpapiere als Investition in Betracht. Bei Inanspruchnahme einer Betriebsausgabenpauschalierung steht allerdings nur der Grundfreibetrag zu. In diesem Fall sind die Investitionen irrelevant.

  5. Ausgaben für Spenden absetzen
    Spenden aus dem Betriebsvermögen zur Durchführung von Forschungs- und Lehraufgaben an bestimmte Institutionen sowie Spenden für mildtätige Zwecke sind bis zu maximal 10% des Gewinns vor Berücksichtigung eines Gewinnfreibetrags steuerlich absetzbar. Eine Liste der begünstigten Empfänger ist auf der Homepage des Finanzministeriums unter www.bmf.gv.at abrufbar. Die Zahlung muss in dem Jahr erfolgen, in dem sich der Betrag steuermindernd auswirken soll.

  6. Vergütung für die Energieabgaben 
    Die Energieabgabenvergütung soll energieintensive Produktionsunternehmen entlasten. Ein Vergütungsantrag ist spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren zu stellen. Das heißt, für das Jahr 2012 kann ein Antrag noch bis 31. Dezember 2017 gestellt werden. Die Entscheidung im Verwaltungsgerichtshofverfahren über den Ausschluss der Dienstleistungsbetriebe auf Rückvergütung der Energieabgaben ab 2011 wird weiterhin auf sich warten lassen. Dienstleistungsbetriebe mit potenziellen Vergütungsansprüchen sollten dennoch überlegen, vorsorglich einen zeitgerechten Antrag zumindest für 2012 einzubringen.

  7. Steuermindernde Kosten im Privatbereich des Unternehmers
    Hier können folgende Zahlungen steuermindernd geltend gemacht werden, wenn sie heuer noch bezahlt werden:
  • Sonderausgaben wie z. B. bestimmte Personenversicherungen,
  • Wohnraumschaffung oder -sanierung, Kirchenbeiträge etc.,
  • außergewöhnliche Belastungen wie selbst zu tragende Krankheitskosten oder Kosten für die Kinderbetreuung, private Spenden für 2017. Durch die Steuerreform 2015/2016 können Ausgaben für sogenannte Topfsonderausgaben (Personenversicherungen und Wohnraumschaffung) ab 2016 nur mehr dann abgesetzt werden, wenn der der Zahlung zugrundeliegende Vertrag vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen wurde bzw. mit der Bauausführung oder Sanierung vor dem 1. Jänner 2016 begonnen wurde.

    8. Zuwendungen für Mitarbeiter
    Auch für Dienstnehmer gibt es für bestimmte Zuwendungen steuerliche Begünstigungen. Weihnachtsgeschenke (nur Sachzuwendungen) etwa bleiben bis zu einem jährlichen Betrag von 186 € steuerfrei. Kosten für Betriebsveranstaltungen (z. B. Weihnachts- bzw. Betriebsfeiern, Betriebsausflüge) bleiben bis 365 € pro Jahr und Arbeitnehmer steuerfrei. 
    Wird dem Arbeitnehmer ein Jobticket für seine täglichen Fahrten zur Arbeit gewährt, bleibt das ebenfalls steuer- und lohn­nebenkostenfrei. Sollte das Jahressechstel 2017 (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) noch nicht zur Gänze ausgeschöpft sein, könnten z. B. Prämien noch mit 6% versteuert ausbezahlt werden.