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Absetzung für Abnutzung (AfA)

Infos im Überblick

Bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, deren Verwendung oder Nutzung sich erfahrungsgemäß über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstrecken ist der dadurch bedingte Wertverlust in Form der Absetzung für Abnutzung (Abschreibung) als Betriebsausgabe steuerlich geltend zu machen.  

Das Einkommensteuergesetz sieht vor, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzusetzen sind (nur bei geringwertigen Wirtschaftsgütern bis € 400,-- ist eine Sofortabsetzung in Jahr der Anschaffung möglich). Sonderregelungen hinsichtlich der Nutzungsdauer bestehen unter anderem für Betriebsgebäude (40 Jahre), Personen bzw. Kombinationskraftwagen (8 Jahre) und Firmenwerte (15 Jahre).  

Bemessungsgrundlage für Absetzung von Abnutzung (AfA) 

Als Bemessungsgrundlage für Berechnung der AfA sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betreffenden Wirtschaftsgutes heranzuziehen. Neben dem eigentlichen Kaufpreis sind auch Nebenkosten wie Transportspesen, Vermittlungsprovisionen, Montagekosten etc. zu berücksichtigen. Diese erhöhen die Anschaffungskosten und wirken sich letztendlich auf die Abschreibungsbasis aus. Die so ermittelte Bemessungsgrundlage ist gleichmäßig (linear) auf die betriebsgewöhnliche bzw. gesetzlich vorgeschriebene Nutzungsdauer verteilt abzusetzen. 

Nutzungsdauer bzw. Abschreibungssatz 

Von den erwähnten gesetzlichen Sonderregelungen abgesehen, findet sich keine Bestimmung darüber, wie lange die Nutzungsdauer von Wirtschaftsgütern anzusetzen ist.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bemisst sich allgemein nach der Anzahl der Jahre, in der das konkrete Wirtschaftsgut im Betrieb voraussichtlich genutzt werden kann. Die konkrete Dauer ergibt sich anhand von Erfahrungswerten bzw. ist im Schätzungswege festzulegen. In der Verwaltungspraxis haben sich, abgeleitet von der Rechtsprechung, gewisse Richtwerte entwickelt (zB 3 Jahre für PCs). In der Praxis werden auch die Werte aus der amtlichen AfA-Tabelle aus Deutschland als Richtwerte herangezogen. 

Sonderregelung für die Bestimmung der Nutzungsdauer von Baugeräten  

Für Baugeräte, die in der österreichischen Baugeräteliste 2009 (ÖBGL) enthalten sind, hat das Finanzministerium in einem Erlass die Nutzungsdauer wie folgt vorgegeben. Die in dieser Liste ausgewiesene Nutzungsdauer ist mit einem um 50% erhöhten Wert grundsätzlich als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der AfA zugrunde zu legen ist. Diese Regelung gilt erstmalig für Anschaffungen in Wirtschaftsjahren die im Veranlagungsjahr 2005 zu erfassen sind und letztmalig für Anschaffungen in Wirtschaftsjahren die vor dem 01.01.2018 beginnen (BMF-Info vom 27.02.2017 zur Nutzungsdauer von Baugeräten, BMF-010203/0095-VI/6/2017).

Die BMF-Info als Erlass kann keine Regelungen festsetzen, die im Gesetz nicht gedeckt sind. Das heißt eine von der beschriebenen Vorgehensweise abweichend ermittelte Nutzungsdauer, ist dann möglich, wenn dies entsprechend begründet werden kann. In der Praxis wird eine vom Erlass abweichende Nutzungsdauer aber wohl nur in Ausnahmefällen gewählt werden, da Betriebsprüfungen die Einhaltung die Nutzungsdauer auf Basis des Erlasses prüfen werden. Eine Abweichung erfordert daher einerseits eine ausreichend objektivierbare Begründung und anderseits wird diese in vielen Fällen vermutlich nur im Rechtsmittel durchsetzbar sein.

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