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Begünstigungen bei Betriebsaufgabe / Betriebsveräußerung

Steuerliche Möglichkeiten im Überblick

Wann ist eine Dreijahresverteilung des Aufgabe/Veräußerungsgewinnes in Betracht zu ziehen? 

Im Zusammenhang mit der Veräußerung oder Aufgabe eines Betriebes (Teilbetriebes, Mitunternehmeranteiles) kann es zu erheblichen steuerlichen Belastungen kommen, da durch die Veräußerung der bisherigen Betriebsgrundlagen bzw. durch die Entnahme von Betriebsvermögen ins Privatvermögen oftmals steuerpflichtige stille Reserven aufgedeckt werden. Um die einkommenssteuerrechtliche Belastung im Zusammenhang mit der Besteuerung dieser stillen Reserven zu vermindern, sind gesetzliche Erleichterungen vorgesehen.   

Hälftesteuersatz  

Zunächst sollte jedenfalls überprüft werden, ob nicht die Voraussetzungen für die Anwendung des halben Durchschnittsteuersatzes vorliegen. Wird der Betrieb deshalb aufgegeben bzw. veräußert, weil der Steuerpflichtige gestorben ist, erwerbsunfähig ist oder das 60. Lebensjahr vollendet hat und seine Erwerbstätigkeit einstellt, wird auf Antrag die Einkommenssteuer des Aufgabe/Veräußerungsgewinnes auf die Hälfte des auf das Gesamteinkommen entfallenden Durchschnittsteuersatzes ermäßigt. Weitere Voraussetzung ist, dass seit Betriebseröffnung oder dem letzten entgeltlichen Erwerbsvorgang sieben Jahre verstrichen sind. Bei der Anwendung der Halbsatzbegünstigung steht keine der unten angeführten anderen weiteren Begünstigungen zu.  

Freibetrag in Höhe von € 7.300,- 

Eine weitere alternative Möglichkeit zum Hälftesteuersatz hinsichtlich der Besteuerung des Aufgabe/Veräußerungsgewinnes könnte darin bestehen, dass für den Aufgabe/Veräußerungsgewinn die diesbezügliche Besteuerung sofort im Jahre der Betriebsaufgabe/Betriebsveräußerung vorgenommen wird und der dafür mögliche Freibetrag in Höhe von 7.300,- (für den gesamten Betrieb) in Anspruch genommen wird. Diese Art der Besteuerung wird dann zweckmäßig sein, wenn der Aufgabe bzw. Veräußerungsgewinn den Freibetrag nicht wesentlich übersteigt.  

Dreijahresverteilung des Aufgabe/Veräußerungsgewinnes  

Ist der Aufgabe bzw. Veräußerungsgewinn wesentlich höher als der Freibetrag bzw. auch in jenen Fällen, in denen die oben angeführten Voraussetzungen für den Hälftesteuersatz nicht erfüllt sind (z.B. das 60. Lebensjahr ist zum Zeitpunkt der Betriebsaufgabe/Veräußerung noch nicht vollendet) besteht die Möglichkeit, auf Antrag den Aufgabe bzw. Veräußerungsgewinn gleichmäßig auf 3 Jahre zu verteilen. Das erste Drittel ist beginnend in dem Veranlagungsjahr zu erfassen, in dem der Aufgabe/Veräußerungsvorgang erfolgt. Bei dieser Art der Besteuerung besteht kein begünstigter Steuersatz und kein Freibetrag zu. Als Voraussetzung ist gefordert, dass seit der Betriebseröffnung oder dem letzten entgeltlichen Erwerbsvorgang sieben Jahre (84 Monate) verstrichen sind.

Nähere Informationen zu diesem Themenbereich finden Sie in unserer Broschüre „Betriebsverkauf und Betriebsaufgabe – Auswirkungen bei der Einkommen- und Umsatzsteuer“.
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