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Betriebsausgabenpauschalierung am Beispiel des wesentlich beteiligten Gesellschafter- Geschäftsführers

Infos und Beispiel

Ein typischer Anwendungsfall für die Betriebsausgabenpauschalierung ist der wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer, der Einkünfte aus selbständiger Arbeit erzielt. Der Pauschalsatz beträgt dabei 6%. 

Zur Bemessungsgrundlage gehören dabei nicht nur die Honorare, sondern auch geldwerte Vorteile, wie beispielsweise ein KFZ-Sachbezug, dessen Höhe in Anlehnung an die Sachbezugsverordnung angesetzt werden kann. Bei geldwerten Vorteilen, die auf Basis der tatsächlichen Kosten ermittelt werden, sind nur die auf die Privatnutzung entfallenden Kostenanteile hinzuzurechnen. 

Nicht zur Bemessungsgrundlage gehören durchlaufende Posten wie z.B. Reise- und Fahrtkostenersätze, die von der GmbH (als Auftraggeber) übernommen werden. Dies gilt sowohl für Reisekosten, die von vornherein von der GmbH übernommen werden, als auch für solche, die zuerst vom Gesellschafter- Geschäftsführer (als Auftragnehmer) verausgabt  und in weiterer Folge ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass dem Kostenersatz Betriebsausgaben in gleicher Höhe gegenüberstehen, wie beispielsweise Km- Geld oder tatsächliche Nächtigungskosten. 

Neben dem 6%igen Pauschale können noch zusätzliche Ausgaben geltend gemacht werden (Details siehe Infoblatt „Die Basispauschalierung“), wobei in diesem Zusammenhang v.a. die GSVG- Beiträge sowie Reise- und Fahrtkosten relevant sind. Die Reise- und Fahrtkosten können als zusätzliche Betriebsausgabe angesetzt werden, soweit ihnen ein Kostenersatz in gleicher Höhe gegenübersteht. 

Sollte der Gesellschafter- Geschäftsführer aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung umsatzsteuerlich als Nichtunternehmer behandelt werden (siehe Rz 184 UStR), bestehen keine Bedenken, so wie beim unecht befreiten Unternehmer (z.B. Kleinunternehmer) vorzugehen.  Nach der derzeitigen Verwaltungspraxis kann die Vorsteuer, die auf die abpauschalierten Betriebsausgaben entfällt, zusätzlich zum Betriebsausgabenpauschale in Höhe des Vorsteuerpauschales (1,8% vom Umsatz) gewinnmindernd angesetzt werden. 

Beispiel

Wesentlich beteiligter Gesellschafter Geschäftsführer mit Einkünften aus selbständiger Arbeit (umsatzsteuerlich als Nichtunternehmer behandelt)

Honorar€ 85.000,-
Sachbezug KFZ€   5.000,-
Ersatz Reisekosten lt. Beleg€   1.500,-
Summe Einnahmen€  91.500,-
abzüglich:
Betriebsausgabenpauschale
(6% von 90.000)
-€   5.400,-
Vorsteuerpauschale
(1,8% von 91.500)
-€   1.647,-
GSVG- Beiträge (rund)-€  19.400,-
Reisekosten lt. Beleg-€   1.500,-
GFB- Grundfreibetrag-€   3.900,-
Gewinn €  59.653,-
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