th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

DB - Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds - FAQ

Antworten auf die wichtigsten Fragen

1. Wer ist verpflichtet den Dienstgeberbeitrag zu zahlen?

Dienstgeber, die im Bundesgebiet Dienstnehmer beschäftigen. Unter Dienstnehmer versteht das Gesetz sowohl Personen, die in einem Dienstverhältnis stehen, als auch Freie Dienstnehmer und an einer Kapitalgesellschaft wesentlich beteiligte Personen.

Als im Bundesgebiet beschäftigt gelten auch Dienstnehmer, die ins Ausland entsendet werden, jedoch nur soweit die Dienstnehmer weiterhin in Österreich sozialversichert sind.

Die Dienstgeberbeitragspflicht gilt auch für ausländische Dienstgeber, die in Österreich Dienstnehmer beschäftigen, welche in Österreich sozialversichert sind.

2. Was ist Grundlage für die Ermittlung des Dienstgeberbeitrages?

Bemessungsgrundlage ist die Summe sämtlicher Arbeitslöhne inkl. Sachbezüge und Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt), die in einem Kalendermonat an alle Dienstnehmer gezahlt wird. Bei Freien Dienstnehmern und an einer Kapitalgesellschaft wesentlich beteiligten Personen gehören auch Spesenersätze (z.B. Diäten, Kilometergeld, Telefonkostenersatz) zum beitragspflichtigen Arbeitslohn.

3. Wie hoch ist der Dienstgeberbeitrag?

Die Höhe beträgt ab 1.1.2017 4,1% (bis 31.12.2016: 4,5%) der Bemessungsgrundlage. 

4. Welche Bezüge sind nicht Teil der Bemessungsgrundlage?

Ruhe- und Versorgungsbezüge (z.B.Firmenpensionen) gesetzliche und freiwillige Abfertigungen; steuerfreie Bezüge gem. § 3 Abs. 1 Z 10, 11, 13 bis 21 EStG 1988 (z.B.: Einkünfte für begüstigte Auslandstätigkeit; Zuwendungen des AG für die Zukunftssicherung; Zuwendungen des Arbeitgebers für die Kinderbetreuung; freie oder verbilligte Mahlzeiten und Essensgutscheine, soweit lohnsteuerfrei; Tagesgelder, Nächtigungsgelder und amtliches Kilometergeld, soweit lohnsteuerfrei); Vergütungen jeder Art, die für eine ehemalige Tätigkeit an wesentlich beteiligte Gesellschafter gewährt werden; Arbeitslöhne für nach dem Behinderteneinstellungsgesetz begünstigte Personen; Arbeitslöhne von Personen, die ab dem Kalendermonat gewährt werden, der dem Monat folgt, in dem sie das 60. Lebensjahr vollendet haben. Alle anderen Bezüge – soweit keine Befreiungen bestehen - sind DB - pflichtig!

5. Welche Freigrenzen gibt es beim Dienstgeberbeitrag?

Übersteigt die Beitragsgrundlage in einem Kalendermonat nicht den Betrag von € 1.460,--, so verringert sie sich um den Freibetrag von € 1.095,--. 

6. Wann ist der Dienstgeberbeitrag zu zahlen?

Der DB ist selbst zu ermitteln und bis zum 15. des Folgemonats an das Betriebsfinanzamt zu überweisen. 

7. Gibt es eine Befreiung vom Dienstgeberbeitrag?

Selbstständige, die unter das Neugründungsförderungsgesetz fallen und eine betriebliche Struktur neu schaffen, sind unter bestimmten Voraussetzungen für maximal 12 Monate von der Entrichtung des Dienstgeberbeotrags befreit.

Achtung:
keine Befreiung bei Betriebsübernahme!

8. Sind Lehrlinge, geringfügig Beschäftigte und fallweise Beschäftigte DB-pflichtig?

Ja!

9. Sind Freie Dienstnehmer DB-pflichtig?

Ja, seit 1.1.2010!

10. Sind an Kapitalgesellschaften beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer DB-pflichtig?

Ja, wenn sie in die Gesellschaft eingegliedert sind und ihre Arbeitskraft schulden.

Laut Rechtsprechung des VwGH ist das Kriterium der betrieblichen Eingliederung auf jeden Fall gegeben, wenn jemand für längere Zeit als Geschäftsführer tätig ist.

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.