th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Einfuhrumsatzsteuer: Berechnung und Abwicklung

Beim Import von Waren aus einem Drittland fällt neben dem Zoll auch Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) an

Wie hoch ist die Einfuhrumsatzsteuer und wie wird sie berechnet?

Während der Importzoll auf der Basis des Warenwertes inklusive Frachtkosten bis zur EU Außengrenze (=Zollwert) berechnet wird, setzt sich die Bemessungsgrundlage für die  Einfuhrumsatzsteuer aus dem Zollwert, den Frachtkosten bis zum ersten inländischen Bestimmungsort und allfälligen Zollkosten zusammen. Die Höhe der Einfuhrumsatzsteuer entspricht dem Umsatzsteuersatz im Inlandshandel für dieselbe Ware (10 %, 13 % oder 20 %).

Der Betrag wird von der Zollbehörde berechnet und dem Importeur vorgeschrieben.  

Unter welchen Bedingungen kann die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden?

Grundsätzlich kann die Einfuhrumsatzsteuer in der Umsatzsteuervoranmeldung als Vorsteuer geltend gemacht werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die importierten Waren vom Unternehmer für sein Unternehmen eingeführt werden und das Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist. Außerdem muss das Unternehmen zum Zeitpunkt der Einfuhr aus umsatzsteuerlicher Sicht die Verfügungsmacht über die Ware haben.  

Achtung:
Kleinunternehmer sind nicht vorsteuerabzugsberechtigt, wodurch die Einfuhrumsatzsteuer für diese Unternehmen auf jeden Fall zum Kostenfaktor wird und den Gestehungspreis der importierten Waren erhöht.  

Unbare Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer über das Steuerkonto

Neben der klassischen Einhebung der Einfuhrumsatzsteuer durch den Zoll, gibt es für österreichische Unternehmen auch die Möglichkeit, die Einfuhrumsatzsteuer direkt beim Finanzamt zu entrichten. In diesem Fall setzt die Zollbehörde die Höhe der Einfuhrumsatzsteuer fest, der Betrag wird in der Folge jedoch direkt dem Steuerkonto des Importeurs angelastet und kann zum Fälligkeitstermin der Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden. Der große Vorteil in diesem Verfahren liegt für den Importeur in der Stundung der Bezahlung der Einfuhrumsatzsteuer bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) für diesen Zeitraum. Die Einfuhrumsatzsteuer muss also nicht mehr beim Zoll vorfinanziert werden. 

Hinweis:
Die unbare Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer kann nur von Unternehmen in Anspruch genommen werden, die in Österreich zur Umsatzsteuer erfasst sind und die die Abwicklung der EUSt über das Steuerkonto bereits beim Import beantragen.   

Nähere Details siehe auch unser Infoblatt „Importe aus Nicht–EU-Ländern“.

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.