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Kammerumlagen - FAQ

KU1, KU2, Grundumlage: Zahlungsverpflichtungen und Ermittlung

1. Welche Umlagen gibt es?

Die "Kammerumlage" gliedert sich in die Kammerumlage 1 (KU1), die Kammerumlage 2 (KU2  oder DZ) und die Grundumlage.

2. Warum gibt es verschiedene Umlagen?

Die Kammerumlagen (KU1 und KU2) dienen der Finanzierung der Wirtschaftskammer. Die Grundumlage dient hingegen ausschließlich der Finanzierung der Fachgruppen (Fachvertretungen) und Fachverbände. Sie wird von der jeweiligen Fachorganisation beschlossen und von der Wirtschaftskammer eingehoben.

Mehr Infos: Kammerumlagen-Beschlüsse

3. Wer ist verpflichtet KU 1 zu bezahlen?

Grundsätzlich sind alle Mitglieder der Wirtschaftskammerorganisation KU1-pflichtig. Dabei besteht aber folgende Freigrenze: Übersteigen die im Inland erzielten steuerbaren Umsätze im Kalenderjahr € 150.000,- nicht, so ist keine KU1 zu entrichten.

4. Was ist Grundlage für die Ermittlung der KU 1?

Zur Bemessungsgrundlage gehören zunächst alle dem Kammermitglied in Rechnung gestellten Umsatzsteuerbeträge. Hinzu kommen die vom Mitglied geschuldete Einfuhrumsatzsteuer bzw. Erwerbssteuer, sowie die auf das Kammermitglied übergegangene Umsatzsteuerschuld (Reverse Charge System). Abgezogen werden darf die Umsatzsteuer, die auf einen Eigenverbrauch  oder eine Geschäftsveräußerung entfällt.

5. Wie hoch ist die KU 1 und wann ist sie zu bezahlen?

Der KU1-Satz beträgt 3‰ der Bemessungsgrundlage. Die Kammerumlage ist eine Selbstbemessungsabgabe und somit vom Mitglied selbst zu berechnen. Die Kammerumlage ist spätestens bis zum 15. des auf das Kalendervierteljahr zweitfolgenden Kalendermonats zu entrichten. Termine für die Entrichtung sind: 15.5., 15.8., 15.11. sowie 15.2. 

6. Wer ist verpflichtet KU 2 zu bezahlen?

Grundsätzlich sind alle Mitglieder der Wirtschaftskammerorganisation, die Dienstnehmer beschäftigen, verpflichtet KU2 zu bezahlen. Übersteigen allerdings die im Kalendermonat ausgezahlten Bruttolöhne nicht den Betrag von € 1.460,--, so kann zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage dieser Betrag um € 1.095,-- reduziert werden.

7. Was ist Grundlage für die Ermittlung der KU 2?

Als Bemessungsgrundlage für die KU2 (= Dienstgeberzuschlag zum Familienlastenausgleichsfond) ist die Beitragsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfond (DB) heranzuziehen.

8. Wie hoch ist die KU 2 und wann ist sie zu bezahlen?

Der KU2-Satz setzt sich aus einem für alle Bundesländer gültigen Bundeskammeranteil in Höhe von derzeit 0,15% und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen. Aufgrund der unterschiedlichen Landeskammeranteile ergeben sich für jedes Bundesland verschiedene KU2-Sätze. Für das Jahr 2016 betragen die KU2-Sätze  (Bundes- und Landeskammeranteile zusammen) für Oberösterreich 0,36%, für Vorarlberg 0,39%, für Kärnten 0,41%, für Wien und Niederösterreich 0,40%, die Steiermark 0,39%, für Salzburg 0,42%, für Burgenland 0,44% und für Tirol 0,43%.
Die KU2 ist wie die KU1 eine Selbstberechnungsabgabe. Sie ist monatlich zu berechnen und bis spätestens 15. des nächstfolgenden Kalendermonats an das Wohnsitz – bzw. Betriebsfinanzamt (bei Körperschaften, Personenvereinigungen…) zu bezahlen.

Mehr Infos: Kammerumlagen-Hebesätze

9. Wer ist verpflichtet Grundumlage zu bezahlen?

Die Verpflichtung Grundumlage zu bezahlen trifft alle Mitglieder, und zwar für jede einzelne Berechtigung zum selbständigen Betrieb eines Unternehmens, die in den Wirkungsbereich einer Fachgruppe  eines Bundeslandes  fällt. Eine mehrfache Fachgruppenmitgliedschaft begründet auch eine mehrfache Grundumlagenpflicht.

10. Wie hoch ist die Grundumlage und wann ist sie zu bezahlen?

Da die Grundumlage jährlich von jeder Fachgruppe autonom beschlossen wird, ist sie auch bei jeder Fachgruppe unterschiedlich hoch. Die Grundumlage wird entweder auf Grund einer allgemein leicht feststellbaren Bemessungsgrundlage ermittelt (z.B. Gehaltssummen oder Umsatzsteuer) oder es wird ein fester Betrag festgesetzt. Die vorgeschriebene Grundumlage wird binnen einem Monat nach Erhalt der Vorschreibung fällig.

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