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Klein-Unternehmer-Regelung

Einfach erklärt

Klein-Unternehmer-Regelung: Wichtige Punkte

  • Umsatz-Steuer
  • Steuer-Pflicht
  •  Umsatz-Steuer-Identifikations-Nummer (kurz: UID-Nummer). Mit der Identifikations-Nummer wird der Unternehmer wiedererkannt. Jeder Unternehmer hat eine andere Identifikations-Nummer.

Wer ist Klein-Unternehmer?

Ein Klein-Unternehmer hat weniger als 30.000 Euro Umsatz pro Jahr. Ein anderes Wort für Umsatz ist Erlös.

Einmal in 5 Jahren darf die Grenze von 30.000 Euro um 15 % überschritten werden. 15 % sind 4.500 Euro.

Ein Klein-Unternehmer muss in Österreich wohnen.

Betrifft die Umsatz-Steuer auch Klein-Unternehmer?

Klein-Unternehmer müssen keine Umsatz-Steuer bezahlen. Sie können aber auch keine Vorsteuer abziehen. Vorsteuer sagt man zu der Umsatz-Steuer, die man selbst bezahlt hat.

Können Klein-Unternehmer Umsatz-Steuer zahlen?

Ein Klein-Unternehmer kann auf die Umsatz-Steuer-Befreiung verzichten. Das muss man dem Finanzamt schriftlich mitteilen. Dann muss der Klein-Unternehmer die Umsatz-Steuer auch verrechnen.

Die Umsatz-Steuer wird an das Finanzamt bezahlt. Die bezahlte Vorsteuer darf vorher von der Umsatz-Steuer abgezogen werden.

Wie lange kann man auf die Umsatz-Steuer-Befreiung verzichten?

Wenn man auf die Umsatz-Steuer-Befreiung verzichtet, gilt das für den Rest des Jahres. Und noch 4 weitere Jahre.

Erst nach Ende dieser Zeit kann man die Umsatz-Steuer-Befreiung wieder beenden. Ein anderes Wort für das Beenden ist Widerruf.

Der Widerruf muss spätestens bis Ende Jänner in dem Jahr gemacht werden, ab dem der Widerruf gelten soll.

Was ist bei den Rechnungen wichtig?

Wer von der Umsatz-Steuer befreit ist, darf keine Umsatz-Steuer auf die Rechnung schreiben. Wer das trotzdem tut, muss die Umsatz-Steuer bezahlen.

Die UID-Nummer muss nicht auf der Rechnung stehen.

Man muss auf die Steuer-Befreiung hinweisen. Dafür kann man diesen Satz auf die Rechnung schreiben: „Umsatzsteuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung“.

Braucht man eine UID-Nummer?

Werden von Unternehmen in der Europäischen Union (kurz: EU) Waren im Wert von mehr als 11.000 Euro gekauft, braucht man eine UID-Nummer. Dieser Wert von 11.000 Euro gilt für den Zeitraum von 1 Jahr.

Auch für Dienstleistungen von Unternehmen aus anderen Ländern braucht man eine UID-Nummer.

Die UID-Nummer bekommt man beim Finanzamt.

Wann müssen Klein-Unternehmer trotzdem Umsatz-Steuer zahlen?

  • Wenn die Umsatz-Steuer auf der Rechnung steht.
  • Bei Einkäufen in der EU, wenn für diese Einkäufe Steuer-Pflicht besteht.
  • Bei Dienstleistungen von Unternehmen aus anderen Ländern.
  • Bei Lieferungen in Österreich, wenn der Kunde beim Finanzamt Umsatz-Steuer-Schulden hat.
  • Bei Dienstleistungen in Österreich, wenn der Kunde beim Finanzamt Umsatz-Steuer-Schulden hat.

Muss ein Klein-Unternehmer eine Umsatz-Steuer-Voranmeldung (UVA) abgeben?

Ein Klein-Unternehmer muss nur dann eine Umsatz-Steuer-Voranmeldung (kurz: UVA) abgeben, wenn es das Finanzamt verlangt.

Für die eigene Buchhaltung braucht man eine UVA, wenn

  • für Waren aus der EU Umsatz-Steuer zu zahlen ist.
  • für Dienstleistungen von Unternehmen aus anderen Ländern Umsatz-Steuer zu zahlen ist.

Man kann dafür das Formular vom Finanzamt mit dem Namen U 30 verwenden. Ein eigenes Formular gilt aber auch.

Ist eine Jahres-Umsatz-Steuer-Erklärung Pflicht?

Eine Jahres-Umsatz-Steuer-Erklärung ist für Klein-Unternehmer mit Umsatz-Steuer-Befreiung nur dann Pflicht, wenn man Umsatz-Steuer zahlen musste.

Umsatz-Steuer muss ein Klein-Unternehmer bezahlen

  • bei Einkäufen in der EU.
  • für Dienstleistungen von ausländischen Unternehmern.

Was ist besser: Steuer-Befreiung oder Steuer-Pflicht?

Der Unternehmer soll sich schon am Anfang seiner Selbstständigkeit überlegen, was besser ist.

Für die Entscheidung wichtige Fragen sind:

  • Stellt man mehr Rechnungen an private Personen aus, oder an andere Unternehmen?
  • Werden hohe Vorsteuern zu bezahlen sein? Vorsteuer ist ein anderes Wort für die Umsatz-Steuer, die man selbst zu bezahlt hat.


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