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Lohnverrechnung: Abrechnung von Dienstnehmern ab 1.1.2017

Alles auf einen Blick: Innerbetriebliche und außerbetriebliche Abrechnung

Abrechnungen von Bezügen der Dienstnehmer sind neben den verschiedenen arbeits- und abgabenrechtlichen Gesetzen die zuständigen Kollektivverträge und bestehende Betriebsvereinbarungen zu beachten.

Pro Abrechnungsperiode (= Kalendermonat) ist

  • die innerbetriebliche Abrechnung und

  • die außerbetriebliche Abrechnung

zu unterscheiden und durchzuführen. 

Innerbetriebliche Abrechnung

Die innerbetriebliche Abrechnung umfasst die gesamte Abrechnung aller Bezüge der in einem Betrieb beschäftigten Dienstnehmer. Der Arbeitgeber hat dem Dienstnehmer eine Abrechnung für den im Kalendermonat ausbezahlten Arbeitslohn auszuhändigen.

Der Auszahlungsbetrag (=Nettobezug) ist nach folgendem Abrechnungsschema zu ermitteln:

Grundbezug (= Bruttolohn bzw. Bruttogehalt)
+ (ev.) zusätzliche Bezugsbestandteile wie zB Überstundenentlohnung, Krankenentgelt

=      Bruttobezug (= Gesamtbezug)

−      Dienstnehmeranteil zur Sozialversicherung 1)
(= Zwischensumme = Bemessungsgrundlage Lohnsteuer)
       Lohnsteuer 2)
Auszahlungsbetrag netto

zu 1) bei laufenden Bezügen

  • Arbeiter und Angestellte:  18,12 %
  • Höchstbeitragsgrundlage: € 4.980,- monatlich

Für Entgelte, die über der Höchstbeitragsgrundlage liegen werden keine Sozialversicherungsbeiträge eingehoben.

Bei geringen Einkünften reduziert sich der Dienstnehmeranteil zur SV (Arbeitslosenversicherungsbeitrag) gemäß folgender Tabelle: 

Monatliche Beitragsgrundlage Reduktion um …%
Bis   1.342,00,-  3 %
Über 1.342,00,- bis 1.464,00,-  2 %
Über 1.464,00,- bis 1.648,00,-  1 %

Achtung bei Sonderzahlungen: 
Liegt eine Sonderzahlung vor, wie z.B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, etc., unterliegt dieser Bezug nicht der Arbeiterkammerumlage und nicht dem Wohnbauförderungsbeitrag. Der Dienstnehmeranteil zur Sozialversicherung beträgt deshalb bei Arbeitern und Angestellten nur mehr 17,12 % (bzw.16,12 %, 15,12 %, 14,12 % ) Höchstbeitragsgrundlage für SZ = € 9.960,- jährlich.

zu 2)  Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine besondere Einhebungsform der Einkommensteuer. Sie ist eine Steuer des Dienstnehmers, die der Arbeitgeber einzubehalten und in einer Monatssumme für alle seine Dienstnehmer spätestens am 15. Tag des folgenden Kalendermonats an sein zuständiges Betriebsstättenfinanzamt abzuführen hat. 

Die Lohnsteuer für laufende Bezüge wird anhand der sog. „Effektiv-Tarif-Lohnsteuertabelle“ ermittelt.

LSt-Tabelle 2016

Achtung:

Liegt ein sonstiger Bezug vor, wie z.B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, etc., wird die Lohnsteuer nicht an Hand der oben genannten Tabelle ermittelt, sondern mit einem festen Steuersatz (6 % bis 25.000,- bei höheren Sonstigen Bezügen 27 % bzw. 35,75 %)  unter Berücksichtigung eines Freibetrages von max. 620,- berechnet.

Detailinformationen zum Thema „Sonstige Bezüge“ finden Sie in unserem Infoblatt „Sonstige Bezüge – Steuerliche Behandlung“.

Außerbetriebliche  Abrechnung

Die außerbetriebliche Abrechnung umfasst die Verrechnung der diversen Abzüge des Dienstnehmers (wie Lohnsteuer und Sozialversicherung) und die Zahlungen des Dienstgebers an die entsprechend dafür vorgesehenen außerbetrieblichen Stellen: 

Gebietskrankenkasse

An die Gebietskrankenkasse sind bis 15. des Folgemonats der vom Dienstnehmer einbehaltene DN-Anteil gemeinsam mit dem vom Dienstgeber zu bezahlenden DG-Anteil abzuführen:

Dienstnehmeranteil zur Sozialversicherung

  • bei laufenden Bezügen | Arbeiter und Angestellte: 18,12 %
  • bei Sonderzahlungen | Arbeiter und Angestellte: 17,12 %

Reduktion bei geringen Einkünften um 1 % -3 % (siehe oben)

Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung

  • Arbeiter und Angestellte: 21,48 %     

Achtung:
Seit 1.1.2003 gilt das „Abfertigungssystem NEU“. Für ab diesem Zeitpunkt abgeschlossene Dienstverhältnisse  muss der Arbeitgeber 1,53 % BV-Beitrag (Betriebliche Vorsorge) vom sozialversicherungsrechtlichen Entgelt, gemeinsam mit den übrigen Sozialversicherungs-beiträgen bis zum 15. des nächstfolgenden Kalendermonats an die zuständige Krankenkasse einzahlen. Die GKK leitet diese BV-Beiträge an die vom Arbeitgeber ausgewählte BV-Kasse weiter.

In allen Betrieben, die erstmals Arbeitnehmer beschäftigen, hat die Auswahl einer betrieblichen Vorsorgekasse (BV-Kasse) stattzufinden. Wählt der Arbeitgeber keine BV-Kasse aus, fordert ihn zunächst der zuständige Träger der Krankenversicherung auf, binnen weiterer 3 Monate eine BV-Kasse auszuwählen. Geschieht dies nicht, erfolgt eine automatische Zuweisung zu einer BV-Kasse durch den Hauptverband der Sozialversicherungsträger. 

Weitere Details finden Sie im Infoblatt "Abfertigung Neu- Betriebliche Vorsorgekasse". 

Betriebsfinanzamt

An das Betriebsfinanzamt sind folgende Beträge abzuführen: 

Lohnsteuer

Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds

  • 4,1 % (Wert 2017; davor 4,5 %) der Summe der Arbeitslöhne in einem Kalendermonat

Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (=Wirtschaftskammerumlage 2)

von der Summe der Arbeitslöhne in einem Kalendermonat:

BundeslandHöhe DZ

Burgenland

0,44 %

Kärnten

0,41 %

Niederösterreich

0,40 %

Oberösterreich

0,36 %

Salzburg

0,42 %

Steiermark

0,39 %

Tirol

0,43 %

Vorarlberg

0,39 %

Wien

0,40 %

Gemeinde (Stadtkasse)

An die Gemeinde (Stadtkasse) sind folgende Beträge abzuführen:

  • Kommunalsteuer: 3 % der Summe der Arbeitslöhne in einem Kalendermonat
  • Dienstgeberabgabe der Gemeinde Wien (nur für Bundesland Wien): 
    € 2,- (pro Dienstnehmer pro angefangener Arbeitswoche)

Erläuterungen zu Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag

Übersteigt die Beitragsgrundlage (= Summe der monatlichen Arbeitslöhne) nicht den Betrag von

€ 1.460,- so verringert sie sich um € 1.095,- 

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