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Schreiben einer Rechnung nach dem Umsatz-Steuer-Gesetz

Einfach erklärt

Wann ist eine Rechnung Pflicht?

Für Leistungen oder Lieferungen von einem Unternehmen an ein anderes Unternehmen muss eine Rechnung ausgestellt werden. Das gilt auch, wenn die Leistung oder Lieferung an private Personen geht.

Auch wenn der Auftraggeber im Ausland ist, muss eine Rechnung geschrieben werden.

Für das Ausstellen der Rechnung hat man 6 Monate Zeit.

Für Lieferungen oder Leistungen in einem Land der Europäischen Union (kurz: EU), muss die Rechnung bis zum 15. des nächsten Monats geschrieben werden.

Was muss auf der Rechnung stehen?

Ist der End-Betrag auf der Rechnung mehr als 400 Euro, müssen diese Informationen auf der Rechnung stehen

  • Name und Adresse des Unternehmens
  • Name und Adresse des Auftraggebers
  • Menge und Art der Leistung
  • Tag oder Zeitraum der Leistung
  • Entgelt für die Lieferung oder Leistung
  • Steuersatz
  • Summe der Steuer
  • Datum der Rechnung
  • Rechnungs-Nummer
  • Umsatzsteuer-Identifikations-Nummer (kurz: UID) des Unternehmens.
    Die UID-Nummer ist eine Kenn-Nummer für das Unternehmen, die man vom Finanzamt bekommt.

Ist die UID-Nummer immer Pflicht?

Wenn es für Leistungen oder Lieferungen kein Recht auf Vorsteuer-Abzug gibt, muss keine UID-Nummer auf der Rechnung stehen.

So ist das zum Beispiel oft bei Klein-Unternehmern.

Ist der End-Betrag auf der Rechnung mehr als 10.000 Euro, muss die UID-Nummer immer auf der Rechnung stehen.

Was ist bei Rechnungen bis 400 Euro anders?

Rechnungen mit einer End-Summe bis zu 400 Euro sind Klein-Betrags-Rechnungen.

Bei Kleinbetrags-Rechnungen genügen diese Informationen

  • Name und Adresse des Unternehmens
  • Menge und Art der Leistung
  • Tag oder Zeitraum der Leistung
  • Gesamt-Summe aus Entgelt und Steuer
  • Steuersatz
  • Datum der Rechnung

Was bedeutet „Reverse Charge“?

Reverse Charge ist ein englischer Begriff und bedeutet Umkehr der Steuer-Schuld.

Bei einer Umkehr der Steuer-Schuld muss der Leistungs-Empfänger die Steuer bezahlen.

Welche Regeln gelten für „Reverse Charge“-Rechnungen?

Bei „Reverse Charge“-Rechnungen sind zusätzlich diese Angaben wichtig

  • Die UID-Nummer des Leistungs-Empfängers
  • Ein Hinweis, dass die Steuer der Auftraggeber bezahlen muss
  • Es darf nur das Entgelt auf der Rechnung stehen. Aber keine Steuer und kein Steuersatz.

Kann ich eine Rechnung auch mit E-Mail schicken?

Rechnungen darf man auch mit einer E-Mail versenden. Damit man die Vorsteuer abziehen kann, gelten besondere Regeln

  • Man weiß sicher, von wem die Rechnung kommt.
  • Der Inhalt ist echt und kann nicht verändert werden.
  • Die Rechnung muss lesbar sein.

Was passiert, wenn eine Rechnung nicht richtig ausgestellt ist?

Der Empfänger kann die Vorsteuer nicht abziehen.

Nur wenn die Steuer-Schuld vom Auftraggeber bezahlt werden muss, ist ein Vorsteuer-Abzug trotzdem möglich.

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