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Umsatz-Steuer-Identifikations-Nummer (kurz: UID-Nummer)

Einfach erklärt

Die Umsatz-Steuer-Identifikations-Nummer (kurz: UID-Nummer) wird neben der normalen Steuer-Nummer vom zuständigen Finanzamt vergeben.

Ausnahme: UID-Nummer nur auf Anfrage

3 Gruppen bekommen nur eine Umsatz-Steuer-Identifikations-Nummer, wenn sie das wollen. Dann müssen sie dem Finanzamt erklären, warum sie eine UID-Nummer brauchen. Das sind

  • Landwirte und Forstwirte
  • Unternehmer, die keine Vorsteuer abziehen dürfen.
    Das sind zum Beispiel Klein-Unternehmer mit wenig Umsatz.
  • Juristische Personen, die keine Unternehmer sind.
    Das kann zum Beispiel ein Verein sein.

Für Lieferungen in der Europäischen Union (kurz: EU) brauchen diese 3 Gruppen nur selten eine UID-Nummer. Das ist so, weil die 3 Gruppen oft eine Steuer-Befreiung haben.

Braucht man für Waren-Kauf eine UID-Nummer?

In der EU gilt für Lieferungen von Waren eine Erwerbs-Grenze von 11.000 Euro pro Jahr. Bis zu diesem Betrag braucht man für Waren-Kauf keine UID-Nummer.

Nur wer in der EU Waren um mehr als 11.000 Euro im Jahr kauft, braucht eine UID-Nummer.

Man kann auf die Erwebs-Grenze auch verzichten. Dann braucht man für den Waren-Einkauf in der EU eine UID-Nummer.

UID-Nummer und die Klein-Unternehmer-Regelung

Bei der Klein-Unternehmer-Regelung gibt es besondere Regeln zur Steuer-Pflicht.

Ein Unternehmer muss aber nicht auf die Klein-Unternehmer-Regelung verzichten, damit er eine UID-Nummer bekommt.

Wenn ein Klein-Unternehmer im Ausland seine UID-Nummer verwendet, gilt die Einkommens-Grenze von 11.000 Euro nicht mehr.

Hinweis:
Jeder Unternehmer hat nur eine UID-Nummer. Die UID-Nummer ist für alle Firmen von dem Unternehmen gleich.

Was ist bei der UID-Nummer zu beachten?

Die UID-Nummer bekommt man mit einem Bescheid vom Finanzamt.

Wichtige Änderungen im Unternehmen muss man dem Finanzamt melden. Dazu zählt besonders, wenn man sein Unternehmen schließt.

Für die Meldung hat man nur 1 Monat Zeit. 

Nimmt das Finanzamt die UID-Nummer zurück, bekommt man auch einen Bescheid vom Finanzamt.

Unternehmen aus dem Ausland

Auch Unternehmen aus dem Ausland können in Österreich eine UID-Nummer bekommen. Für den Antrag gibt es ein Formular.

Weitere Informationen dazu finden ausländische Unternehmen auf der Internetseite vom Bundes-Ministerium für Finanzen.

Wozu braucht man eine UID-Nummer?

Mit einer UID-Nummer muss man bei Geschäften in der EU keine Umsatz-Steuer bezahlen.

Bei Rechnungen mit einer Summe von mehr als 10.000 Euro muss man die UID-Nummer auf die Rechnung schreiben. Das gilt, wenn der Kunde ein Unternehmer ist.

Bei manchen Geschäften übernimmt der Kunde die Steuer-Schuld vom Unternehmer. Das ist zum Beispiel bei Bau-Aufträgen. Dann muss die UID-Nummer vom Kunden auch auf die Rechnung geschrieben werden.

Überprüfung der UID-Nummer

Nur mit einer richtigen UID-Nummer muss man bei Lieferungen in Ländern der EU keine Umsatz-Steuer bezahlen.

Bei Geschäften in Österreich ist die richtige UID-Nummer vom Lieferanten wichtig, damit man die Vorsteuer von der Umsatz-Steuer abziehen darf.

Ob die UID-Nummer der Geschäfts-Partner richtig ist, sollte daher jeder Unternehmer prüfen.

Das kann man mit Internet selbst prüfen. Auf der Internet-Seite von Finanz-Online oder auf der Internet-Seite der EU.

Wie soll man die UID-Nummer prüfen?

Es gibt 2 Möglichkeiten für die Prüfung:

  1. Man prüft, ob es die UID-Nummer wirklich gibt. Dann weiß man aber nicht, zu welchem Unternehmen die UID-Nummer gehört. Das nennt man ein einfaches Bestätigungs-Verfahren.
    Bei Unternehmen die man schon gut kennt, genügt diese Prüfung.
  2. Bei neuen Geschäfts-Partnern prüft man, ob die UID-Nummer auch zum Unternehmen passt. Das nennt man qualifiziertes Bestätigungs-Verfahren.

Nur mit dem Namen und der Adresse vom Geschäfts-Partner kann man die UID-Nummer nicht feststellen.


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