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Unternehmer als Nebenberuf

Einfach erklärt

Viele neue Unternehmer haben auch Einkünfte als Arbeitnehmer. Beim Start des Unternehmens ist das bei vielen Ein-Personen-Unternehmen so. Dann ist das Unternehmen nur ein Nebenberuf.

Wichtig!
Zuerst muss man prüfen, ob der Dienst-Vertrag erlaubt, dass man noch eine andere Arbeit dazu macht. Vielleicht braucht man die Erlaubnis vom Dienstgeber dazu.
Oder man muss es nur sagen, dass man auch selbstständig arbeiten will.

Gibt es eine Pflicht zur Versicherung?

Jeder Unternehmer ist bei der Sozial-Versicherung der gewerblichen Wirtschaft versichert. Diese Versicherung ist Pflicht. Beim Gründer-Service der Wirtschaftskammer kann man erfahren, wie man sich versichern muss.

Es gibt

  • eine Vollversicherung.
  • eine Versicherung nach der Kleinst-Unternehmer-Regelung.

Was bedeutet Steuererklärungs-Pflicht?

Eine Pflicht zur Steuer-Erklärung besteht, wenn

  • das gesamte Jahres-Einkommen mehr als 12.000 Euro ist.
  • das Einkommen aus der selbstständigen Tätigkeit mehr als 730 Euro ist.

Für Einkommen aus privatem Grundstücks-Verkauf gibt es Sonder-Regeln.

Gibt es nur Einkommen aus dem Unternehmen, muss man eine Einkommen-Steuer-Erklärung machen. Das gilt dann, wenn

  • das Einkommen von einem Einnahmen-Ausgaben-Rechner mehr als 11.000 Euro ist.
  • das Unternehmen den Gewinn mit einer Bilanz berechnet.

Das Finanzamt kann immer eine Steuer-Erklärung verlangen.

Wie wird die Einkommen-Steuer berechnet?

Für die Berechnung der Einkommen-Steuer zählt die Summe von allen Einkommen zusammen.

11.000 Euro sind von der Einkommen-Steuer befreit. Dieser Betrag wird einmal vom gesamten Einkommen abgezogen.

Die Steuer-Pflicht beginnt, wenn ein Arbeitnehmer zu seinem Gehalt mehr als 730 Euro andere Einkommen hat.

Wie viel Steuer muss man bezahlen?

Die Höhe der Steuer hängt vom Einkommen ab. Der Steuer-Satz liegt zwischen 25 % und 55 %.

Was ist Liebhaberei?

Man muss mit der nebenberuflichen Selbstständigkeit Geld verdienen wollen. Fehlt die Absicht, einen Gewinn zu machen, nennt man das Liebhaberei. Dann werden Verluste aus dem Unternehmen bei der Steuer nicht beachtet.

Über die Liebhaberei im Steuer-Recht gibt es ein Informations-Blatt.

Kosten für Ausbildung sind Werbungs-Kosten

Kosten für Ausbildung und Kosten für Fortbildung zählen oft als Werbungs-Kosten. Werbungs-Kosten sind Ausgaben, die Steuern senken.

Wichtig ist, dass die Ausbildung für ein neues Einkommen gemacht wird. Nur dann zählen die Kosten für die Ausbildung als Werbungs-Kosten. Das kann das Finanzamt auch prüfen.

Kosten für die Ausbildung zählen auch schon vor Eröffnung des Unternehmens als Werbungs-Kosten.

Die Werbungs-Kosten kann man in der Arbeitnehmer-Veranlagung von den Steuern abziehen. Die Arbeitnehmer-Veranlagung nennt man auch Steuer-Ausgleich.

Betriebs-Ausgaben vor der Unternehmens-Gründung

Es gibt Betriebs-Ausgaben, die schon vor der Unternehmens-Gründung entstehen.

Das sind zum Beispiel

  • Kosten für die Vorbereitungen.
  • Kosten für die Gründung.
  • Kosten für die Ausbildung.
  • und noch viele andere mehr.

Diese Kosten können in einer Einkommen-Steuer-Erklärung schon für das Jahr vor der Unternehmens-Gründung verrechnet werden.

Die Steuer-Erklärung für das Vorjahr muss schrifltich bis 30. April abgegeben werden.

Bei einer elektronischen Steuer-Erklärung für das Vorjahr ist der Abgabe-Termin der 30. Juni.

Umsatz-Steuer in Klein-Unternehmen

Bei Umsätzen unter 30.000 Euro im Jahr muss man keine Umsatz-Steuer an das Finanzamt bezahlen. Es kann aber auch keine Vorsteuer abgezogen werden. Vorsteuer sagt man zu der Umsatz-Steuer, die man selbst bezahlt hat. Man darf auch keine Umsatz-Steuer auf die Rechnung schreiben.

Ein Klein-Unternehmer kann auf die Umsatz-Steuer-Befreiung verzichten. Dann muss man Umsatz-Steuer bezahlen, darf aber die Vorsteuer bei den Betriebs-Ausgaben abziehen.

Der Verzicht auf die Umsatz-Steuer-Befreiung macht dann Sinn, wenn man vor der Unternehmens-Gründung viel Vorsteuer bezahlt hat.

Ein Unternehmen beim Finanzamt anmelden

Nach der Gewerbe-Anmeldung muss der Unternehmer auch das Finanzamt informieren. Dafür gibt es bei Einzel-Unternehmen einen Fragebogen. In einem Informations-Blatt steht genau, was man in den Fragebogen schreiben muss.

Auf den Fragebogen muss man seine Steuer-Nummer schreiben. Die hat man bei der Arbeitnehmer-Veranlagung bekommen.

Im Heft Steuerinformationen für Betriebsgründer stehen viele wichtige Informationen.

Zum Beispiel

  • Wie meldet man ein Unternehmen beim Finanzamt an?
  • Welche Einkunftsarten gibt es?
  • Wie errechnet man den Gewinn?
  • Wie berechnet man die Einkommen-Steuer?
  • Wie macht man eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung?
  • Was sind Betriebs-Ausgaben?
  • Was sind Betriebs-Einnahmen?

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