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Die Abschreibung betrieblich genutzter Gebäude ab 1.1.2016

Neuerungen im Überblick

Unternehmer sind verpflichtet, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Betriebsgebäuden gleichmäßig verteilt auf die Jahre der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abzuschreiben (AfA - Abschreibung für Abnutzung).

Die Abschreibungssätze für Gebäude sind gesetzlich bestimmt, es ist jedoch der Nachweis einer kürzeren Nutzungsdauer möglich (in der Regel mittels Gutachten).

Für Wirtschaftsjahre, die vor dem 1.1.2016 begonnen haben, kam -abhängig von der Art der betrieblichen Nutzung- ein jährlicher Abschreibungssatz von 3%, 2,5% bzw. 2% zur Anwendung.

Für im Jahr 2016 beginnende Wirtschaftsjahre gilt nunmehr ein einheitlicher Abschreibungssatz von 2,5% pro Jahr (entspricht einer Nutzungsdauer von 40 Jahren).

Bei für Wohnzwecke überlassenen Gebäuden beträgt der Abschreibungssatz 1,5% (entspricht einer Nutzungsdauer von rund 67 Jahren).

Der neue Abschreibungssatz ist auch auf Gebäude anzuwenden, die bereits bisher in Verwendung waren und bereits teilweise abgeschrieben sind. Der neue Abschreibungssatz ist auf die ursprüngliche Bemessungsgrundlage (insb. Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) anzuwenden und führt zu einer Reduzierung bzw. Erhöhung des jährlichen Abschreibungsbetrages, was auch eine Änderung der Restnutzungsdauer zur Folge hat.

Der neue Abschreibungsbetrag kann laut BMF- Info (BMF- Info StRefG 2015/2016) auch vereinfacht ermittelt werden („Vereinfachte Anpassungsmethode“): 

  • Betrug die bisherige Abschreibung 3%, so kann der bisherige Abschreibungsbetrag um 1/6 gekürzt werden.
  • Betrug die bisherige Abschreibung 2%, so kann der bisherige Abschreibungsbetrag um ¼ erhöht werden.

Hat der bisherige Abschreibungssatz bereits 2,5% betragen, so ergeben sich keine Änderungen. 

Beispiel:

Ein Betriebsgebäude wurde im Jänner 2006 mit Herstellungskosten von € 100.000,- fertiggestellt und sofort in Betrieb genommen. Der Abschreibungssatz betrug bisher 3%; ab 1.1.2016 2,5%. 

Bei Herstellungskosten von € 100.000,- und einem Abschreibungssatz von 3% (= 33,3 Jahre) betrug der jährliche Abschreibungsbetrag € 3.000,--. Von 2006 bis 2015 sind 10 Wirtschaftsjahre vergangen und konnte daher eine Abschreibung des Gebäudes von insgesamt € 30.000,- (10 x jährliche Abschreibung von € 3.000,-) vorgenommen werden; der Restbuchwert zum 31.12.2015 beträgt somit € 70.000,- (Herstellungskosten von € 100.000,- abzüglich bereits geltend gemachter Abschreibung von € 30.000,-) und die Restnutzungsdauer 23,3 Jahre. 

Ab 1.1.2016 beträgt die jährliche Abschreibung bei einem Abschreibungssatz von 2,5% der ursprünglichen Bemessungsgrundlage (€ 100.000,-) nunmehr € 2.500,-. Dadurch kommt es zu einer Verlängerung der Restnutzungsdauer von 23,3 Jahren auf 28 Jahre (€ 70.000,-- Restbuchwert zum 31.12.2015/ € 2.500,- neue jährliche Abschreibung = 28 Jahre). 

Zur Ermittlung des neuen Abschreibungsbetrages kann der bisherige Abschreibungsbetrag von € 3.000,- anstatt einer Neuberechnung vereinfachend um 1/6 verringert werden (1/6 von € 3.000,- = € 500,00), sodass sich auch aufgrund dieser Methode ein neuer jährlicher Abschreibungsbetrag von € 2.500,- ergibt.

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