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Familienbonus plus in der Lohnverrechnung ab 1.1.2019

Was Arbeitgeber im Zusammenhang mit FABO+ beachten müssen

Ab 1.1.2019 steht allen unbeschränkt Steuerpflichtigen mit Kindern, für die sie Familienbeihilfe erhalten, auch der Familienbonus plus (FABO+) zu.
Wenn ein Arbeitnehmer den FABO+ nicht erst durch die Arbeitnehmerveranlagung, sondern bereits monatlich erhalten will, muss er seinem Arbeitgeber folgende Dokumente vorlegen:

  • Ausgefülltes Formular E 30 (Antrag)
  • Finanzamtsbestätigung über Familienbeihilfeanspruch
  • wenn der Antragsteller zu Alimentationszahlungen verpflichtet ist: Nachweis über Zahlung des vollen Unterhaltsanspruchs (z.B. Gerichtsbescheid und Unterhaltszahlungsbelege oder Arbeitnehmer-Veranlagungsbescheid des vorangegangenen Jahres, in dem Unterhaltsabsetzbetrag berücksichtigt wurde)
  • Formular E 31 bei Änderung der Verhältnisse (z.B. Wegfall der Familienbeihilfe)

Voraussetzung für die Berücksichtigung des FABO+ ist der Bezug von Familienbeihilfe.

Der FABO+ ist ein Steuerabsetzbetrag, das heißt, er reduziert direkt die Lohnsteuer vor Abzug aller anderen Absetzbeträge (z.B. Verkehrsabsetzbetrag, Alleinverdiener- bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag). Eine über die berechnete Lohnsteuer hinausgehende Refundierung ist aber nicht möglich („nicht erstattungsfähig“).

Die Höhe ist abhängig vom Alter des Kindes und vom Land, in dem das Kind ständig wohnt.

  Kind ständig wohnhaft in
Österreich EU-Ausland oder Schweiz Im übrigen Ausland
Bis zum 18. Geburtstag 125 € monatl. 125€ x Index *) Kein Anspruch
Ab 18. Geburtstag 41,68 € monatl. 41,68 x Index *) Kein Anspruch

*) der Index der Lebenshaltungskosten wird vom BMF in einer eigenen Verordnung für jedes Land bekannt gegeben (Familienbonus plus-Absetzbeträge-EU-Anpassungsverordnung) 

Der FABO+ kann wahlweise von nur einem Elternteil zu 100% beantragt oder je zur Hälfte unter der Eltern aufgeteilt werden. Dieses Wahlrecht kann für jedes einzelne Kind separat ausgeübt werden. Die gewünschte Aufteilung ist dem Dienstgeber im E 30-Formular bekannt zu geben und darf - bei gleichbleibenden Verhältnissen – nur jeweils zu Beginn eines Kalenderjahres geändert werden. Eine Änderung der Verhältnisse (z.B. Wegfall der Familienbeihilfe, Wohnsitzverlegung des Kindes in ein anderes Land, Einstellung der verpflichtenden Unterhaltszahlungen, etc.) sind dem Arbeitgeber innerhalb eines Monats mit dem Formular E 31 zu melden.

In erster Linie haftet der Arbeitnehmer selbst für unrichtige Angaben im Formular E 30. Wenn der FABO+ ungerechtfertigt (z.B. obwohl Unterhalt nicht bezahlt wurde) oder in doppelter Höhe (z.B. von beiden Elternteilen zu 100%) in Anspruch genommen wurde, wird der Arbeitnehmer in der Arbeitnehmerveranlagung vom Finanzamt zur Rechenschaft gezogen.

Den Arbeitgeber trifft jedoch eine Sorgfaltspflicht bei offensichtlich unrichtigen Angaben.

Pflichten des Arbeitgebers im Zusammenhang mit Familienbonus plus

  • der Arbeitgeber muss den Antrag prüfen. Nur bei Nachweis des Familienbeihilfenbezugs und bei Nachweis der vollständigen Unterhaltszahlung (bei Unterhaltsverpflichteten) darf FABO+ berücksichtigt werden.
    Bei offensichtlich unrichtigen Angaben darf der Bonus nicht berücksichtigt werden
  • Das Formular E 30 (Antrag auf Berücksichtigung), E 31 (Mitteilung des Arbeitnehmers über geänderte Verhältnisse), die Finanzamt-Bestätigung über den Familienbeihilfenanspruch und eventuell die Nachweise über bezahlte Alimente sind beim Lohnkonto aufzubewahren
  • Sobald das Kind das 18.Lebensjahr vollendet hat, sollte die Berücksichtigung des FABO+ eingestellt und erst dann wieder aufgenommen werden, wenn eine neuerliche Bestätigung über den Familienbeihilfeanspruch gebracht wird
  • Auf der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung, die dem Arbeitnehmer monatlich ausgehändigt wird, ist der Familienbonus extra auszuweisen
  • Am Lohnkonto sind für jedes Kind, für das FABO+ geltend gemacht wird, Name, Versicherungsnummer samt Geburtsdatum, Wohnsitz des Kindes, sowie die Anzahl der Monate und die Höhe des FABO+ zu vermerken.