th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Der Familienbonus Plus in der Steuererklärung 2019

Die Beantragung des Familienbonus in den neuen Beilagen L1k und L1k-bF

Prinzipiell kann der Familienbonus auf zwei Arten in Anspruch genommen werden: Für Dienstnehmer gibt es die Möglichkeit, ihn bereits bei der monatlichen Lohnverrechnung berücksichtigen zu lassen; bis zum 18. Lebensjahr des Kindes können dabei monatlich bis zu € 125 berücksichtigt werden, danach monatlich € 41,68 solange für das Kind Familienbeihilfe bezogen wird. Der Dienstnehmer muss dazu das Formular E 30 ausfüllen und beim Arbeitgeber abgeben. Alternativ dazu kann der Familienbonus auch im Nachhinein in voller Höhe von bis zu € 1.500 (bis zum 18. Lebensjahr) bzw. € 500 (ab dem 18. Lebensjahr) im Rahmen der Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. Für Unternehmer bzw. Selbständige besteht nur diese Möglichkeit der jährlichen Beantragung.

Für die Berücksichtigung des Familienbonus in der Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung ist die neue Beilage L1k für 2019 zu verwenden. Wichtig ist, dass der Familienbonus im Rahmen der Erklärung jedenfalls zu beantragen ist, auch wenn er bereits bei der monatlichen Lohnverrechnung berücksichtigt wurde, andernfalls kann es zur ungewollten Vorschreibung von Nachzahlungen kommen. Das Formular L1k ist zu verwenden, wenn die familiären Verhältnisse des Antragstellers im Jahr 2019 unverändert waren und sich der Wohnsitzstaat des Kindes nicht verändert hat (Indexierung für im Ausland lebende Kinder). Den Familienbonus können der Familienbeihilfenberechtigte und/ oder dessen (Ehe-)Partner wie folgt beantragen: entweder beide jeweils zu 50% (€ 750 bzw. € 250) oder nur einer der beiden zu 100% (€ 1.500 bzw. € 500). Auch der Unterhaltsverpflichtete kann den Bonus beantragen; in diesem Fall müssen die jährlich geleisteten Unterhaltszahlungen und die Höhe der monatlichen Unterhaltsverpflichtung angegeben werden.

In besonderen Fällen, die eine monatliche Betrachtung des Familienbonus erfordern oder im Falle einer 90%/10%- Aufteilung des Familienbonus ist das Formular L1k-bF zu verwenden.

Besondere Fälle können sein:

  • Trennung der (Ehe-) Partner im Jahr 2019,
  • Begründung einer Ehe oder einer eingetragenen Partnerschaft im Jahr 2019,
  • Begründung einer Lebensgemeinschaft, die im Jahr 2019 mehr als 6 Monate betragen hat,
  • Änderung des Wohnsitzstaates des Kindes im Jahr 2019
  • Unterhaltszahlungen für das Kind wurden für das gesamte Jahr 2019 nicht in vollem Umfang geleistet,
  • Tod des (Ehe-)Partners im Jahr 2019.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Antragsteller (Familienbeihilfenberechtigter oder Unterhaltszahler) 90% des zustehenden Familienbonus beantragen: 

  • Die Eltern leben getrennt,
  • Der Antragsteller hat im Jahr mehr als die Hälfte der Kinderbetreuungskosten für das Kind und zumindest € 1.000 gezahlt,
  • Das Kind war am 1. Jänner 2019 noch nicht 10 Jahre alt (für erheblich behinderte Kinder mit erhöhter Familienbeihilfe 16 Jahre),
  • Die Kinderbetreuung erfolgte in einer dem Gesetz entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtung oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person, ausgenommen haushaltszugehörige Angehörige 

Dem anderen Elternteil stehen dann 10% Familienbonus zu.