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Ferienzeit – Ferialjobs und die steuerlichen Konsequenzen

Zu beachtende Eckpunkte

Im Sommer sammeln viele Jugendliche erste Erfahrungen am Arbeitsmarkt. Aus steuerrechtlicher Sicht gibt es folgende Eckpunkte, welche zu beachten sind:

Liegt ein Bruttobezug von bis zu 446,81 Euro (2019) monatlich vor spricht man von einer geringfügigen Beschäftigung, dies führt zu keiner Sozialversicherungs- und zu keiner Lohnsteuerpflicht. Bruttomonatsgehälter über dieser Grenze führen zur vollen Sozialversicherungspflicht und gegebenenfalls auch zur Lohnsteuerpflicht.

Bei niedrigen Jahreseinkünften kann es im Wege der Arbeitsnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung zu einer Rückvergütung der Sozialversicherungsbeiträge kommen („Negativsteuer“). Voraussetzung dafür ist der Anspruch auf den Verkehrsabsetzbetrag (Anspruch hat jeder lohnsteuerpflichtige Arbeitnehmer). Die rückzahlbare Negativsteuer ist mit 50% der geleisteten Sozialversicherungsbeiträge und maximal 400 €/Jahr begrenzt. Sollte zusätzlich noch Anspruch auf das Pendlerpauschale bestehen, erhöht sich der maximal rückerstattungsfähige Betrag auf 500 €/Jahr.

Bei Ferialjobs in Form von Werkverträgen oder freien Dienstverträgen, wird keine Lohnsteuer einbehalten. In diesem Fall ist ab einem Jahreseinkommen von 11.000 Euro eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Eventuell würde auch noch eine Umsatzsteuerpflicht entstehen, welche aber erst ab einem Umsatz von 30.000 Euro gegeben ist, da bis zu diesem Betrag die Kleinunternehmerregelung greift.

Besteht Anspruch auf Familienbeihilfe, dürfen Kinder bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres unbegrenzt verdienen, ohne dass es zu einer Rückzahlungspflicht der Familienbeihilfe kommt.

Kinder über 19 Jahre dürfen die Jahreseinkommensgrenze von 10.000 Euro nicht überschreiten, damit es zu keinem Verlust der Familienbeihilfe kommt.

Wird Studienbeihilfe bezogen gilt ebenfalls die Einkommensgrenze von jährlich 10.000 Euro.