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Der Freibetrag bei Veräußerung und Aufgabe von Betrieben

Möglichkeiten begünstigt zu versteuern im Überblick

Bei der Veräußerung ebenso wie bei der Aufgabe von Betrieben stehen dem Veräußerer bzw. Aufgebenden mehrere Möglichkeiten zu, diesen Gewinn begünstigt zu versteuern. Sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, besteht die Möglichkeit zwischen der  

  • Geltendmachung eines Freibetrags,
  • einem Antrag auf Einkünfteverteilung auf drei Jahre und
  • einem Antrag auf Halbsatzbegünstigungen  

zu wählen.  

Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Verteilung auf 3 Jahre sowie für den Hälftesteuersatz sind, dass der Steuerpflichtige entweder

  • gestorben oder
  • erwerbsunfähig ist oder
  • das 60. Lebensjahr vollendet hat und seine Erwerbstätigkeit zur Gänze einstellt und
  • seit der Eröffnung des Betriebes oder dem letzten entgeltlichen Erwerbsvorgang mindestens 7 Jahre verstrichen sind. 

Der Freibetrag kann jedoch unabhängig von den obigen Voraussetzungen bei der Veräußerung, ebenso wie bei der Aufgabe von Betrieben, Teilbetrieben oder Mitunternehmeranteilen immer geltend gemacht werden, wenn von den anderen Begünstigungen nicht Gebrauch gemacht wird. 

Die Höhe des Freibetrages bei der Veräußerung eines ganzen Betriebes beträgt 7.300 Euro. Erst jener Anteil, der - bei der Veräußerung eines ganzen Betriebes - den Betrag von 7.300 Euro übersteigt, wird steuerpflichtig.

Ein anteiliger Freibetrag steht bei der Veräußerung und Aufgabe eines Teilbetriebes zu. Dieser entspricht dem Anteil des Teilbetriebes am gesamten Betriebsvermögen. Bei der Veräußerung und Aufgabe eines Mitunternehmeranteiles ergibt sich der entsprechende Anteil aus dem Verhältnis der vertraglichen Kapitalbeteiligung. Für Körperschaften, die unter § 7 Abs. 3 KStG 1988 fallen, ist der Freibetrag nicht anwendbar.

Die Inanspruchnahme des Freibetrages wird dann sinnvoll sein, wenn die Gewinne aus der Veräußerung bzw. Aufgabe den Freibetrag nicht bzw. kaum übersteigen. 

Der Freibetrag ist von Amts wegen zu berücksichtigen, eine Antragstellung ist nicht erforderlich. 

Fallen im Zusammenhang mit der Betriebsveräußerung oder Betriebsaufgabe Gewinne im Zusammenhang mit Grundstücken an, die unter die Immobilienertragsteuer fallen, steht der Freibetrag für den restlichen Veräußerungs­gewinn dennoch ungekürzt zu.

Der Freibetrag ist eine sachliche Befreiung und keine Tarifbegünstigung (VwGH 26.9.1985, 85/14/0090). Er steht grundsätzlich nur im Jahr der Betriebsveräußerung bzw. -aufgabe zu.

Treffen ein Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinn aus einem Betrieb (Teilbetrieb, Mitunternehmeranteil) und ein laufender Verlust in einem Besteuerungszeitraum zusammen, ist zuerst der Freibetrag vom Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinn abzuziehen und erst danach der laufende Verlust in Abzug zu bringen (VwGH 22.6.1983, 83/13/0024).

Da es sich um einen betriebsbezogenen Freibetrag handelt, ist es möglich, falls in inem Jahr mehrere selbständige betriebliche Einheiten veräußert werden, dass für jede dieser betrieblichen Einheiten ein Freibetrag in Betracht kommen kann.