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Gesetzliche Pläne zur Konjunkturstärkung

Übersicht für Unternehmen

Zur Stärkung der Konjunktur wurden im Nationalrat Maßnahmen beschlossen, die die Investitionstätigkeit fördern sollen. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Maßnahmen im Überblick vor.

Konjunkturstärkungsgesetz 

Senkung des Steuertarifs von 25 % auf 20 % für die erste Tarifstufe

Einkommensteile zwischen € 11.000 und € 18.000 jährlich

Diese Maßnahme tritt rückwirkend mit 1.1.2020 in Kraft und gilt für alle Abgabenpflichtigen, welche der Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer unterliegen, daher beispielsweise für Arbeitnehmer, Selbständige, Freiberufler, Vermieter und Pensionisten. Da Niedrigverdiener nicht von der Senkung des Eingangssteuersatzes profitieren können, wird der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag von € 300 auf maximal € 400 angehoben. Ebenfalls wird der maximale SV-Bonus im Rahmen der SV-Rückerstattung von bisher € 300 auf € 400 angehoben werden.

Spitzensteuersatz

Der Spitzensteuersatz von 55 % für Einkommen ab 1 Mio. Euro wird über das Jahr 2020 hinaus bis 2025 verlängert.

Möglichkeit der degressiven Absetzung für Abnutzung (AfA)

Alternativ zur linearen Abschreibung ist eine degressive AfA mit einem Höchstsatz von 30 % des jeweiligen Buchwertes möglich. Die so entstehende Verminderung der Steuerbemessungsgrundlage sorgt für Liquidität bei unseren Unternehmen.  

Für folgende Wirtschaftsgüter ist die degressive Abschreibung ausgeschlossen:  

  1. Wirtschaftsgüter, für die eine Sonderform der Absetzung für Abnutzung vorgesehen ist (das sind insbesondere Gebäude, Kraftfahrzeuge und der Firmenwert), für Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm pro Kilometer ist sie aber ausdrücklich möglich.
  2. unkörperliche Wirtschaftsgüter,
  3. gebrauchte Wirtschaftsgüter,
  4. Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen sowie Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen.

Wurde mit der Abschreibung nach der degressiven Abschreibungsmethode begonnen, ist man grundsätzlich in den Folgejahren daran gebunden, allerdings ist ein Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode zulässig. Nicht zulässig ist hingegen der umgekehrte Wechsel von der linearen zur degressiven Abschreibung. Mehr Infos

Beschleunigte AfA bei Gebäuden

Für Gebäude, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft worden sind, gilt eine beschleunigte Absetzung für Abnutzung (AfA). Im ersten Jahr beträgt die AfA das Dreifache des „normalerweise“ anzuwendenden Prozentsatzes. (7,5 % im betrieblichen Bereich bzw. 4,5 % im außerbetrieblichen Bereich), im darauffolgenden Jahr das Zweifache (5 % bzw. 3 %). Ab dem zweitfolgenden Jahr beträgt die AfA 2,5 % im betrieblichen Bereich. 1,5% bei der Vermietung und Verpachtung. Mehr Infos

Zeitlich befristete Möglichkeit zur Gewinn-/Verlustteilung ("Verlustrücktrag")

Über einen Verlustrücktrag können einmalig Verluste aus 2020 mit Gewinnen aus dem Jahr 2019 und unter gewissen Voraussetzungen aus dem Jahr 2018 gegengerechnet werden. Dabei gilt eine Deckelung von 5 Mio. Euro. Mehr Infos

Verlängerung von Abgabenstundungen und Zahlungserleichterungen 

Die zu Beginn der Covid-19-Pandemie bis 1. Oktober 2020 gewährten Stundungen werden bis zum 15. Jänner 2021 verlängert. Das erspart den Unternehmern eine neuerliche Antragstellung. Bis 15. Jänner 2021 fallen keine Stundungszinsen an, danach werden diese schrittweise angehoben. Säumniszuschläge werden bis 31. Oktober 2020 ausgesetzt. 

Erhöhung der Flugabgabe für Kurz- und Mittelstrecken

Die Flugabgabe für Flüge ab 1. September beträgt € 30 pro Flugticket bei Kurzstreckenflügen, bei denen die Entfernung zwischen dem inländischen Abflughafen und dem Zielflugplatz weniger als 350 km beträgt, und € 12 für sonstige Flüge. Damit wird die Abgabe für Kurz- und Mittelstrecke erhöht. Für Langstrecken kommt es zu einer Senkung.


Investitionsprämiengesetz 

Ab 1. September 2020 kann für Investitionen, die zwischen 1. August und 28. Februar 2021 getätigt werden, eine Investitionsprämie in der Höhe von 7 % beantragt werden, ausgenommen sind klimaschädliche Investitionen.

Für Güter im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit/Life Science gilt ein Prämiensatz in der Höhe von 14 %.

Die Prämie ist steuerfrei und führt nicht zu einer Aufwandkürzung.

Die Abwicklung erfolgt über das Austria Wirtschaftsservice (aws). Die Richtlinie zur Beantragung der Investitionsprämie mit weiteren Details befindet sich noch in Ausarbeitung.