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Änderungen beim „Kontrollsechstel“ ab 2021

Infos für die Lohnverrechnung

Welche Neuerungen bzw. Verbesserungen gibt es beim Kontrollsechstel ab 2021?  

Seit 1.1.2020 (gem. StRefG 2020) ist das sog. „Kontrollsechstel“ bei der Versteuerung von Sonderzahlungen zu berücksichtigen. Es wird bei Auszahlung des letzten laufenden Bezuges im Kalenderjahr ermittelt und soll gewährleisten, dass nicht mehr als das tatsächliche Sechstel der laufenden Bezüge des Kalenderjahres der begünstigten Besteuerung gemäß § 67 Abs 1 EStG unterliegt. Wurde im laufenden Jahr mehr als das Kontrollsechstel begünstigt versteuert, hat eine Aufrollung und Versteuerung des Überhangs nach Tarif zu erfolgen.

Galt schon bisher eine Ausnahme des Kontrollsechstels im Falle der Elternkarenz (Mutterschutz und Papamonat), sind seit 1.1.2021 durch das COVID-19 Steuermaßnahmengesetz zahlreiche weitere Ausnahmen hinzugekommen: 

  • Elternkarenz,
  • Bezug von Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung ohne gesetzlichen Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber,
  • Bezug von Rehabilitationsgeld gemäß § 143a ASVG,
  • Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit gemäß § 14c oder § 14d AVRAG,
  • Familienhospizkarenz oder Familienhospizteilzeit gemäß § 14a oder § 14b AVRAG,
  • Wiedereingliederungsteilzeit gemäß § 13a AVRAG,
  • Grundwehrdienst gemäß § 20 Wehrgesetz 2001 oder Zivildienst gemäß § 6 a Zivildienstgesetz 1986,
  • Bezug von Altersteilzeitgeld gemäß § 27 AlVG,
  • Teilpension gemäß § 27a AlVG oder
  • Beendigung des Dienstverhältnisses, wenn im Kalenderjahr kein neues Dienstverhältnis bei demselben Arbeitgeber oder einem mit diesem verbundenen Konzernunternehmen eingegangen wird. 

Eine wesentliche Neuerung ab dem Jahr 2021 ist, dass die verpflichtende Aufrollung auch dann gilt, wenn im laufenden Kalenderjahr weniger als das Kontrollsechstel begünstigt besteuert wurde, d.h. die Kontrollrechnung kann nunmehr auch zu einer Gutschrift führen (zB aufgrund einer Gehaltserhöhung). 

Beispiel

Gehalt Jänner bis Oktober 2.500 EUR monatlich, Urlaubsgeld im Juni in Höhe von 2.500 Euro, Gehalt ab November 2.800 EUR monatlich, Weihnachtsgeld im November in Höhe von 2.800 EUR. 

Bei Auszahlung des Weihnachtsgeldes kommt es im November zu einer Sechstelüberschreitung und ein Teil des Weihnachtsgeldes, der so genannte Sechstelüberhang, ist zum laufenden Tarif zu besteuern. Im Dezember kann aufgrund der Neuregelung bei Berechnung des Kontrollsechstels ein Teil des Sechstelüberhangs durch Aufrollung begünstigt besteuert werden, da das Jahressechstel (=Kontrollsechstel) im Dezember aufgrund der Gehaltserhöhung höher ist (5.100 EUR), als das Jahressechstel bei Auszahlung des Weihnachtsgeldes im November (5.054,55 EUR).