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Lohnverrechnung: Die wichtigsten Änderungen auf Grund der COVID-19-Krise

Übersicht für Unternehmen

Im Rahmen der Coronakrise kam es im Bereich der Lohnverrechnung zu zahlreichen Änderungen.

Penderpauschale/Pendlereuro

Coronabedingte Homeoffice Tage und/oder Dienstverhinderungen habe keine Auswirkungen auf das Pendlerpauschale und den Pendlereuro. Diese stehen weiterhin zu. 

Zulagen und Zuschläge

Zulagen und Zuschläge, die mit dem Durchschnitt der letzten 13 Wochen im Krankenentgelt aufgrund des Ausfallsprinzips fortgezahlt werden (z.B. Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen), sind auch im Falle von COVID-19-Kurzarbeit, Telearbeit und Dienstverhinderung wegen der COVID-19-Krise innerhalb der Freibeträge des § 68 EStG steuerfrei, wenn sie vom Arbeitgeber weitergezahlt werden.

„Corona-Prämie“

Zulagen und Bonuszahlungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise für Mitarbeiter sind im Kalenderjahr 2020 bis zu einem Betrag von EUR 3.000,00 steuer- und sozialversicherungsfrei. Laut den BMF-FAQ „Corona“ besteht für die Steuerbefreiung keine Beschränkung auf bestimmte Branchen bzw. systemrelevante Berufe. Die Prämien können auch in Form von Gutscheinen geleistet werden. Die Auszahlung kann einmalig oder in mehreren Teilbeträgen aufgeteilt erfolgen. 

Die Zahlungen erhöhen nicht das Jahressechstel und werden auf dieses auch nicht angerechnet. Lohnnebenkosten (z.B. DB, DZ, KommSt) sind zu entrichten. 

Achtung: Belohnungen aufgrund von bisherigen Leistungsvereinbarungen sind nicht steuerfrei! 

„Wirtshauspaket“ - Essensgutscheine

Im Rahmen des sogenannten Wirtshauspakets kommt es zu einer Erhöhung der Steuerbefreiung auf Essensgutscheine von EUR 4,40 auf EUR 8,00 bzw. auf Lebensmittelgutscheine von EUR 1,10 auf EUR 2,00. Diese Regelung gilt ab 1.7.2020. Diese sind auch sozialversicherungsfrei. 

Änderung in der Sachbezugswerteverordnung

Im Rahmen der Umstellung der CO2-Emissionswertmessung vom NEFZ-Verfahren auf das WLTP-Verfahren wurden die Grenzen für den höheren (2%) oder niedrigeren (1,5%) KFZ-Sachbezugswert für neu angeschaffte Firmen-KFZ neu festgesetzt.

Bis zu folgenden CO2-Grenzwerten im Jahr der erstmaligen Zulassung sind 1,5%, darüber 2% der Anschaffungskosten als Sachbezug anzusetzen. Die höheren Werte würden grundsätzlich für Zulassungen ab 1. April 2020 gelten. 

Auf Grund der COVID-19 Krise kam es auch im Bereich der Autoauslieferung und Zulassung zu erheblichen Verzögerung durch die behördlich angeordneten Betriebsschließungen. Daher wurde nun in der Sachbezugswerteverordnung eine Übergangsregelung geschaffen.

Dies gilt für Firmen-Kfz, für die bereits vor dem 1. April 2020 ein gültiger Kauf- bzw. Leasingvertrag abgeschlossen wurde und die aufgrund der Corona-Krise noch nicht zugelassen werden konnten. Bei Erstzulassung dieser Firmen-KFZ bis 30. Mai 2020 kann weiterhin der bis 31. März 2020 geltende (niedrigere) Sachbezugswert für die Privatnutzung des Firmen-KFZ angewendet werden.

Grenzwerte für „schadstoffarme Fahrzeuge“ – Sachbezug 1,5%

Jahr der Anschaffung

Maximaler CO-Emissionswert

NEFZ-Wert

WLTP-Wert

2016 oder früher

130 g pro km

2017

127 g pro km

2018

124 g pro km

2019

121 g pro km

2020 bis 31.3.

118 g pro km

2020  ab 1.4.

141 g pro km

2021

138 g pro km

2022

135 g pro km

2023

132 g pro km

2024

129 g pro km

2025 oder später

126 g pro km