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Lohnzettel bei Auslandseinkünften

Was gemeldet werden muss

Werden vom Arbeitgeber neben steuerpflichtigen nichtselbständigen Bezügen („Inlandsbezüge“), Bezüge gem § 3 Abs 1 Z 10 oder Z 11 lit b EStG („Auslandsbezüge“ bei Auslandsmontage oder Entwicklungshilfe) ausgezahlt, ist für die Auslandsbezüge ein gesonderter Lohnzettel auszustellen.

Eine (Lohn-)Steuerfreistellung kann neben der begünstigten Auslandstätigkeit auch aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens bestehen, auch in dem Fall ist ein gesonderter Lohnzettel auszustellen.

Lohnzettelarten mit Auslandstätigkeit 

Art Bezeichnung bzw. Inhalt
1 Lohnzettel für beschränkt oder unbeschränkt Steuerpflichtige („normaler“ Lohnzettel)
2 Lohnzettel über Auslandsbezüge nach § 3 Abs 1 Z 10 oder Z 11 EStG (bis 2012 + Übergangsregel)
8

Lohnzettel für Steuerpflichtige, für die aufgrund DBA keine Lohnsteuer einzubehalten ist (bei Anwendung der Befreiungsmethode; zB Lohnzettel für im Ausland

 

23

Lohnzettel über Auslandsbezüge nach ​§ 3 Abs 1 Z 10 EStG 1988 (begünstigte Auslandstätigkeit

 

24

Lohnzettel für Zeiträume, für die dem ausländischen Staat gemäß DBA mit Anrechnungsmethode das Besteuerungsrecht zugewiesen wurde; ab 1. 1. 2014

 

DBA mit Anrechnungsmethode

Wird gemäß einem DBA mit Anrechnungsmethode dem ausländischen Staat das Besteuerungsrecht zugewiesen, ist für Lohnzahlungszeiträume seit 1. 1. 2014 die Lohnzettelart 24 zu verwenden. In diesem Lohnzettel sind jene Bezüge darzustellen, für die dem ausländischen Staat das Besteuerungsrecht zukommt. Dies gilt unabhängig davon, ob der Arbeitgeber die österreichische Lohnsteuer für diese Bezüge einbehalten hat oder nicht. Für jeden anderen Staat, in dem der Arbeitnehmer während des Kalenderjahres tätig war, ist ein eigener Lohnzettel (Lohnzettelart 24) zu übermitteln.

Hinsichtlich der ausschließlich in Österreich steuerpflichtigen Inlandsbezüge aus dem Dienstverhältnis ist ein separater Lohnzettel (Lohnzettelart 1) zu übermitteln.

Die Bezugsteile sowie die anrechenbare österreichische Lohnsteuer sind entsprechend der Inlands- bzw Auslandstätigkeit den jeweiligen Lohnzettelarten zuzuordnen.

Anrechenbare inländische Lohnsteuer/anrechenbare ausländische Steuer

Die KZ 260 (anrechenbare Lohnsteuer) im Lohnzettel (zB im LZ-Art 1 und LZ-Art 24) beinhaltet lediglich die inländische anrechenbare Steuer. Wird die Auslandstätigkeit während des Kalendermonats aufgenommen bzw. beendet, ist die anrechenbare Lohnsteuer tageweise (30 Tage/Monat) zuzuordnen.

Die anrechenbare ausländische Steuer ist nicht im Lohnzettel zu erfassen, sondern im Rahmen der Veranlagung vom Arbeitnehmer im Formular L1i) auszuweisen.

Für gemäß DBA steuerfreie Bezüge bestehen – anders als bei steuerfreien Bezügen gem § 3 Abs 1 Z 10 EStG – keine besonderen Abgabenbefreiungen betreffend DB, DZ und Kommunalsteuer.

Gemäß DBA steuerfreie Bezüge sind im Rahmen des Progressionsvorbehaltes zu erfassen; es liegt ein Pflichtveranlagungstatbestand vor. Hingegen lösen die steuerfreien Bezüge gemäß § 3 Abs 1 Z 10 EStG keine Pflichtveranlagung aus.

Begünstigte Auslandstätigkeit 

Erfolgt eine Entsendung in ein Land, für welches ein DBA mit Anrechnungsmethode anzuwenden ist und sind im Rahmen der Auslandstätigkeit die Voraussetzungen der Steuerbefreiung des § 3 Abs 1 Z 10 EStG gegeben, müssen folgende Lohnzettelarten übermittelt werden:

  Lohnzettelart
DBA mit Anrechnungsmethode ist anzuwenden und AG behält LSt ein 23 und 24
DBA mit Anrechnungsmethode ist anzuwenden und AG behält LSt nicht ein (direkte Anwendung des DBA) 23 und 24

Hinsichtlich der Inlandsbezüge aus diesem Dienstverhältnis ist ein Lohnzettel (Lohnzettelart 1) zu übermitteln.

Fallen im Zuge der begünstigten Auslandstätigkeit sonstige Bezüge gem § 67 Abs 1 und 2 EStG (innerhalb des Jahressechstels, soweit nicht nach § 67 Abs 10 EStG versteuert) an, für die Österreich kein Besteuerungsrecht hat, sind diese zur Gänze im Lohnzettel (Lohnzettelart 24) darzustellen.

Stand: