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Reverse Charge bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen – B2B

Bestimmungen und Beispiel

Bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen durch österreichische Unternehmen stellt sich häufig die Frage, wie diese Dienstleistungen zu versteuern sind. Zunächst ist zu prüfen, ob diese Dienstleistungen von einem ausländischen Unternehmen (mit Sitz oder Betriebsstätte in einem anderen EU Mitgliedsstaat oder Drittland) erbracht werden. Trifft dies zu, so ist in einem nächsten Schritt der Ort der Dienstleistung zu ermitteln.

Generalklausel: Empfängerort-Prinzip ist ausschlaggebend 

Soweit nicht für einzelne Dienstleistungen Sondervorschriften bestehen, gelten Dienstleistungen an Unternehmer ausnahmslos an dem Ort als ausgeführt, von dem aus der Leistungsempfänger sein Unternehmen betreibt (Empfängerort). Wird die Dienstleistung für eine Betriebsstätte (feste Niederlassung) des Leistungsempfängers erbracht, so gilt dieser Ort als Leistungsort. Dies unabhängig davon, wo die Dienstleistung tatsächlich erbracht wird – dies kann sowohl im Inland als auch im Ausland erfolgen. 

Beispiel:
Ein österreichisches Unternehmen nimmt die Dienste eines Dolmetschers auf einer Messe in Spanien in Anspruch. Das Unternehmen weist sich mit seiner UID Nummer als Unternehmen aus. Der spanische Dolmetscher (seinerseits auch Unternehmer) legt eine Nettorechnung mit Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger (Reverse Charge).

Zum Übergang der Steuerschuld kommt es in unserem Beispiel, unabhängig davon, ob die vom Leistungserbringer ausgestellte Rechnung einen Hinweis auf diese Steuerschuld enthält oder nicht. In der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) wird unter Kennziffer 057 diese Steuerschuld (gemäß § 19 Abs 1 2. Satz UStG) eingetragen. In der UVA wird hier nur der Steuerbetrag und nicht die Bemessungsgrundlage eingetragen. Gleichzeitig können, sofern eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht, die Vorsteuern aus dieser Steuerschuld unter Kennziffer 066 in derselben UVA geltend gemacht werden.

Zum selben Ergebnis gelangt man, wenn der spanische Dolmetscher die Dienstleistung in Österreich erbringt.

Weitere Informationen

Infoseite: Reverse Charge – Umkehr der Steuerschuld bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen – B2B