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Unter welchen Bedingungen können Umsätze an eine ausländische Privatperson steuerfrei verrechnet werden?

Informationen für Unternehmen

Wenn ein österreichischer Unternehmer eine Ware an eine ausländische Privatperson in Österreich verkauft, ist in einem ersten Schritt zu überprüfen, ob es sich um eine Privatperson handelt, die ihren Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat der EU hat, oder ob der Kunde in einem Drittland (z.B. Schweiz, Serbien, etc.) ansässig ist.

Warenverkauf an Privatpersonen aus einem anderen EU Mitgliedsstaat 

Warenverkäufe an Privatpersonen, die ihren Wohnsitz in einem anderen Mitgliedsstaat der EU haben, sind grundsätzlich wie österreichische Kunden zu behandeln. Das heißt der österreichische Unternehmer stellt eine Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer und führt diese an das Finanzamt ab. Diese Umsätze werden weder in der Umsatzsteuervoranmeldung noch in der Zusammenfassenden Meldung gesondert ausgewiesen.

Eine Ausnahme von dieser Regelung bildet lediglich der Verkauf von neuen Kraftfahrzeugen. Diese müssen auch an Privatpersonen als innergemeinschaftliche Lieferung steuerfrei in Rechnung gestellt werden und unterliegen im Land des Käufers der Erwerbsbesteuerung. Der Verkauf von gebrauchten KFZ bleibt hingegen mit der österreichischen Umsatzsteuer belastet.

Warenverkauf an Privatpersonen aus einem Drittland     

Bei Warenverkäufen an Privatpersonen, die ihren Wohnsitz in einem Drittland haben, spricht man von einem Touristenexport. In diesen Fällen kann die Rechnung steuerfrei ausgestellt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: 

  • Die Ware wird vor Ablauf des 3. Kalendermonats, der auf den Monat der Lieferung folgt, im persönlichen Reisegepäck aus der EU ausgeführt,
  • der Gesamtbetrag der Rechnung übersteigt € 75,- und
  • es liegt ein vom Zollamt bestätigter Ausfuhrnachweis vor. 

Der Ausfuhrnachweis ist vom liefernden Unternehmer auszustellen und kann durch ein vollständig ausgefülltes Formular U34, ein anderes inhaltlich entsprechendes Formblatt oder eine Rechnung erbracht werden. In jedem Fall ist der Ausfuhrnachweis durch das Zollamt zu bestätigen.

Die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung sind durch eine Kopie des Reisepasses, das zollamtlich bestätigte Formular U34 bzw. die zollamtlich bestätigte Rechnung im Original nachzuweisen. In Österreich kann die Bestätigung auch durch vom Finanzministerium dazu berechtigte Unternehmen erstellt werden. Dies geschieht derzeit schon am Flughafen Wien. 

Achtung:
Wenn nicht alle Voraussetzungen für den steuerfreien Touristenexport erfüllt sind, bzw. die genannten Nachweise fehlen, bleibt der Verkäufer Schuldner der österreichischen Umsatzsteuer und muss diese im Falle einer Prüfung aus der eigenen Tasche zahlen!