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Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden

An welche Empfänger und in welcher Höhe kann man steuerbegünstigt spenden?

Katastrophenfälle

Im Zusammenhang mit akuten Katastrophenfällen - wie aktuell der Ukraine-Krieg - haben Unternehmer gemäß § 4 Abs 4 Z 9 EStG die Möglichkeit, getätigte Hilfeleistungen in Geld-oder Sachwerten als Betriebsausgabe geltend zu machen. Als Katastrophenfall kommen Naturkatastrophen (z.B. Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungs-, Lawinen-, Schneekatastrophen und Sturmschäden sowie Schäden durch Flächenbrand, Strahleneinwirkung, Erdbeben, Felssturz oder Steinschlag), technische Katastrophen (z.B. Brand- oder Explosionskatastrophen), kriegerische Ereignisse, Terroranschläge oder sonstige humanitäre Katastrophen (z.B. Seuchen, Hungersnöte, Flüchtlingskatastrophen) in Betracht.

Diese Spenden können in unbegrenzter Höhe abgezogen werden, allerdings gilt die Voraussetzung, dass mit den Hilfeleistungen eine Werbewirksamkeit für das Unternehmen einhergeht, womit inhaltlich eigentlich keine Spenden, sondern Werbeaufwendungen vorliegen. An die Werbewirksamkeit werden dabei keine allzu hohen Anforderungen gestellt, diese gilt u.a. gegeben bei medialer Berichterstattung über die Spende, bei Berichterstattung in Kundenschreiben, bei Spendenhinweisen auf Plakaten, Kassen, Homepage, Firmen-KFZ etc. oder wenn das Unternehmen im Rahmen der Eigenwerbung darauf hinweist. Für die Abzugsfähigkeit der „Katastrophenspenden“ ist es gleichgültig, wer die Spenden empfängt (z.B. Hilfsorganisationen, Gemeinden, eigene Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, andere Familien oder Personen). 

Begünstigte Einrichtungen

Neben den „Katastrophenspenden“ können gemäß § 4a EStG Geld-oder Sachspenden (bei Privatpersonen idR nur Geldspenden) nur für begünstigte Zwecke an begünstigte Einrichtungen steuerlich geltend gemacht werden. Hier ist keine Werbewirksamkeit erforderlich. Die Höhe der Abzugsfähigkeit ist allerdings begrenzt und zwar in Höhe von maximal 10% des Gewinns bzw. des Gesamtbetrags der Einkünfte. Bei den begünstigten Einrichtungen unterscheidet man zwischen Empfängern, die im Gesetz ausdrücklich aufgezählt sind und Empfängern, die zum Zeitpunkt der Spende über einen gültigen Spendenbegünstigungsbescheid verfügen und in der Liste der begünstigten Einrichtungen auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) aufscheinen.

Begünstigte Zwecke sind u.a. mildtätige Zwecke, Entwicklungszusammenarbeit, nationale und internationale Katastrophenhilfe, Umwelt-, Natur- und Artenschutz oder die Führung behördlich genehmigter Tierheime. Abziehbar sind auch Zuwendungen an Dachverbände zur Förderung des Behindertensports. Weiters sind unter bestimmten Voraussetzungen Zuwendungen im Interesse der Wissenschaft und Forschung sowie der Erwachsenenbildung und in Bereichen der Kunst und Kultur, wenn die Körperschaft Förderungen erhält, die in der Transparenzdatenbank ersichtlich gemacht sind, abziehbar. 

Als begünstige Spendenempfänger direkt im Gesetz genannt sind gemäß § 4a EStG z.B. Universitäten, die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Österreichische Nationalbibliothek oder etwa Museen von Körperschaften öffentlichen Rechts. Abziehbar sind auch Spenden an freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände. In diesen Fällen ist kein Eintrag in die Liste als Voraussetzung für den Abzug erforderlich. Ebenfalls keine Listeneintragung ist für bestimmte Stiftungen oder Fonds erforderlich, die ausschließlich der Erfüllung von Aufgaben der Forschungsförderung dienen und nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind. 

Veranlagung

Betriebliche Zuwendungen müssen in die Einkommensteuerveranlagung aufgenommen werden, um die Absetzung als Betriebsausgaben zu bewirken. Private Spenden werden elektronisch an das Finanzamt übermittelt und automatisch als Sonderausgaben berücksichtigt. 

Stand: