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Wichtige steuerliche Änderungen beschlossen

Info zu den zentralen Punkten

Am 19. September 2019 wurde in einer Sondersitzung des Nationalrats die erste Etappe der von der Bundesregierung im Frühjahr 2019 angekündigten aus drei Etappen bestehenden Steuerreform, sowie das Abgabenänderungsgesetz beschlossen.

Wenn auch Änderungen im weiteren parlamentarischen Verfahren unwahrscheinlich sind, bleibt die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt noch abzuwarten.

Die wichtigsten Punkte in den Nationalratsbeschlüssen sind: 

Schaffung einer Pauschalierungsmöglichkeit für Kleinunternehmen in der Einkommensteuer 

Unternehmer mit Umsätzen von nicht mehr als 35.000,- EUR können ab dem Veranlagungsjahr 2020 pauschal 45% der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben geltend machen (20% bei Dienstleistungsbetrieben).

Erhöhung der Betragsgrenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern 

Bisher konnten abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,- EUR sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden. Diese Grenze wird in Wirtschaftsjahren die nach dem 31.12.2019 beginnen auf 800,- EUR angehoben.

Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze 

Die Umsatzgrenze, ab deren Überschreiten Umsatzsteuerpflicht besteht, wird ab 1.1.2020 von 30.000,- EUR auf 35.000,- EUR angehoben.

Senkung des Umsatzsteuersatzes für elektronische Publikationen 

Der Umsatzsteuersatz von elektronischen Publikationen (zB E-Books) wird ab dem 1.1.2020, dem Umsatzsteuersatz von physischen Druckwerken angepasst und beträgt in der Regel nur mehr 10%.

Entfall der Umsatzsteuer-Freigrenze bei Importen 

Die bisherige Umsatzsteuer-Freigrenze von 22,- EUR bei Importen aus Drittländern entfällt. Betroffen sind Gegenstände, die nach dem 31.12.2020 eingeführt werden, bleibt jedoch die Möglichkeit dies per Verordnung in Kraft zu setzen

Steuerbefreiung bei Eigenstromerzeugung mittels Photovoltaik 

Ab 2020 ist elektrische Energie, die mittels Photovoltaik selbst erzeugt wird und nicht in das Netz eingespeist, sondern selbst verbraucht wird, von der Elektrizitätsabgabe befreit.

Anpassung der NoVA-Formel an die neuen CO²-Messwerte 

Das neue CO²- Messverfahren (WLTP-Prüfverfahren) für Fahrzeuge führt zu höheren CO²-Emissionswerten als das bisherige Prüfverfahren (NEFZ). Da die Höhe der Normverbrauchsabgabe (NoVA), die beim Ankauf eines Fahrzeuges anfällt, vom CO² Ausstoß abhängig ist, wurde die bestehende NoVA-Berechnungsformel nun annäherungsweise an die neuen CO² Emissionswerte angepasst. Die neue Formel ist auf Vorgänge nach dem 31.12.2019 anzuwenden 

Digitalsteuer

Onlinewerbeleistungen (zB Bannerwerbung, Suchmaschinenwerbung) die nach dem 31.12.2019 entgeltlich erbracht werden unterliegen der Digitalsteuer, wenn die Onlinewerbung auf dem Gerät eines Nutzers mit inländischer IP-Adresse empfangen wird und sie sich (auch) an inländische Nutzer richtet.

Erfasst sind jedoch nur Onlinewerbeleistungen von Unternehmern, die einen weltweiten Umsatz von 750 Mio. EUR und in Österreich einen Umsatz von zumindest 25 Mio. EUR aus der Durchführung von Onlinewerbeleistungen erzielen.

Die Digitalsteuer beträgt 5% des Entgelts, das der Onlinewerbeleister von seinem Auftraggeber erhält. 

Aufzeichnungs- und Meldepflichten für elektronische Schnittstellen 

Elektronische Schnittstellen (zB Marktplätze, Plattformen), die Lieferungen und Leistungen an Nichtunternehmer im Inland unterstützen, müssen Aufzeichnungen über diese Umsätze führen. Auf Verlangen sind diese Aufzeichnungen elektronisch zur Verfügung zu stellen. Übersteigen die aufzeichnungspflichtigen Umsätze 1 Mio. EUR so sind die Aufzeichnungen ohne Aufforderung zu übermitteln. Die Aufzeichnungspflicht gilt für nach dem 31.12.2019 ausgeführte Umsätze.

Stand: