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Steuerwirksam spenden

Welche Spenden man steuerlich geltend machen kann

Die Weihnachtszeit ist auch eine Zeit der Spenden. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass der Finanzminister bei bestimmten Spenden bis zu 50% mitzahlt, da die Spende als Ausgabe steuerlich geltend gemacht werden kann.

Spenden sind als freiwillige Zuwendungen steuerlich grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig. 

Eine Ausnahme besteht für Spenden an im Einkommensteuergesetz genannte Einrichtungen (Universitäten, Kunsthochschulen, bestimmte Museen, Forschungseinrichtungen, Umweltschutzorganisationen, Freiwillige Feuerwehren etc). 

Ebenso abzugsfähig sind Spenden an Empfänger, die zum Zeitpunkt der Spende über einen gültigen Spendenbegünstigungsbescheid verfügen und in der Liste der begünstigten Einrichtungen auf der Website des BMF ohne Gültigkeitsende aufscheinen. 

Diese Spenden an begünstigte Institutionen können als Betriebsausgaben (wenn aus dem Betriebsvermögen geleistet) oder als Sonderausgaben (wenn aus dem Privatvermögen geleistet) steuerlich abgezogen werden. Damit derartige Spenden noch im Jahr 2017 abgesetzt werden können, müssen sie bis spätestens 31.12.2017 gezahlt werden. 

Allerdings können auch Spenden an solche Empfänger der Höhe nicht nach unbegrenzt geltend gemacht werden. Spenden aus dem Betriebsvermögen an begünstigte Institutionen sind bis maximal 10% des Gewinns des laufenden Wirtschaftsjahres steuerlich absetzbar. Als Obergrenze gilt der Gewinn vor Berücksichtigung des Gewinnfreibetrags.  

Zusätzlich zu diesen Spenden sind als Betriebsausgaben auch Geld- und Sachspenden im Zusammenhang mit der Hilfestellung bei (nationalen und internationalen) Katastrophen (insbesondere bei Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungs- und Lawinenschäden) absetzbar, und zwar betragsmäßig unbegrenzt. Voraussetzung ist, dass sie als Werbung entsprechend vermarktet werden (zB durch Erwähnung auf der Homepage oder in Werbeprospekten des Unternehmens). 

Ebenso steuerlich unbegrenzt absetzbar sind Sponsorenbeträge an gemeinnützige, kulturelle, sportliche und ähnliche Institutionen, wenn damit eine angemessene Gegenleistung in Form von Werbeleistungen verbunden ist. Liegt eine angemessene Gegenleistung vor, handelt es sich bei derartigen Zahlungen nicht um Spenden, sondern um echten Werbeaufwand. 

Spenden an begünstigte Institutionen aus dem privaten Bereich sind als Sonderausgaben absetzbar. Auch hier ist die steuerliche Anerkennung mit 10% des aktuellen Jahreseinkommens begrenzt, wobei schon abgezogene betriebliche Spenden auf diese Grenze angerechnet werden müssen. 

Für die Berücksichtigung von Spenden aus dem Privatvermögen als Sonderausgaben im Jahr 2017 ist folgende Neuerung zu beachten: 

Spenden, Kirchenbeiträge oder Beiträge für die freiwillige Weiterversicherung oder für den Nachkauf von Versicherungszeiten in der Pensionsversicherung werden für das Jahr 2017 erstmals automatisch steuerlich berücksichtigt. 

Die Empfängerorganisationen sind verpflichtet bis spätestens Ende Februar 2018 alle Beträge, die Sie 2017 erhalten haben, dem Finanzamt via FinanzOnline zu übermitteln. Das Finanzamt berücksichtigt die Beträge nur mehr auf Grund dieser Übermittlung bei Ihrer (Arbeitnehmer) Veranlagung.

Damit das Finanzamt ihre Spende ihnen auch zuordnen kann müssen Sie der Empfängerorganisation Vor- und Zunamen (in der Form, wie er am Meldezettel aufscheint) und Geburtsdatum bekanntgeben. Aus Datenschutzgründen werden die Daten verschlüsselt und können nur vom Finanzamt für die Verwendung in der Steuerveranlagung entschlüsselt werden. 

Wollen Sie ihre Daten nicht bekanntgeben oder haben sie dies bei einer im Jahr 2017 schon erfolgten Spende nicht gemacht, kann die Spende noch immer als Betriebsausgabe in die Steuererklärung aufgenommen werden. 
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