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Geld zurück bei der NoVA

Wann und wie eine Vergütung der Normverbrauchsabgabe möglich ist

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) ist im Regelfall vor der Erstzulassung eines Motorrades, PKWs oder Kombis vom Fahrzeughändler oder Ersterwerber aus dem Ausland an das Finanzamt zu bezahlen. Wirtschaftlich trifft sie jedoch zumeist den Erwerber, da sie der Lieferant an ihn weiterverrechnet. In bestimmten Fällen wird diese Steuerlast jedoch zumindest teilweise wieder vom Finanzamt vergütet. Dies ist bis zu fünf Jahre ab Verwirklichung des Vergütungstatbestandes zulässig. 

Wann wird die NoVA vergütet?

  1. Wenn sich herausstellt, dass eine Zulassung zum Verkehr aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht oder nicht mehr in Betracht kommt
  2. Wenn binnen fünf Jahren ab Lieferung keine Zulassung erfolgt ist
  3. Bei Verwendung als Vorführ- oder Fahrschulkraftfahrzeug, Miet-, Taxi- und Gästewagen, zur kurzfristigen Vermietung (sog. „Leihwagen“) sowie als Leichenwagen, Einsatzfahrzeug der Feuerwehr oder Begleitfahrzeug für Sondertransporte
  4. Bei Lieferung/Verbringen ins Ausland durch den Zulassungsbesitzer, den Unternehmer bei betrieblicher Nutzung, einen befugten Fahrzeughändler oder den Vermieter nach Beendigung der gewerblichen Vermietung im Inland

Ändern sich die relevanten Tatsachen für die Begünstigung, weil z.B. das Fahrzeug wieder im Inland zugelassen werden soll oder ein Leihwagen nicht mehr als solcher genutzt wird, ist wiederum NoVA abzuführen.

Die Vergütung ist mit Ausnahme der begünstigten Verwendung (Punkt 3.) auch für Nichtunternehmer bzw. nicht betrieblich genutzte Kraftfahrzeuge möglich. 

Wie hoch ist die Vergütung?

Die Vergütung bemisst sich bei Gebrauchtfahrzeugen, die vor dem 1.3.2014 vom übrigen EU-Raum ins Inland gebracht wurden nach dem damals geltenden Tarif. Bei anderen Gebrauchtfahrzeugen und Neufahrzeugen gilt hingegen der aktuelle Tarif. Bemessungsgrundlage ist bei einer Lieferung der Nettoverkaufspreis, ansonsten der gemeine Wert (=der Mittelwert zwischen dem Händler-Einkaufs- und Verkaufspreis lt. Eurotax-Liste). Maximal wird die tatsächlich für das Fahrzeug entrichtete NoVA vergütet 

Welche besonderen Nachweise werden benötigt?

In allen Fällen muss die Fahrgestellnummer (Fahrzeugidentifizierungsnummer) dem Finanzamt bekanntgegeben werden.

Bei Lieferung/Verbringen ins Ausland (Punkt 2.) darf das Fahrzeug nicht (mehr) im Inland zum Verkehr zugelassen und das Fahrzeug muss in der Genehmigungsdatenbank gesperrt werden (Formular NOVA 4). Die Lieferung/das Verbringen ins Ausland ist mittels Buch- und Ausfuhrnachweis zu belegen. Für Lieferung/Verbringung ins EU-Ausland gelten hierfür die Buch- und Ausfuhrnachweise zur innergemeinschaftlichen Lieferung analog.

Die begünstigte Verwendung (Punkt 3.) ist schon im Zulassungsverfahren anzugeben und kann z.B. auch durch einen Eintrag in der Zulassungsbescheinigung nachgewiesen werden.

Die Höhe der ursprünglichen NoVA kann z.B. durch eine Rechnung mit gesondertem NoVA-Ausweis, Bescheinigung des Leasinggebers über die Höhe der abgeführten NoVA, Nachweis über den seinerzeit angewandten Steuersatz und Höhe des gemeinen Wertes (lt. Zollwert, Eurotax-Liste, Händlerlistenpreis etc.) nachgewiesen werden. 

Wie komme ich zur Vergütung?

Die Vergütung ist beim Finanzamt zu beantragen. Hierfür stehen die Formulare NOVA 1 (für Unternehmer) bzw. NOVA 2 (für Private) zur Verfügung. 

Weitere Informationen zur NoVA