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Am Ende wird bezahlt

Mit 1. Jänner 2013 trat die Auflösungsabgabe in Kraft. Bei Lehrverträgen gilt das nicht. Besonders zu beachten: Die Behaltefrist nach Lehrzeitende!

Mit 1. Jänner 2013 trat die Auflösungsabgabe in Kraft. Diese gilt für echte oder freie Dienstverhältnisse, die der Arbeitslosenversicherungspflicht unterliegen. Wenn diese Dienstverhältnisse vom Dienstgeber nach dem 31. Dezember 2012 beendet werden, muss er eine Auflösungsabgabe in der Höhe von 118 Euro (für das Jahr 2015) entrichten. Dieser Betrag wird jährlich angehoben.

Die Abgabe ist gänzlich unabhängig von der Höhe des Entgelts des Mitarbeiters, von der Dauer des Dienstverhältnisses und vom Alter des Dienstnehmers. Fällig ist die Abgabe im Monat der Auflösung des Dienstverhältnisses. Sie ist gemeinsam mit den Sozialversicherungsbeiträgen und vom Dienstgeber unaufgefordert an die Gebietskrankenkasse zu entrichten.

Befristung vereinbaren
Aber es gibt auch Ausnahmen: Lehrverträge zum Beispiel. Hier ist nämlich keine Auflösungsabgabe zu berappen. Weiters entfällt die Auflösungsabgabe, wenn das Dienstverhältnis durch Befristung auf längstens sechs Monate endet. Und jetzt wird es interessant: Wird daher für die an die Lehrzeit anschließende Behaltezeit ein befristetes Dienstverhältnis von nicht mehr als sechs Monaten vereinbart, und endet das Dienstverhältnis zu diesem Zeitpunkt, entfällt die Pflicht zur Entrichtung der Auflösungsabgabe ebenfalls. Eine solche Befristungsvereinbarung für die Behaltezeit kann im Lehrvertrag selbst oder auch noch später schriftlich abgeschlossen werden. Besteht keine Befristungsvereinbarung und muss daher der ausgelernte Lehrling vom Arbeitgeber zum Ende der Behaltezeit gekündigt werden, so fällt die Auflösungsabgabe im vollen Umfang an.
Achtung: Einige Kollektivverträge sehen vor, dass die Behaltepflicht von sechs Monaten auf den Monatsletzten auszudehnen ist. Werden dadurch sechs Monate überschritten, dann ist die Auflösungsabgabe trotz eventueller Befristung zu entrichten.


Mehr Infos dazu gibt es im Rechtsservice der Wirtschaftskammer Steiermark unter der Servicehotline 0316 601-601.

Rückfragen:

Wirtschaftskammer Steiermark
Lehrlingsstelle - Referat Lehrlingsausbildung
T 0316 601 538, 454, 545
E lehrlingsstelle@wkstmk.at