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Meisterprüfung Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik

Informationen zur Meisterprüfung Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik in der Steiermark

   

ZULASSUNG ZUR MEISTERPRÜFUNG

   

Als einzige Zulassungsvoraussetzung für den Prüfungsantritt ist die Volljährigkeit

(vollendetes 18. Lebensjahr) vorgesehen!

   

INHALTE DER MEISTERPRÜFUNG

 (Verordnung der Bundesinnung der Mechatroniker in Kraft getreten mit 01.02.2004)

 

Die Meisterprüfung Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik besteht aus 5 Modulen:

 

Modul 1 (Fachlich praktische Prüfung)

 

3 Fachbereiche:

 

  1. Teil A (Dauer: 3 max. 4 Stunden)

Teil A wird durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer einschlägigen Lehrabschlussprüfung (z.B.: Maschinenbautechnik, Dreher, Werkzeugmacher, Schlosser) oder durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule oder einer Sonderform dieser Lehranstalten, deren Ausbildung in einem für das Handwerk spezifischen Schwerpunkt liegt, ersetzt.

 

Folgende Arbeitsproben / Arbeitsgänge sind durchzuführen:

  • Zusammenbauen
  • Herstellen einer pneumatischen Steuerung
  • Passen
  • Justieren
  • Funktionskontrolle

        

  1. Fachbereich Meisterarbeit (Dauer: 18 max. 20 Stunden)

(Arbeitskleidung ist zwingend vorgeschrieben. Sämtliche Messgeräte und Werkzeuge stehen zur Verfügung.)

Mit der Anmeldung zur Meisterprüfung für das Modul 1, Teil B, hat der Prüfungswerber für die Anfertigung des Meisterprüfungsstückes zwei gleichwertige Entwürfe von Werksskizzen mit den Hauptmaßen, Material- und Funktions- und Ablaufbeschreibung (inkl. Dreh-, Fräs-, Bohr-, Gewindeschneidearbeiten, Passungsangaben, Zukaufteile etc.) einzureichen. Aus denen wird von der Prüfungskommission das Meisterstück für die Anfertigung ausgewählt. Das Material muss laut Materialaufstellung und auf Rohmaß zugeschnitten zur Prüfung mitgebracht werden und darf nicht bearbeitet sein. Der Fachbereich Meisterarbeit umfasst die Anfertigung einer funktionstüchtigen Konstruktion aus den Bereichen Maschinen- und Fertigungstechnik!

Folgende Kriterien muss das Meisterstück erfüllen:

  • Funktionstüchtige Konstruktion aus den Bereichen Maschinen- und Fertigungstechnik
  • Dreh-, Fräs-, Bohr-, Gewindeschneidearbeiten
  • Passungen

 

  • Einreichen von 2 gleichwertigen Entwürfe von Werksskizzen oder eine Zusammenstellungszeichnung (CAD oder händisch) mit
    • Hauptmaßen, Rahmen und Schriftkopf
    • Material- und Funktionsbeschreibung
    • Arbeitsablaufbeschreibung zur Herstellung der Bauteile (Konventionell oder CNC-Fertigung)
    • Passungen (Passungsangaben!)
    • Zusammenstellungszeichnung
    • Zukaufteile, die handgefertigt sind (Laserteile sowie Zukaufteile, die für die Funktion wesentlich sind)
    • unbedingt Positionsnummern anführen
    • Vorbearbeitete „Zukaufteile“ FETT hervorheben
    • Stückliste inkl. Anführung der Normteile – Zukaufteile FETT hervorheben
    • Bei den Entwürfen der Meisterstücke bzw. der Teilekonstruktion die jeweiligen Sicherheitsbestimmungen beachten!

 

  • Genehmigung des Entwurfes und Bekanntgabe der bei der Projektarbeit zu zeichnenden Detailzeichnungen durch die Prüfungskommission bzw. Meisterprüfungsstelle

 

  • Neueinreichen der Meisterstücke: 1 neuer Entwurf einreichen; (NEUE ENTWÜRFE: keine „aufgewerteten“ oder abgeänderte Entwürfe)

 

  • Am Projekttag gibt die Aufsicht bekannt, welcher Kandidat welche(s) Teil(e) auf CAD zeichnen muss!
    • Anfertigen der ausgewählten Detailzeichnung(en)
    • Anfertigen einer Materialaufstellung
    • Anfertigen einer Kalkulation (Kalkulationsblätter – vom Kurs - dürfen verwendet werden)
      • Maschinenzeit, Arbeitszeit, Produktionszeit

   

  • Am Projekttag darf die Zusammenstellungszeichnung des genehmigten Meisterstückes verwendet werden (inkl. Tabellenbuch, Normenbuch): Mappe mit dem genehmigten Meisterstück (inkl. dem Vermerk, welche Detailzeichnungen angefertigt werden müssen) wird von MPST ausgeteilt und nach der Prüfung von Prüfungsaufsicht abgesammelt. Abgestempelte Blätter!

 

  • Nachträgliche Änderungen (kleinere Änderungen, z.B.: Materialwahl, Zukaufteile, NICHT konstruktive Änderungen) nur schriftlich
    per Mail an markus.scheruebl@wkstmk.at
    und müssen von der Prüfungskommission vor Prüfungsbeginn genehmigt sein!
  • Änderungen während der praktischen Prüfung sind nicht möglich! Zusätzliche Änderungen werden mit Vorbehalt der Kommission genehmigt!
  • Das Material muss laut Materialaufstellung und auf Rohmaß zugeschnitten zur Prüfung mitgebracht werden und darf nicht bearbeitet sein.

 

  • Das Meisterstück darf nur mit den abgestempelten Zeichnungen gefertigt werden!

  

Ohne persönlicher Schutzausrüstung ist ein Prüfungsantritt bei der praktischen Prüfung nicht möglich!

Wird aus den drei gleichwertigen Entwürfen kein Meisterstück genehmigt, so sind erneut drei gleichwertige Entwürfe von Werksskizzen einzureichen.

 

Mit der Einladung zur Prüfung erhalten Sie eine Kopie der Zeichnung des genehmigten Meisterstückes.

 

Zu Beginn der praktischen Prüfung erhält der Prüfungswerber die Projektarbeit. Sollte das Meisterstück nicht zu fertigen sein (z.B.: weil zur Fertigung wichtige Maße fehlen), kann nach Rücksprache mit der Prüfungskommission die Projektarbeit (Werkstattzeichnung) geändert werden.

 

Wird die Meisterarbeit negativ beurteilt, müssen im Falle einer Wiederholungsprüfung zwei neue gleichwertige Entwurfsskizzen (inkl. Materialaufstellung, Funktionsbeschreibung, etc) eingereicht werden.

     

ACHTUNG: Werkstattzeichnungen inkl. Detailzeichnungen werden von der Prüfungskommission als Entwurfsskizze nicht akzeptiert und nicht genehmigt!

 

  1. Fachbereich Projektarbeit (Dauer: 5 max. 6 Stunden)

Im Fachbereich Projektarbeit dürfen Fachbücher, techn. Richtlinien, Tabellen und Zeichenschablonen verwendet werden. Nur die genehmigte Entwurfsskizze darf als Vorlage am Prüfungstag verwendet werden. Zeichenpapier mit Rahmen und Schriftfeld darf mitgebracht werden. Im Fachbereich Projektarbeit ist eine Werkstattzeichnung, eine Materialaufstellung sowie eine Fachkalkulation des genehmigten Meisterstückes anzufertigen.

 

Wahlweise kann die Projektarbeit händisch oder auf CAD gezeichnet werden.

 

Wird der Fachbereich Projektarbeit negativ beurteilt, ist im Falle einer Wiederholungsprüfung das Einreichen neuer Entwurfsskizzen nicht erforderlich.

     

Modul 2 (Fachlich mündliche Prüfung)

 

8 Fachbereiche:

 

  1. Teil A (Dauer: mind. 20 max. 30 Minuten)

Teil A wird durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer einschlägigen Lehrabschlussprüfung (z.B.: Maschinenbautechnik, Dreher, Werkzeugmacher, Schlosser) oder durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule oder einer Sonderform dieser Lehranstalten, deren Ausbildung in einem für das Handwerk spezifischen Schwerpunkt liegt, ersetzt.

         Teil B

  1. Projektarbeit
  2. Werkstoffkunde
  3. Arbeitskunde
  4. Sicherheitsmanagement
  5. Qualitätsmanagement
  6. facheinschlägige technische Richtlinien
  7. berufsbezogene Sondervorschriften

 

Dauer: mind. 20 max. 30 Minuten

 

Modul 3 (Fachlich schriftliche Prüfung)

 

4 Fachbereiche:

 

  1. Fachkunde
  2. kaufmännische schriftliche Kommunikation
  3. technische und angewandte Mathematik
  4. physikalische Grundlagen

Die schriftliche Prüfung hat mindestens 5 Stunden zu dauern. Sie ist nach maximal 7 Stunden zu beenden

 

Eingeschränkter Prüfungsumfang:

Absolventen mit einem erfolgreichen Abschluss einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule oder deren Sonderform, deren Ausbildung in einem für das Handwerk spezifischen Schwerpunkt liegt, erhalten durch Nachweise mit Zeugnissen das Modul 1 Teil A, das Modul 2 Teil A und das Modul 3 der Meisterprüfung Schlosser angerechnet.

 

Modul 4 (Ausbilderprüfung)

 

Das Modul Ausbilderprüfung berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen und beinhaltet pädagogische, psychologische und rechtliche Bereiche. Als einzige Zulassungsvoraussetzung für den Prüfungsantritt ist die Volljährigkeit (vollendetes 18. Lebensjahr) vorgesehen!

Verschiedene schulische Ausbildungen oder abgelegte Prüfungen (z. B. Ausbildertraining im WIFI mit abschließendem Fachgespräch, Unternehmerprüfung, Werkmeisterschule, etc.) ersetzen die Ausbilderprüfung.

 

Nach erfolgreicher Ablegung der Module 1 – 4 ist man damit gemäß

§ 20 Abs. 2 GewO 1994 berechtigt, sich als „Meister“ mit Beziehung auf das betreffende Handwerk zu bezeichnen.

 

Modul 5 (Unternehmerprüfung)

 

Für die Unternehmerprüfung gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen. Die Unternehmerprüfung beinhaltet die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse für die Unternehmensführung.

Verschiedene abgelegte Prüfungen oder schulische Ausbildungen ersetzen die Unternehmerprüfung (z. B. Lehrabschlussprüfung in einem kaufmännischen Lehrberuf, Handelsschule, Handelsakademie, HTL etc.)

 

Wiederholung:

Nur jene Fachbereiche, die negativ bewertet wurden, sind zu wiederholen.

 

Bei positiver Absolvierung der Meisterprüfung für das Handwerk Mechatroniker für Elektromaschinenbau und Automatisierung besteht die Zusatzprüfung für das Handwerk Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik aus dem Modul 2 Teil B.

 

Bei positiver Absolvierung der Meisterprüfung für das Mechatroniker für Elektronik, Büro- und EDV-Systemtechnik besteht die Zusatzprüfung für das Handwerk Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik aus dem Modul 2 Teil B.

 

Bei positiver Absolvierung der Meisterprüfung für das Mechatroniker für Medizingerätetechnik besteht die Zusatzprüfung für das Handwerk Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik aus dem Modul 2 Teil B.

 

ANMELDUNG – ANMELDESCHLUSS

 

Die Anmeldung mit den erforderlichen Unterlagen ist bis spätestens 6 Wochen vor dem ersten Prüfungstag einzureichen.

 

Anmeldung Online: wko.at/stmk/meister/anmeldung

   

Zu den Prüfungsterminen in der Steiermark

 

KOSTEN

 

Modul 1 Teil A: 21,--
Modul 1 Teil B: 186,--
Modul 2 Teil A: 11,--
Modul 2 Teil B: 92,--
Modul 3: 52,--
Unternehmerprüfung: 300,--
Ausbilderprüfung: 100,--
Benützungsentgelt
225,--

 

AUSSTELLUNG MEISTERSPRÜFUNGSSZEUGNIS

 

Alle Module können in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Es ist allerdings nicht möglich, sich nur für einzelne Prüfungsgegenstände anzumelden. Für jedes positiv absolvierte Modul wird ein Modulzeugnis ausgestellt. Nach Absolvierung bzw. Ersatz aller Module, wird Ihnen von der Meisterprüfungsstelle ein Gesamtzeugnis ausgestellt.

 

Weitere Informationen zur Meisterprüfung:

 

Markus Scherübl
Wirtschaftskammer Steiermark
Prüfungsreferent
Meisterprüfungsstelle
A-8021 Graz, Körblergasse 111-113

T 0316 601 475

F 0316 601 253

markus.scheruebl@wkstmk.at

W http://wko.at/stmk/meister